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Echt jetzt? Die Tricks von Fake News-Machern durchschauen

Flüchtlinge pinkeln an eine Kirchenwand? Nein, sie beten. Ein öffentlicher deutscher Bus ist vollbesetzt mit Frauen in Burkas? Nein, es sind tatsächlich nur geschickt fotografierte leere Bussitze. Warum streuen manche solche Fake News? Und was können die anrichten?

Stand: 25.01.2018

Bewusst falsch gedeutete Fotos, Falschnachrichten, teilweise oder komplett erfundene Geschichten – eben Fake News - , die gibt es schon seit Menschengedenken. Doch mit Hilfe des Internets und der Sozialen Medien verbreiten die sich nicht nur extrem schnell, sondern auch weltweit. Aber muss man sich tatsächlich aufregen, über so ein paar Lügen, die Stimmungsmacher im Netz verbreiten? Ja. Muss man. Denn die Erfinder solcher Geschichten verfolgen damit ein Ziel. Ängste werden geschürt, die Menschen mit einer Fülle von Falschaussagen manipuliert, Misstrauen wird gestreut – gegenüber den Politikern, den freien Medien und am Ende gegenüber der Demokratie.

Und das wollen sich so manche Gruppierungen zunutze machen: Gruppen mit extremer Meinung, mit Fremdenhass oder einem speziellen Weltbild. Dafür wird die Streuung sogar professionalisiert: Mit Computern und Menschen, die negative Stimmung und Meinung im Netz durch Hetzparolen und Hasskommentare verbreiten. Hinzu kommen die sogenannten Filterblasen, Algorithmen der Onlineplattformen, die einem immer nur Artikel, Filme und Fotos passend zur eigenen Meinung zeigen. Was hat das für Folgen? Letztlich schwindet das Vertrauen, die Empathie, man wird radikaler und von sich selbst überzeugt. Irgendwann kann das alles für unsere Gesellschaft auch richtig gefährlich werden. Wenn wir nicht bald alle genauer hinschauen …


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