Sündenbot Sooorryy! Für fast alles…

Ein Bot sorgt für gute Vibes auf Twitter: Der "Sündenbot" entschuldigt sich für die ganzen schlimmen Dinge, die in der Welt so passieren und bittet um Verzeihung.

Von: Theresa Berwian

Stand: 22.03.2017 | Archiv

Sündenbot | Bild: BR

Vulkanausbrüche, Flugzeugabstürze oder Erdbeben – das sind alles schreckliche Katastrophen, für die in der Regel niemand etwas kann. Trotzdem entschuldigt sich dafür jetzt regelmäßig jemand: Ein Bot. Okay, nur ein Bot - aber hey, immerhin!

Der "Sündenbot" formuliert jeden Tag selbstständig Entschuldigungen und postet sie auf Twitter. Alle notwendigen Informationen dazu, also Datum und Ort der Katastrophen, nimmt sich der Bot aus Wikipedia-Artikeln. Er entschuldigt sich für Umweltkatastrophen und Kriege seit 753 vor Christus.

Programmiert wurde der Bot von Gregor Weichbrodt, einem Kommunikationsdesigner aus Berlin. Die Idee dazu hatte er schon länger, aber jetzt schien ihm der Zeitpunkt am besten, das Projekt umzusetzen. Denn aktuell wird immer wieder über Bots berichtet, vor allem seit Social-Bots Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben sollen. Gregor Weichbrodt sind diese Berichte zu einfach und viel zu hysterisch.

"Nur weil man vor 2016 und vor dem US-Wahlkampf in Deutschland nicht wusste, was ein Bot ist, sehe ich nicht ein, warum man sich jetzt wieder ausschließlich damit beschäftigt, wie gefährlich dieses Internet ist."

Gregor Weichbrodt

Mit dem Sündenbot will Weichbrodt zeigen, dass Bots auch einfach Spaß machen können. Nebenbei tut er noch was fürs Karma. Zumindest meistens – denn für einzelne Ereignisse entschuldigt sich der Bot einfach mal nicht. Denn für alles kann man sich wirklich auch nicht entschuldigen.

Schlagworte:
alltag
lebensstil
netz
technik
trends