Wissen - Klimawandel


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Der Treibhauseffekt Wie Gase unser Klima aufheizen

Der Treibhauseffekt ist ein natürliches Phänomen. Doch über Generationen hinweg haben wir es aus dem Gleichgewicht gebracht. Jetzt heizt sich unser Planet immer weiter auf. Der Brennstoff dafür: die Treibhausgase.

Stand: 27.11.2018

Satellitenbild der Erde | Bild: picture-alliance/dpa

Das Phänomen wird Treibhauseffekt genannt, weil die Vorgänge auf der Erde denen in einem Gewächshaus ähneln: Kurzwellige Sonnenstrahlung dringt von außen durch die Erdatmosphäre ein und wandelt sich in langwelligere Wärmestrahlung um. Die gelangt nicht mehr vollständig nach draußen, die Erde heizt sich wie ein Treibhaus auf. Wie viel Wärme von der Erde zurück in den Weltraum strahlt kann, hängt von der Zusammensetzung der Atmosphäre ab. Die hat der Mensch jedoch aus dem Gleichgewicht gebracht.

Der Treibhauseffekt in Bildern

So setzt sich unsere Atmosphäre zusammen

Zusammensetzung der Luft

Die bodennahen Schichten der Atmosphäre - unsere "Luft" - bestehen hauptsächlich aus Stickstoff (78,1 %) und Sauerstoff (20,9 %). Das Edelgas Argon macht etwa 0,9 % aus. Obwohl es die Spurengase Kohlendioxid, Methan, Ozon, Wasserstoff und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) zusammen nur auf rund 0,1 Prozent bringen, beeinflussen sie unser Klima erheblich.

Immer mehr Treibhausgase in der Atmosphäre

Seit Beginn der Industrialisierung werden immer mehr Kohlendioxid, Methan und andere sogenannte Treibhausgase in die Atmosphäre transportiert. Je mehr Treibhausgase sich dort befinden, umso weniger langwellige Wärmestrahlung gelangt in den Weltraum und umso stärker und schneller heizt sich die Erde auf. Pro Quadratmeter Oberfläche nimmt die Erde heute fast ein Watt mehr an Energie von der Sonne auf, als sie wieder ins All strahlt. Während der vergangenen 1.000 Jahre war es auf der nördlichen Erdhalbkugel nie so warm wie jetzt. Und die Temperaturen werden noch weiter steigen.

Treibhausgase gelangen in die Troposphäre

Aufbau der Erdatmosphäre

Die kritischen Stoffe gelangen in die Atmosphäre, die gasförmige Hülle um die Erde. 75 Prozent der Gase der gesamten Erdatmosphäre sind in der Troposphäre enthalten. Das Wettergeschehen und die das Klima verändernden Prozesse spielen sich hier ab. Die Troposphäre schließt sich an die Erdoberfläche an und ist rund 15 Kilometer mächtig. Ihr folgt die Stratosphäre. In ihr liegt die Ozonschicht, in der ein Teil der für den Menschen schädlichen UV-B-Strahlung der Sonne absorbiert wird. Die Mesosphäre reicht von 50 bis rund 80 Kilometern Höhe, daran schließt sich die Thermosphäre an. Etwa 500 Kilometer über der Erdoberfläche beginnt die Exosphäre, die fließend in den interplanetaren Raum übergeht.

  • Methan - die verkannte Gefahr. nano, 28.06.2019 um 17:45 Uhr, ARD-alpha
  • Unsere Atmosphäre: 05.02.2019, 14.45 Uhr, alpha-thema "Klimawandel", ARD-alpha
  • Versteckte Klimakiller - Wie man sie vermeidet: 02.06.2018, 06.00 Uhr, Xenius, BR Fernsehen.
  • Weltklima im Wandel: 15.05.2018, 9.30 Uhr, Schulfernsehen, ARD-alpha.
  • Unsere Atmosphäre: 16.04.2018, 9.30 Uhr, Schulfernsehen, ARD-alpha.
  • Kohlenwasserstoffe - Fossile Energieträger: 17.03.2014, 6.30 Uhr, BR Fernsehen.

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