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Stechmücken Lästige Blutsauger

Autsch! Egal, ob die kleinen Plagegeister bei euch Stanzen, Moskitos, Schnaken, Gelsen oder ganz offiziell "Gemeine Stechmücken" heißen: Ein Mückenstich tut weh. Hier steht, warum die Tiere stechen und was gegen die Stiche hilft.

Von: Simone Wichert und Veronika Baum

Stand: 16.08.2018

Eine Stechmücke beim Stechen | Bild: picture-alliance/dpa

Stechmücken haben auch schon deine Ururururururgroßeltern geplagt - denn es gibt sie schon seit 170 Millionen Jahren. Weltweit gibt es etwa 2.700 verschiedene Arten, in Europa leben einhundert davon.

Die Blutsauger sind weiblich

Nur die Weibchen saugen Blut! Sie brauchen das Eiweiß aus unserem Blut, damit sie selbst Eier legen können. Zum Blutsaugen sind sie bestens ausgerüstet: Sie haben einen besonderen Stechrüssel mit einer rundum gezackten Oberfläche. Damit ritzen sie die Haut nur an ganz wenigen Stellen ein und berühren kaum Nerven. So spürt man den Stich nicht. Und sie spritzen sofort ein wenig Mückenspeichel hinein: Der betäubt noch zusätzlich die Einstichstelle, so dass wir auch vom Blutsaugen nichts merken. Und er verhindert, dass das Blut gerinnt und sich die Einstichstelle schließt. So muss die Mücke nicht mehrmals zustechen und kann länger saugen. Erst wenn die Mücke schon wieder weggeflogen ist – vollgesaugt und dreimal so schwer! – bemerkt unser Körper den fremden Mückenspeichel: Es juckt.

Achtung! Nicht kratzen!

Wespen und Bienen spritzen Gift, Mücken nicht. Unser eigener Körper ist schuld, dass ein Mückenstich juckt und anschwillt: Im Mückenspeichel sind bestimmte Stoffe, auf die unser Körper allergisch reagiert. Deswegen schwillt die Einstichstelle an und juckt. Wer viel am Stich reibt und kratzt, verteilt den Mückenspeichel unter der Haut und vergrößert die juckende Stelle noch.

Das hilft gegen Mückenstiche

1. Kühlen: Spucke, kaltes Wasser und Eiswürfel kühlen den Stich, dadurch schwillt er ab und juckt nicht mehr so stark. Spucke desinfiziert den Stich zusätzlich. Mit Essig sollte man vorsichtig sein: Das Jucken hört zwar auf, aber durch den Stich ist die Haut ja schon gereizt und der saure Essig kann diese Reizung noch schlimmer machen. Essig also immer nur verdünnt benutzen!
2. Cremen: In Mückenstich-Salben steckt eine Medizin, die im Körper direkt gegen die Stoffe wirkt, durch die der Stich angeschwollen ist. Die Schwellung geht dadurch zurück. Aber: Wenn sich der Mückenstich schon entzündet hat, darf man solche Salben nicht mehr verwenden. Und: Wenn ein Mückenstich sich entzündet und nicht abheilen will, sollte man auf zum Arzt gehen.

Süßes Blut? Eine Legende

Mücken haben ganz feine Sinne. Sie spüren die Wärme von Lebewesen und was sie ausatmen: das Kohlendioxid. Auch Luftbewegungen und Körperdüfte nehmen sie wahr. Das liefert der Mücke sogar ziemlich genaue Informationen über ihr Opfer: wie groß und wie weit entfernt es ist. Manche Menschen werden ständig gestochen, andere nicht. Das liegt aber nicht am Geschmack ihres Blutes – ob es "süß" ist, ist einer Mücke ziemlich egal – sondern am Duftcocktail, den die Menschen über die Haut verströmen. Bestimmte Fettsäuren mögen Mücken sehr gern. Und ganz besonders lieben sie den Geruch von Schweiß!


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