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Pubertät Vom Kind zum Erwachsenen - Was passiert da?

Pubertät - so heißt die Übergangszeit von der Kindheit zum Erwachsenenalter. In dieser Zeit verändert sich der Körper, aber auch die Gedanken und Gefühle. Nur wer die Pubertät erlebt (hat), weiß eigentlich, was genau sich dahinter verbirgt. Und dass dann alles ganz schön kompliziert werden kann.

Von: Geli Schmaus und Veronika Baum

Stand: 07.05.2021

Ein Mädchen mit Kopfhörern und rot gefärbten Haaren blickt freundlich in die Kamera. | Bild: colourbox.com

Wann geht’s los? Alles ist normal!

Die Pubertät ist die Zeit, in der aus einem Kind ein Erwachsener wird, also aus Mädchen Frauen und aus Jungen Männer. In dieser Übergangszeit ist man nicht mehr so ganz Kind, sondern schon Jugendliche*r, aber eben noch nicht erwachsen. Ab der Pubertät können Mädchen theoretisch Kinder bekommen und Jungen Kinder zeugen. Aber dafür ist es dann natürlich noch viel zu früh.

Pubertät? Was bedeutet das?

Das Wort "Pubertät" kommt aus dem Lateinischen. Es bedeutet ursprünglich so etwas wie "Geschlechtsreife". Gemeint ist, dass Mädchen und Jungen in dieser Zeit reif werden. Nicht wie Äpfel, die man dann essen kann, sondern eher reif für das Leben als Erwachsene - und dazu gehört es auch, dass man dann Kinder bekommen kann.

Die Pubertät beginnt beim einen früher, beim anderen später. Doch in der Regel kann man sagen, dass sie so zwischen 10 und 13 Jahren beginnt. Bis sich alles eingespielt hat, dauert es mehrere Jahre. Wenn man so zwischen 16 und 18 Jahre alt ist, ist die Pubertät vorbei. Dann ist man erwachsen.

Was kommt da auf mich zu?

In der Pubertät verändert sich der Körper ganz stark, aber auch im Kopf tut sich einiges. Man ändert sein Verhalten und mag nicht mehr alles, was man als Kind mochte. Das ist wichtig, damit man herausfindet, was man in Zukunft mag und was man ablehnt. Es gefallen einem nämlich auf einmal Dinge, die einen vorher gar nicht interessiert haben oder man findet Dinge kindisch, die einem bis vor Kurzem noch gefallen haben.

Außerdem beginnt man vielleicht zum ersten Mal, nicht mehr alles mitmachen zu wollen, was die Eltern so tun. Man widerspricht ihnen und will einfach mal seine Ruhe vor ihnen haben: das ist ganz normal in der Pubertät - und ist auch eine wichtige Abgrenzung. Man wendet sich eher Freunden im eigenen Alter zu und findet so manches, was Erwachsene machen, uncool.

Raus hier, das ist mein Revier

Auf einmal hat man viel stärker als früher das Bedürfnis, sein Zimmer so einzurichten, wie es einem gefällt - und den Eltern vielleicht nicht. Außerdem nervt es, wenn die kleinen Geschwister immer dabei sein wollen, wenn man Freundinnen oder Freunde zu Besuch hat. Auch wollen die Eltern vielleicht wissen, was man ins Tagebuch schreibt oder warum man stundenlang telefoniert. Aber: Das darf ein Geheimnis bleiben.

Ich brauche Raum für mich!

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Andere Dinge werden einem plötzlich total peinlich. Zum Beispiel, wenn die Eltern und Geschwister nackt in der Wohnung herumlaufen. Bis vor Kurzem hat einen das vielleicht gar nicht gestört. Aber jetzt. Und das ist gut so. Erst einmal muss man vielleicht in der Familie ein bisschen um seine "Intimsphäre" kämpfen, aber dass man diesen privaten Raum für sich bekommt, ist ganz wichtig.

Und: Eines Tages stellt sich vielleicht im Bauch ein ganz komisches, aber sehr schönes Gefühl ein: Man ist zum ersten Mal verliebt.

1, 2, 3 - vorbei!

Irgendwann merkt man dann auf einmal, dass der Körper sich nicht mehr jede Woche verändert, dass man sich wieder viel besser mit den Eltern versteht und auf einmal erträgt man auch die kleinen Geschwister wieder viel gelassener. Dann hat man vielleicht schon jemandem seine Verliebtheit gestanden, was man sich gerade noch kaum vorstellen konnte. Das ist dann ein Zeichen dafür, dass es bald vorbei ist mit der Pubertät.


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