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Alles perfekt?! Die geheimen Muster der Selbstinszenierung auf Instagram

Ein Sonnenuntergang am Strand, eine junge Frau, die Beine überkreuzt, Hand in den Haaren, leichtes Lächeln auf den Lippen: Der perfekte Moment einer ziemlich perfekten Influencerin eingefangen in einem ziemlich perfekten Foto. Oder einfach nur ziemlich perfekt inszeniert, gefiltert und getrickst? Auf Instagram gibt es tausende dieser Fotos. Und sie bekommen tausende Likes. Doch warum ist das so?

Stand: 09.11.2021

80 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland scrollen sich täglich durch die Feeds der angesagten Insta-Influcener. Was sie dabei sehen? Eigentlich immer das gleiche Bild von gutaussehenden Frauen und Männern. Klingt langweilig? Nun ja, hat aber einen riesigen Einfluss auf die jungen Menschen: Wenn man immer die gleichen Bilder sieht, dann kommt im Gehirn eine Message an – nämlich: Das muss so sein. Die meisten lassen sich von der perfekten Vermarktung ganz schön blenden.

Na klar weiß jeder mittlerweile, dass die Bilder bearbeitet sind: Filter werden benutzt, Nasen digital verkleinert, die Beine verlängert, Pickel entfernt, ein paar Kilos wegretuschiert, Zähne aufgehellt und Fältchen wegradiert. Und trotzdem wird dieses Aussehen der Maßstab für viele Jugendliche und sie inszenieren ihre eigenen Fotos nach genau der gleichen Art.

Doch das ist nicht nur wenig abwechslungsreich - sondern auch ein bisschen schade, weil die eigene Individualität ein bisschen zu kurz kommt. Und wenn sich vor allem die jungen Mädchen immer mit den perfekten Influencerinnen vergleichen, dann ist das nicht selten richtig schlecht für das Selbstbewusstsein. Im schlimmsten Fall, das haben Studien gezeigt, fühlt man sich dann selbst einfach nicht gut genug, wird depressiv oder entwickelt eine Essstörung.

Um bewusst und selbstbestimmt mit Insta umgehen zu können, ist es wichtig diese Selbstdarstellungen zu durchschauen. Und wie das geht, zeigen wir Euch – in diesem Video.

Info für Lehrkräfte

Jahrgänge: 5 bis 10
Fach: Ethik, Sozialkunde, Deutsch, Medienkunde, ggf. Psychologie
Medienkompetenzen:

  • Digitale Medien analysieren und einordnen
  • Selbstdarstellung von Influencer*innen in den Sozialen Netzwerken erkennen, kritisch beurteilen und begreifen
  • Erkennen von typischen geschlechterspezifischen Posen und Formen der Inszenierung von Influencer*innen in den Sozialen Netzwerken
  • Eigene Inszenierung in Sozialen Netzwerken gegenüber der Inszenierung von "Influencer*innen" einordnen und reflektieren können
  • Erkennen warum die eigene Inszenierung in den Sozialen Netzwerken problematisch sein kann
  • Chancen zur individuellen Selbstinszenierung in den Sozialen Netzwerken erkennen 

Tipps zur Worterklärung

In der Unterrichtseinheit werden verschiedene Medienbegriffe verwendet. "so geht MEDIEN" bietet in seinem Lexikon erklärende Videoclips dazu an, die optional in der Unterrichtsstunde eingesetzt werden können. 


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