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Stunde der Wintervögel 2018 Wie viele Vögel sind noch da?

Am Wochenende können Sie ganz leicht zum Forscher werden: Zählen Sie zwischen dem 5. und 7. Januar bei der "Stunde der Wintervögel" die Vögel in Ihrem Garten, auf dem Balkon oder im Park. Helfen Sie mit, mehr über sie herauszufinden!

Stand: 02.01.2018

Fichtenkreuzschnabel im Anflug auf eine Fichte. Vielleicht entdecken Sie einen bei der "Stunde der Wintervögel" (Mitmach-Vogelzählung vom 5. bis 7. Januar 2018). | Bild: picture alliance/WILDLIFE

Die "Stunde der Wintervögel" ist die größte Vogelzählung in Deutschland. In diesem Jahr rufen der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) vom 5. bis zum 7. Januar zur gemeinschaftlichen Vogel-Inventur auf. Sie findet nun schon zum achten Mal statt. Über unsere Vögel im Winter gibt es bislang nämlich nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse: Wie passen sie sich an die kalte, futterarme Zeit an? Welche Arten profitieren von einer Winterfütterung, welche nicht? Und wie wirkt sich der Klimawandel auf unsere heimischen Vögel im Winter aus?

Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit für die Natur

Jeder kann mithelfen, mehr über unsere Vögel herauszufinden: Die gesammelten Datenmengen liefern wichtige Hinweise darauf, wie sich unser heimischer Vogelbestand entwickelt - und schützen lässt. Alles, was Sie tun müssen: sich während der Mitmachaktion eine Stunde Zeit nehmen und Vögel beobachten. Das können Sie bequem vom Wohnzimmer aus mit Blick auf Ihren Garten oder Balkon machen, genauso natürlich im Park.

Entdeckt jemand einen Fichtenkreuzschnabel?

An seinem gekreuzten Schnabel ist der Fichtenkreuzschnabel leicht zu erkennen. Damit holt er sich die Samen reifer Fichtenzapfen.

In diesem Jahr könnte sich die Beobachtung besonders lohnen: Laut NABU könnten wieder mehr Vögel aus Nordosteuropa in Deutschland überwintern, zum Beispiel der Fichtenkreuzschnabel. Vielleicht entdecken Sie ja einen? Aber auch alle anderen Arten sind für die Auswertung interessant. Viel Spaß beim Beobachten und Zählen!

Die wichtigsten Vogelarten im Winter

Eine Stunde lang Vögel zählen - so geht's

Suchen Sie sich eine beliebige Stunde während des Meldezeitraums aus. Dann sollten sie aber auch wirklich eine ganze Stunde lang die Vögel beobachten, damit die Daten hinterher vergleichbar sind. Bestens ausgerüstet sind sie mit einem Fernglas und einem Bestimmungsbuch oder einer entsprechenden App. Notieren Sie die höchste Anzahl von Vögeln einer Art, die sie binnen dieser Stunde gleichzeitig gesehen haben: Wenn Sie also um 10 Uhr eine Amsel gesehen haben, um 10.30 Uhr vier Amseln und um 10.40 Uhr zwei Amseln - dann melden Sie nicht insgesamt sieben Tiere, sondern vier. So wird verhindert, dass immer dieselben Tiere gezählt werden.

So machen Sie mit

Der LBV bietet eine praktische Zählhilfe und einen Meldebogen an, beides als PDF zum Ausdrucken.

Ihre Ergebnisse:
Schicken Sie den ausgefüllten Meldebogen bis zum 15. Januar 2018 entweder an die LBV-Faxnummer 09174/4775-75 oder an den LBV, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein. Oder nutzen Sie das Online-Formular, das auf der Internetseite des LBV zu finden ist.

Die Ergebnisse der Vogelzählung 2017

Im Januar 2017 haben mehr als 27.000 Teilnehmer in Bayern über 640.000 Vögel gezählt. Im Durchschnitt wurden pro Garten 33 gefiederte Gäste gemeldet. Allerdings zählten die Teilnehmer bei der Mitmachaktion insgesamt knapp 20 Prozent weniger Vögel in den bayerischen Gärten als im Vorjahr. Alle Ergebnisse - und auch, welche Stadt in Bayern am vogelfeindlichsten ist, sehen Sie, wenn Sie auf das Bild links klicken.

Die Top Ten 2017 in Bayern
PlatzVogelAnzahl
1Feldsperling98.646
2Haussperling (Spatz)93.024
3Amsel91.366
4Kohlmeise74.793
5Blaumeise50.224
6Buchfink37.781
7Grünfink/Grünling23.811
8Elster18.218
9Rotkehlchen15.456
10Rabenkrähe11.963

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