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Unter der klaro-Lupe Bundestagswahl: Wie läuft die Wahl ab?

Wäre es nicht sehr ungerecht, wenn in Deutschland nur immer ein Mensch über alles bestimmen dürfte? Aber gleichzeitig wäre es auch sehr kompliziert, wenn mehr als 60 Millionen Deutsche über alle wichtigen Entscheidungen miteinander diskutieren müssten. Genau deshalb gibt es am 24. September 2017 in Deutschland wieder eine Bundestagswahl.

Von: Anne Buchholz

Stand: 22.09.2017

Zeichnung von Diyan aus der Klasse 4a der Grundschule Berg am Laim in München. | Bild: BR

Bei der Bundestagswahl werden Politiker gewählt, die die Meinungen und Interessen der Bürger vertreten sollen. Diese Art, ein Land zu regieren nennt man Demokratie. Die Wahl findet normalerweise alle vier Jahre statt und jeder Deutsche ab 18 Jahren darf dabei seine Stimme abgeben. Die Bundestagswahl ist eine geheime Wahl. Jeder Wähler bekommt einen Stimmzettel, auf dem er, ohne dass ihm jemand dabei zuschaut – zwei Kreuze macht. Mit der ersten Stimme wird ein Politiker oder eine Politikerin gewählt, mit der zweiten Stimme eine Partei. Am Ende des Wahltages werden alle abgegebenen Stimmen ausgezählt. Die Partei, die die meisten Stimmen bekommen hat darf auch die meisten Politiker in den Bundestag nach Berlin schicken.

Was passiert im Bundestag?

Blick auf die Abgeordneten im Deutschen Bundestag.

Im Bundestag beraten dann die gewählten Politikerinnen und Politiker gemeinsam über aktuelle Probleme, neue Gesetze, und auch darüber, wie viel Geld wofür ausgegeben werden darf. Wenn eine Partei mehr als die Hälfte aller Stimmen bekommt, darf sie vier Jahre lang Deutschland allein regieren. Bisher gab es das aber noch nie, deshalb haben sich immer mehrere Parteien zusammengeschlossen. Das nennt man dann eine Koalition. Die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler können die Wähler allerdings  nicht direkt wählen: Er oder sie wird vom Bundestag gewählt und kommt gewöhnlich aus der Partei mit den meisten Stimmen.


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