Band der Woche // Kuchenmann Der No-Gschmarri-Rapper

Kuchenmann hat 2017 mit seinem Debüt für ein allgemeines "Allmächd!" in der deutschen HipHop-Szene gesorgt. Kein Wunder, denn der Nürnberger rappt seit er 16 ist – und das ist fast acht Jahre her.

Von: Joe Dobroschke

Stand: 05.01.2018 | Archiv

Mögen wir, weil...

...man im deutschen HipHop gerade lange suchen muss, bis man so einen findet wie Kuchenmann aus Nürnberg. Es tut einfach gut, Tracks mit so viel Herzblut und so viel positiven Vibes zu hören, die auch noch richtig gut gemacht sind. Kein Wunder, dass sich bei Kuchenmann "Franken" schon mal auf "Diamanten" reimt. 

Für die aktuelle Platte…

...hat er einmal richtig Inventur gemacht und alles reingepackt, was ihn ausmacht: Seine Kindheit und Jugend in Erlangen, seine Liebe zur HipHop-Szene in Nürnberg, aber auch seine Zeit in den USA, wo er als Rapper erwachsen geworden ist. 90ies-G-Funk hat genauso seinen Platz auf "1000 Stunden Phunk" wie Jazz-Samples und trappige HiHats. Viel versprochen – alles gehalten: So muss ein Debüt-Album klingen.

Er wird berühmt, weil…

...er es eben nicht darauf anlegt. Klicks um jeden Preis und billige PR spielen in der Welt von Kuchenmann keine Rolle. So blöd es klingt, ihm geht es um Musik, Liebe und Respekt. Klar kriegen auch bei Kuchenmann Wack MCs mal eins auf den Deckel, aber die sind wahrscheinlich Schlimmeres gewohnt, als von Kuchenmann "Depperla" genannt zu werden.

Viele glauben immer noch nicht, dass…

...Sechsjährige Ice Cube hören sollten. Doch wenn Young Kuchenmann nicht schon im Kinderzimmer US-Rap gehört hätte – wer weiß, wie die Geschichte dann ausgegangen wäre. Wir sind jedenfalls froh, dass die Parental Advisory in diesem Fall nicht so ernst genommen wurde.

Sendung: Freundeskreis, 08.01.2018