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Interstellarer Himmelskörper 'Oumuamua, Besucher aus den Tiefen des Alls

'Ouamuamua war der erste Besucher von außerhalb unseres Sonnensystems, den Astronomen beobachten konnten. Jetzt rätseln sie, wo er herkam, woraus er besteht und wie er eigentlich aussieht.

Stand: 02.07.2019

Dieses Objekt wird Astronomen noch lange beschäftigen, obwohl es nur kurz bei uns war und seit Langem wieder weit weg ist: 'Oumuamua, das erste bei uns entdeckte interstellare Objekt.

Gefunden hat es das Teleskop-System Pan-STARRS auf Hawaii, das ohne Unterlass den Nachthimmel scannt - auf der Suche nach Himmelkörpern, die sich der Erde nähern. Am 19. Oktober 2017 fanden Astronomen stattdessen ein Objekt, das sich bereits wieder von der Erde entfernte. Fünf Tage zuvor war der Brocken mit etwa 24 Millionen Kilometern Abstand an uns vorbeigeflogen. Bei seiner Entdeckung war er schon wieder auf der Reise in die Tiefen des Weltraums. Auch andere Teleskope erspähten den Himmelskörper, darunter das Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile und das Weltraumteleskop Hubble.

'Oumuamua - Bote aus der Ferne

Flugbahn des interstellaren Himmelskörpers 'Oumuamua

Die Flugbahn des neu entdeckten kosmischen Objekts ähnelte denen mancher Kometen. Doch im Gegensatz zu diesen hatte die Bahn des fremden Himmelskörpers die Form einer Hyperbel. Das erkannten Forscher um Karen Meech vom Hawaiianischen Institut für Astronomie und schlossen daraus: Das Objekt kam von außerhalb unseres Sonnensystems, machte eine Kurve um die Sonne und verlässt seither das Sonnensystem wieder Richtung Unendlichkeit. Der kosmische Besucher bekam daraufhin den Namen 'Oumuamua - hawaiianisch für "Bote aus der fernen Vergangenheit, der uns zu erreichen sucht" und die astronomische Bezeichnung 1I/2017 U1, "I" für "interstellar".

Komet oder Asteroid?

Wegen der exzentrischen Bahn schien es zunächst so, als sei 'Oumuamua ein Komet. Doch bereits eine Woche nach seiner Entdeckung stand fest, dass dem nicht so ist: 'Oumuamua zog weder einen Schweif hinter sich her noch war er von einer Koma, einer Hülle von Gas und Staub, umgeben. Also wurde er flugs als Asteroid klassifiziert. Doch auch diese Erklärung zieht Widersprüche nach sich.

Denn 'Oumuamua bewegte sich nicht auf der Bahn, die er als Asteroid unter dem Einfluss der Gravitation von Sonne und unseren Planeten hätte haben sollen. Einige Wissenschaftler gingen daher davon aus, dass 'Oumuamua teilweise aus Eis besteht, von dem einiges in der Nähe der Sonne geschmolzen ist. Die dadurch ausgelösten Ausgasungen hätten dann wie ein kleiner Raketenantrieb gewirkt und die Geschwindigkeitsabweichung ausgelöst.

Allerdings wurden eben keinerlei Abgasungen und weder Schweif noch Koma um 'Oumuamua entdeckt. Das versuchte wiederum eine weitere Hypothese dadurch zu erklären, dass 'Oumuamua aufgrund seines weiten Weges von einer dicken Kruste überlagert ist, so dass inzwischen alles Gas in seinem Inneren fest verschlossen ist.

Helligkeit wechselt, Größe unklar

Ein weiteres rätselhaftes Phänomen ist die Helligkeit von 'Oumuamua, die unregelmäßig wechselt. Ursache ist vermutlich, dass der kosmische Besucher die Form einer Zigarre hat und taumelnd durchs All rast. 'Oumuamua ist etwa 400 Meter lang, genau messen lässt sich das jedoch nicht. Die Astronomen wissen zwar, wie viel Licht 'Oumuamua reflektiert. Eine exakte Größenbestimmung wäre aber nur möglich, wenn man auch die chemische Zusammensetzung des Himmelskörpers kennen würde. Außerdem müsste man wissen, um welche Achse er sich dreht. NASA-Wissenschaftler beispielsweise halten es nach Beobachtungen mit dem Infrarot-Teleskop Spitzer für möglich, dass 'Oumuamua zehn Mal mehr Licht reflektieren könnte als die üblichen Kometen im Sonnensystem. Andere Untersuchungen kommen dagegen zu dem Ergebnis, das Himmelskörper ein roter, dunkler Brocken ist.

Zigarre oder fliegender Pfannkuchen

Selbst die Form von 'Oumuamua ist umstritten. Seine Helligkeitsunterschiede ließen sich auch erklären, wenn das Objekt wie ein Pfannkuchen aussehen würde. Nahmen die Astronomen diese Form an, konnten sie damit die Bahnabweichungen von 'Oumuamua durch den Einfluss des Sonnenwindes erklärten. Der Himmelskörper wäre dann so etwas wie ein Sonnensegel. So etwas gibt es bisher allerdings nur bei Raumsonden wie der japanischen Sonde Ikarus.

Ist 'Oumuamua ein Raumschiff Außerirdischer?

Astronomen der Universität Harvard zogen deshalb im Herbst 2018 die Möglichkeit in Betracht, 'Oumuamua könnte das Sonnensegel eines Raumschiffs von Außerirdischen sein. Das erregte jedoch Widerspruch anderer Forscher. Es gibt keine weiteren Hinweise, dass der Asteroid in Wirklichkeit ein von einer fremden Intelligenz geschaffenes Objekt ist. 'Oumuamua strahlte beispielsweise keine Funksignale aus, als er wochenlang abgehorcht wurde.

Im Juni 2019 erklärte ein internationales Forscher-Team nach einer Metastudie, alle Besonderheiten 'Oumuamuas seien natürlich erklärbar, es brauche keine Außerirdischen, um das interstellare Objekt zu verstehen. Vielleicht sei der Gesteinsbrocken durch die große Gravitationskraft eines gigantischen Planeten aus seinem Heimatsystem geschleudert worden.

'Oumuamua könnte aus Doppelstern-System stammen

So ein Doppelstern-System könnte die Heimat von Oumumamua sein, vermuten kanadische Forscher.

Ein Forscherteam um Alan Jackson von der Universität von Toronto vermutete zuvor schon Ähnliches: Der Asteroid 'Oumuamua könnte aus einem Doppelsternsystem herausgeschleudert worden sein, als sich dort die Planeten bildeten. In einem System mit zwei Sternen sei das viel wahrscheinlicher als in einem System mit nur einem Zentralgestirn, hatten die Wissenschaftler berechnet. Die Studie des Wissenschaftler-Teams aus Kanada erschien im März 2018 in der Fachzeitschrift "Monthly Notices of the Royal Astronomical Society".

Auf dem Weg in die Ferne

So könnte 'Oumuamua aussehen, vielleicht aber auch ganz anders.

Gewissheit über Gestalt und Herkunft von 'Oumuamua wird man wohl nie gewinnen. Asteroiden und Kometen umkreisen die Sonne auf regelmäßigen Bahnen und kommen irgendwann wieder in die Nähe. 'Oumuamua hingegen ist schon wieder so weit weg, dass auch die stärksten Teleskope ihn nicht mehr sehen. Voraussichtlich 2020 wird er das Sonnensystem verlassen. Vermutlich werden Astronomen aber in Zukunft weitere interstellare Objekte wie 'Oumuamua finden. Möglicherweise erlauben deren Aufbau, Oberfläche und chemischer Zusammsetzung Rückschlüsse auf die Sternensysteme, aus denen sie stammen.

  • IQ - Wissenschaft und Forschung: 'Oumuamua wohl doch kein Ufo. 03.07.2019 um 18:05 Uhr, Bayern 2
  • IQ - Wissenschaft und Forschung: Gesteinsbrocken oder UFO? Spekulationen um Asteroiden Oumuamua. 12.11.2018 um 18:05 Uhr, Bayern 2
  • IQ - Wissenschaft und Forschung: Die Rätsel des Asteroiden Oumuamua. 18.12.2017 um 18:05 Uhr, Bayern 2
  • IQ - Wissenschaft und Forschung: Der interstellare Asteroid 'Oumuamua. 24.11.2017 um 18:05 Uhr, Bayern 2

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mark, Donnerstag, 04.Juli 2019, 08:21 Uhr

10. Besser keinen Kontakt aufnehmen

Ich bin mal wieder sehr erstaunt über die sprachlichen Fähigkeiten unserer UFOlogen. Das ist das, was mich schon immer die Berichte mit höchster Vorsicht genießen ließ, obwohl ich persönlich 2x höchst ungewöhnliche Erscheinungen am Himmel beobachtet habe, die definitiv nichts mit irdischen Fluggeräten gemein hatten - es sei denn, wir wissen nicht, was da so auf Terra entwickelt wird.
Aber mal ehrlich, sollte da etwas intelligentes Leben auf diesem fliegenden Körper existieren, dann wird es sicher geschickter sein, keine Kontaktversuche zu starten. 1. wissen wir nicht, welche Mentalität sie haben. Vielleicht schmeckt ihnen ja auch unser Blut oder Fleisch (wäre übrigens für unsere Fleischesser eine ganz neue Erfahrung). Andererseits hätte ich Bedenken, welchen Schaden wir einem friedlichen extraterrestrischen Volk anrichten können.
Je höher deren Entwicklungsgrad, desto geringer allerdings die Wahrscheinlichkeit der Kontaktaufnahme. Deshalb vermutlich der Verdunkelungsversuch.

schliemanns, Dienstag, 19.Dezember 2017, 21:44 Uhr

9. Oumuamua

@kevin: ihnen ist nicht klar, dass sie an einer Grafik rumforschen die vom Menschen am Computer gemacht wurde? Ich meine, das Bild sieht nett aus hat aber mit dem was man mit diesen Teloskopen sieht absolut nichts gemeinsam. Es ist nicht mal klar ob es jetzt 400 oder 800m lang ist. Die "Rotation" ist eine THeorie aufgrund dessen dass das Objekt alle ca. 7h seine Helligkeit von Stockdunkel auf sehr dunkel verändert hat.
Kapseln... Luken... ja nee, ist klar...

Kevin, Sonntag, 17.Dezember 2017, 12:15 Uhr

8. Auf dem raumschiff ist leben oder abgefeuerte kapseln

Ich denke nach veranschaulichung des bildes und der Nachforschung das dieses raumschiff alles heruntergefahren hat und nicht gesehen werden möchte und an der sonne "getankt" hat.
Oder an dem raumschiff kapseln abgeschossen wurden weil man sieht es ist eine "kuhle" am hinterem teil in der mitte und vorn daher schließe ich das es sich doch um ein raumschiff handelt oder es kommt aus einer kriegerischen Galaxie daher würde ich sagen das man als
1. Wärmebilder aufnimmt
2. Weiterhin belauschen
3. Signale senden (Kontakt aufnehmen)
4.Und wen sich der Verdacht auf ein raumschiff bestätigt dann eine schnelle Sonde hinschicken

Der Schwitzer, Mittwoch, 13.Dezember 2017, 11:10 Uhr

7. FORM

Die Form ist gerade mal außergewöhnlich und sieht aus wie ein Raumschiff aus Star Wars. Ob die Signale echt sind und gesendet werden wir man noch heraus finden, laut der NASA will man die Signale abhören und herausfinden ob es echte Signale sind oder einfach selbst durchsendete Strahlen.?! Sollte man herausfinden dasdie Signale doch unreal scheinen wird man sich ausrüsten und versuchen es vom Weltall holen oder es zu uns an die Erde fordern und dann genauer anschauen. Vielleicht wird man auch mit dem MIlitär handel. Warscheinlich würde dann auf der Erde die Menschheit nicht drauf klar kommen.!"?

Andreas, Freitag, 01.Dezember 2017, 12:43 Uhr

6. Ungewöhnliche Form für einen Astereoiden ...

Augrund der ungewöhnlichen Form des Asteroiden sei die Frage erlaubt: Könnte es sich nicht auch um ein ausser Kontrolle geratenes interstellares Raumschiff handeln? Vielleicht sollten wir ihm eine Sonde nachschicken - was aber aufgrund seiner schnellen Hyperbelbahn fast unmöglich sein dürfte ... schade!