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Vom Gruseln und Fürchten Angst - Eine gute Sache?

Angst ist zwar ein unangenehmes Gefühl, aber auch ein sehr wichtiges: Es schützt uns vor gefährlichen Situationen. Manche Ängste sind sehr alt. und sozusagen Urinstinkte des Menschen.

Von: Katharina Mutz, Veronika Baum und Simone Wichert

Stand: 26.01.2019

Angst hat etwas Gutes: Hätten wir keine Angst, zum Beispiel vor vorbeifahrenden Autos, dann würden wir einfach auf die Straße rennen. Sie macht uns also vorsichtig und schützt uns dadurch vor gefährlichen Situationen. Diese Schutzfunktion geht sogar manchmal so weit, dass wir uns fürchten, obwohl gar keine echte Bedrohung da ist.

Angst ist auf der anderen Seite ein scheußliches Gefühl: Wer Angst hat, fängt an zu schwitzen, das Herz schlägt ganz schnell, der Atem rast - oder setzt ganz aus - und die Angst kann man auch in unseren Augen sehen: Vor lauter Schreck weiten sich die Pupillen. Der Körper ist in Alarmbereitschaft: Er erkennt die Gefahr und spannt die Muskeln an. Manchmal wird einem vor lauter Angst auch übel oder man macht sich sogar in die Hose.

Angst vor Spinnen? Auch Tierreporterin Anna gerät bei den Krabbeltieren in Panik. Wie sie ihre Angst überwunden hat, zeigt sie in ihrem Film.

Doch Angst ist nicht immer nur unangenehm. Wer zum Beispiel gerne Achterbahn fährt, kennt diesen "Nervenkitzel" als positives Gefühl. Oder es gibt auch den "wohligen Grusel", wenn man beispielsweise auf dem Sofa sitzt und einen spannenden Film guckt und sich gleichzeitig in Sicherheit weiß.

Manche Ängste sind uns scheinbar angeboren. Zum Beispiel haben fast alle Menschen Angst vor Dunkelheit oder lauten Geräuschen. Einige fürchten sich vor Spinnen oder anderen wilden Tieren, andere haben Höhenangst, sie fürchten sich also, wenn sie auf einem hohen Gebäude stehen.

Uralt - die Angst vor Dunkelheit

Auch Checker Tobi kennt Angst - und wohligen Grusel. Sieh dir seinen "Angst-und-Grusel-Check" an!

Die Angst vor Dunkelheit oder lauten Geräuschen hat damit zu tun, dass die Menschen, die vor Millionen Jahren lebten, im Dunkeln gefährliche Wildtiere nicht sehen konnten. Bei Dunkelheit mussten die Menschen damals also besonders vorsichtig sein – bis heute steckt uns diese Angst in den Knochen. Auch laute Geräusche stammten früher oft von gefährlichen Tieren - und lassen uns auch heute noch zusammenschrecken.

Andere Ängste sind ganz persönlich und haben mit dem zu tun, was wir schon mal erlebt haben. Wenn jemand einmal von einer hohen Mauer gefallen ist, dann hat er vermutlich Angst davor, vom Klettergerüst zu springen. Wer umgekehrt schon mal heil von der höchsten Sprosse des Klettergerüsts runtergesprungen ist und danach von allen für seinen Mut bewundert wurde, der hat bestimmt keine Angst, noch mal runterzuspringen.

Was kann man gegen Angst tun?

Zuhören und trösten ist bei kleinen Ängsten oft schon eine große Hilfe.

Das kommt ganz darauf an. Manchmal kommt Angst daher, dass man richtig schlimme Sachen erlebt hat. Wenn man zum Beispiel in der Schule nur noch gehänselt wird und deshalb am liebsten gar nicht mehr dorthin gehen möchte, dann sollte man seine Angst bloß nicht für sich behalten, sondern auf jeden Fall mit den Eltern oder einem Lehrer darüber sprechen.

Bei anderen Sachen hilft es oft schon, wenn einen jemand ein bisschen tröstet: Nach einem schlimmen Alptraum muss man meistens einfach nur von einem lieben Menschen in den Arm genommen werden und schon ist die Angst verflogen.


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