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Bitcoin Das Geld im Internet

Wer im Internet bezahlen möchte, macht das häufig mit "Bitcoins". So heißt das Geld im Internet. Was kann man mit dieser digitalen Währung anfangen, die es nur im Internet gibt? Ist das Computergeld auch fälschungssicher?

Von: Bernhard Schulz

Stand: 23.11.2017

Bitcoin ist Computer-Geld, es wird im Internet verwendet. Man kann es also eigentlich nicht anfassen wie Münzen oder Geldscheine. Ein Bitcoin ist eine Datei - vergleichbar mit einem Foto, das als Datei abgespeichert wird. Nur ist in einer Bitcoindatei kein Bild, sondern in dieser Datei ist eine sehr lange Abfolge von Zahlen und Buchstaben gespeichert. Also eine Art Code oder eine verschlüsselte  Information. Und diese verschlüsselte Information sagt: "Ich bin ein Bitcoin, ich habe eine Seriennummer und ich bin echt."

Wie fälschungssicher sind Bitcoins?

Im Grunde ist das gar nicht so viel anders als bei einem Geldschein: Bei unserem Papiergeld hat jeder Schein eine Nummer, ist aus unfälschbarem Spezialpapier und die Sicherheitszeichen wie Wackelbilder und Silberstreifen beweisen, dass er echt ist. Jeder, der einen Geldschein in der Hand hat, kann das nachprüfen. Bei den Bitcoins prüft der Computer, ob er echt ist. Und zwar mit Hilfe einer Liste, der sogenannten Blockchain. Jeder Mensch, der Bitcoins besitzt, steht auf dieser Liste. Er ist Teil dieser Liste.  Wenn jemand mit Bitcoins bezahlt, dann wird das auf dieser Liste eingetragen. Die Liste wird dadurch länger, aber jeder neue Eintrag muss dazu passen. Sollte jemand versuchen, einen falschen Eintrag zu machen, zum Beispiel mit einem gefälschten Bitcoin, dann fällt das sofort auf. Und zwar nicht nur einem Computer, sondern allen Computern, die auf dieser Liste stehen, denn sie stehen miteinander in Verbindung. Wenn einer etwas macht, bekommen es alle anderen sofort mit. Das macht Bitcoins so fälschungssicher.

Wie bezahlt man mit "digitalem Geld"?

QR-Code-Austausch statt Geld und Münzen: Hier wird mit Bitcoins bezahlt.

Bitcoins kauft man auf speziellen Internetseiten. So ähnlich, wie ein Video heruntergeladen und abgespeichert wird. Um Bitcoins kaufen zu können, ist es notwendig, einen sogenannten Wallet zu besitzen, das ist ein Computergeldbeutel. "Wallet" ist das englische Wort für "Geldbörse". Dieser Wallet ist durch ein Passwort geschützt. Wer das Passwort nicht kennt, der kommt auch nicht an die Bitcoins ran. Bezahlt wird ebenfalls über einen Code, einen QR-Code, das sind diese quadratischen, schwarz-weißen Kästchen. Deswegen ist es auch möglich, mit seinem Smartphone zu bezahlen. Eine App verbindet den Wallet mit dem Smartphone und über den QR-Code kann eine bestimmte Menge an Bitcoins vom Käufer zum Verkäufer überwiesen werden.

Was ist das Internetgeld wert?

Ein Haufen Bitcoins: Eigentlich kann man das digitale Geld nicht anfassen!

Der Wert von Bitcoin ist in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. 2013 war ein Bitcoin für etwa 10 Euro zu bekommen. Der Wert sprang 2014 auf nicht ganz 1.000 Euro. Also 100 mal mehr! Und der Wert steigt noch weiter! 2017 überstieg  Bitcoin die 6.000 Euro Marke. Wer sich damals einen Bitcoin für 10 Euro gekauft hatte, konnte ihn im Herbst 2017 für 6.000 Euro verkaufen.

Wie die Zukunft der Bitcoins aussieht, ist ungewiss. Niemand kann sagen, wieviel ein Bitcoin in einem Jahr wert sein wird. Nur eines ist sicher: Es wird nicht das einzige Computergeld bleiben. Schon jetzt gibt es viele verschiedene Sorten im Internet. Zum Beispiel "Ethereum" oder "Monero". Welche dieser neuen Computergeld-Sorten sich durchsetzen wird, kann man heute nur schwer vorhersagen.


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