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Presseinfo vom 16.6.20 "so geht MEDIEN": Deepfakes - Wie Videos gefälscht werden

Auch Videos können gefälscht werden. Diese Deepfakes sind ein weiterer Bereich der Manipulation – neben Fake News mit Text und Foto. "so geht MEDIEN", die Informationsplattform für Medienkompetenz von ARD, ZDF und Deutschlandradio, erklärt das Phänomen der Deepfakes jugendgerecht in einem Video und bietet Unterrichtsmaterialien dazu an.

Stand: 16.06.2020

Die Gesichter von Christina Wolf und Sebastian Schaffstein werden ananlysiert | Bild: BR

Ein technisches und ethisches Problem

Das Gesicht von Schauspieler Nicolas Cage auf dem Körper einer Frau oder die Köpfe von Stars auf den Körpern von Pornodarsteller*innen: mit sogenannten Deepfakes können Personen in Videos hineinmanipuliert werden, die mit dem Film gar nichts zu tun haben. Auch die Tonspuren können gefälscht werden. Dadurch können zum Beispiel einem*einer Politiker*in Worte in den Mund gelegt werden, die er*sie nie gesagt hat.

"so geht MEDIEN" zeigt in einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Video, wie solche Deepfakes gemacht werden, welche Folgen die Manipulationen für betroffene Personen haben und wie man solchen Fälschungen nicht auf den Leim geht.

Wie können Jugendliche damit umgehen?

Das Themenpaket "Deepfakes: Wie Videos gefälscht werden" wird ergänzt von Unterrichtsmaterialien für Schüler*innen ab 13 Jahren. In den vertiefenden Informationen lassen sich schnell die wichtigsten Fakten inklusive der rechtlichen Lage in Deutschland nachlesen. Der Vorschlag für den Ablauf einer Unterrichtsstunde gibt methodische Hinweise für Pädagog*innen. Weil Schüler*innen vielleicht auf die Idee kommen, selber Videos zu verändern, stehen ethische Überlegungen und Handlungsoptionen im Fokus. Die Unterrichtseinheit strebt, unterstützt von einem Arbeitsblatt, folgende Kompetenzen an: von der Existenz von Deepfakes wissen, mögliche Folgen abschätzen und ein eigenes Ethos entwickeln. Ein interaktives Quiz rundet die Unterrichtseinheit ab.

Weitere Medienkompetenz-Themen

"so geht MEDIEN" greift in seinen Unterrichtseinheiten verschiedene Bereiche der Medienbildung auf und erklärt zum Beispiel, wie Nachrichten entstehen, wie man Fake News im Netz erkennt oder selber professionelle Videos mit dem Smartphone dreht. Seit Kurzem bietet "so geht MEDIEN" auch Unterrichtsmaterialien in leichter Sprache an, zunächst für die Unterrichtseinheiten "Darum sind Influencer*innen so beliebt", "Extremismus im Netz erkennen" und "Was Musikvideos über Männer und Frauen erzählen".

Alle Inhalte stehen kostenfrei und zum Download zur Verfügung.

Pressekontakt:


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