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Tiere im Winter Tarnen, wärmen, schlafen

Der Winter ist für viele Tiere zu kalt bei zu wenig Futter, sie schlafen oder ruhen, um Energie zu sparen. Doch nicht alle Tiere, die im Winter schlafen, halten Winterschlaf. Wir erklären euch die Unterschiede von Winterschlaf und Winterruhe. Auch bei großer Hitze nutzen übrigens einige Tiere diesen Trick, um sich zu schützen, sie halten dann Sommerschlaf!

Von: Olga-Louise Dommel, Kilian Leypold, Anja Mösing, Silke Schmidt-Thrö, Börni Schulz, Simone Wichert

Stand: 09.01.2019

Winterschlaf

Winterschläfer: der Igel.

Echte Winterschläfer wie Murmeltiere, Fledermäuse, Igel, Siebenschläfer oder Hamster verschlafen einfach die kalte Jahreszeit an frostgeschützten Plätzen, zum Beispiel in Höhlen oder Baumhöhlen. Dafür haben sie im Herbst viel gefressen und sich ein Fettpolster zugelegt. Im Winter müssen sie sehr sparsam damit umgehen, weil es unter Umständen für mehrere Monate reichen muss.

Vorsicht Winterschläfer!

Wer in den Wintermonaten einen tierischen Schläfer entdeckt, sollte ihn nicht stören und schon gar nicht ins Warme tragen. Aufwachen bedeutet immer Aufwärmen und kostet viel Energie, die für die Tiere in dieser Zeit sehr kostbar ist. Wo sollten die zur Unzeit geweckten Tiere außerdem Futter finden?

Winterschläfer senken deswegen ihre Körpertemperatur bis auf wenige Grad ab und setzen alle Lebensfunktionen auf Sparflamme: Ihr Herz schlägt nicht mehr so oft und sie atmen auch nur noch ganz selten, manchmal sogar minutenlang nicht. Sollte es allerdings sehr kalt werden, können sie mit Energie aus ihrem Fettpolster ihre Körpertemperatur konstant über null Grad halten.

Winterruhe

Winterruher: das Eichhörnchen.

Eichhörnchen, Dachs, Waschbär und Braunbär halten Winterruhe. Dabei wird die Körpertemperatur nicht abgesenkt und die Schlafphasen sind auch viel kürzer als bei einem Tier im Winterschlaf. Die Tiere wachen öfter auf, manchmal schon nach wenigen Tagen, manchmal auch erst nach ein bis zwei Wochen. Sie wechseln dann die Schlafposition oder fressen etwas.

Zwar haben sich auch die Winterruher im Herbst schon ein Fettpolster angefressen, zusätzlich haben sich manche aber noch einen Futtervorrat angelegt. Eichhörnchen beispielsweise haben meist irgendwo Eicheln und Nüsse vergraben.

Sommerschlaf - Schlafen, weil es zu heiß ist

Sommerschläferin: die Weinbergschnecke.

So wie es Winterschläfer gibt, die sich vor der Kälte durch Schlaf schützen, gibt es auch Sommerschläfer. Die fallen dann in den Schlaf, wenn es heiß ist und zugleich sehr trocken. Das ist vor allem in tropischen Gegenden der Fall und in der Wüste. Wenn es also lange nicht geregnet hat und die Hitze zu stark wird, gibt es Tiere, die sich in die kühle Erde zurückziehen und auf bessere Zeiten warten.

Das sind vor allem Reptilien wie Schlangen, Schildkröten und Echsen. Die buddeln sich in den Sand oder kriechen in Höhlen. Ihre Körpertemperatur können die wechselwarmen Tiere aber nicht absenken. Sie bleiben immer so warm wie ihre Umgebung. Aber jetzt hat man herausgefunden, das sogar der Maki, ein kleiner Affe (ein Säugetier wie wir), wenn's ihm zu heiß wird, einen Sommerschlaf hält. Und selbst bei uns in Deutschland gibt es einen Sommerschläfer: die Weinbergschnecke.


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