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Vom Verfaulen und Vergammeln Pelziger Schimmelpilz

Was passiert eigentlich, wenn man das Pausenbrot in der Brotzeitdose vergisst? Nach einiger Zeit fängt es an zu schimmeln. "Igitt! Bläh!!", sagen da die meisten. Schimmel hat ein schlechtes Image, aber wenn man sich näher mit ihm beschäftigt, findet man Schimmel schnell nicht mehr so eklig.

Von: Cornelia Neudert

Stand: 07.06.2019

Schimmelbefall an einem Brot.  | Bild: dpa-Bildfunk/Jens Kalaene

Schimmelpilze gedeihen am besten, wo es warm und feucht ist. Da vermehren sie sich gut. Und dann räumen sie auf! Angebissene Äpfel, Laub oder Kartoffelschalen im Kompost? Das liegt da nicht lange rum. Zusammen mit Bakterien und Tieren wie Käfern, Würmern und Schnecken zersetzen Schimmelpilze das alles, bis es zu Erde wird.

Außerdem ist Schimmelpilz nicht gleich Schimmelpilz. Es gibt an die 250.000 verschiedene Arten von Schimmelpilzen! Manche davon - wie der Schimmel, der das Pausenbrot vergammeln lässt - scheiden etwas aus, was für uns Menschen giftig ist. Also nicht essen!!!

Essbarer Edelschimmel

Der Schimmel auf Camembert ist essbarer Edelschimmel.

Aber es gibt andere Schimmelpilze, die wir sehr gern essen, und die uns auch nicht schaden. Das ist zum Beispiel der Schimmel auf Schimmelkäse wie Camembert oder Gorgonzola. Mmmmm!  Manche Schimmelarten sind sogar Lebensretter. Der Pinselschimmel, er wird auch "Penicillin" genannt, ist ein Arzneimittel. Schimmelpilze gehören übrigens zu den ältesten Lebewesen auf der Erde.

Und was macht man nun mit dem verschimmelten Pausenbrot?

Das kann man nur noch wegwerfen. Im Müll wird der Schimmel auf dem Brot noch viele Sporen bilden (das sind sozusagen die Schimmelkinder) und die fliegen dann mit dem Wind in die Welt hinaus auf der Suche nach etwas Neuem, das sie aufräumen können ...


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