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Zum "Tag des Tigers" Tiger - Gefährliche und gefährdete Raubkatze

Der Tiger ist die größte Raubkatze der Welt. Majestätisch wirkt er, er ist aber auch ebenso scheu. Er lebt in Asien und ist ein gefährliches - und gefährdetes Tier. Einem Löwen würde ein Tiger übrigens niemals begegnen, weil die beiden auf unterschiedlichen Kontinenten zu Hause sind: der Löwe in Afrika, der Tiger in Asien.

Von: Kathrin Reikowski und Simone Wichert

Stand: 29.07.2021

Ein Sibirischer Tiger. | Bild: dpa-Bildfunk/Marcus Brandt

Gelbbraunes Fell mit schwarzen Streifen

Das Fell des Tigers ist gelb-orange-braun und durchsetzt von schwarzen Streifen. Sein Körperbau ist kräftig, schwer und gedrungen. Tigermännchen können mehr als drei Meter lang werden und bringen dann rund 280 Kilogramm auf die Waage. So sind sie bei der Jagd nicht sonderlich schnell. Klick dich durch unsere Bildergalerie und schau dir den Tiger genauer an!

Schwarze Tarnstreifen

Tiger brauchen große Mengen an Fleisch.

Die Streifen im Tigerfell dienen der Tarnung: Sie wirken zum Beispiel wie längliche herunterhängende Blätter oder auch wie hohe Grashalme. Dieses große, kräftige majestätische Tier muss sich natürlich nicht vor Feinden verstecken. Aber es ist von Vorteil, wenn seine Beutetiere es nicht so schnell erkennen. Denn der große schwere Tiger braucht viel Fleisch: 10 Kilogramm können es schon sein! Und er ist kein besonders schneller Jäger, seine Beutetiere dagegen sind oft wieselflink. Sehen sie ihn erst spät, können sie nicht mehr rechtzeitig und schnell genug flüchten.

Graugestreifter Tiger im grauen Gras

Zur Tarnung im Gras oder unter Bäumen muss das Fell von Tigern übrigens nicht grün sein: Die meisten Tiere können keine Farben erkennen, sondern nur Abstufungen von weiß über hell- oder dunkelgrau bis schwarz. Steht also ein Tiger im hohen Gras, verschwimmt für die "farbenblinden" Beutetiere alles zu einem grau-grauen Bild. Den Tiger darin erkennen sie nicht - oder viel zu spät.

Reporterin Anna hat sich auf der indonesischen Insel Sumatra auf die Suche nach dem Sumatratiger gemacht. Der ist extrem selten - ob sie ihn finden wird? Oder hat er sich zu gut getarnt?

Wuchtiger Jäger

Diese drei Sibirischen Tigerbabys erkunden das erste Mal ihre Umgebung in einem Tierpark.

Der Tiger zieht seine Krallen ein und schleicht sich auf Samtpfoten an seine Beute heran. Dann versucht er, sie mit einem ganz kurzen Sprint über den Haufen zu rennen. Das heißt, er stürzt sich auf sein Beutetier, das durch die pure Wucht dieser starken Großkatze meistens einfach umfällt. Oder der Tiger verfolgt sein Beutetier noch einen kurzen Moment und versucht es niederzustrecken, indem er sich entweder in dessen Hinterteil verbeißt oder vorne in den Hals.

Gefährdete Großkatze

Vor ein paar Jahren gab es nur noch etwa 3.200 Tiger in freier Wildbahn, weil sie zum Beispiel für ihr tolles Fell getötet wurden. Doch inzwischen sind es schon wieder fast 4.000 Tiere. Mensch und Tiger brauchen sich gegenseitig: Wenn der Tiger die kleineren Tiere im Wald jagt, dann fressen die nicht alle Pflanzen auf und dem Wald geht es besser. Schließlich braucht der Mensch auch den Wald!

Sollte man so einem Tiger allerdings tatsächlich mal in freier Wildbahn begegnen, dann hilft nur eins: Ruhig bleiben! Denn wer sich bewegt, könnte auch ein Beutetier sein. Also am besten ganz still stehenbleiben - wie ein Baum.


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