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Märchen für Große Snow White & The Huntsman

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Die böse Königin Ravenna (Charlize Theron) ist besessen davon, jung und hübsch zu bleiben und richtet ihr ganzes Leben nach diesem Ziel aus.

Von: Julia Binder Stand: 30.05.2012
Snow White and the Huntsman Filmszene | Bild: BlueBolt/Universal Pictures

Ihre Herrschaft ihr grausam, das Land leidet und es gibt nur eine, die die Untertanen retten kann: Snow White (Kristen Stewart). Denn sie ist schöner als die böse Herrscherin und kann mit dieser Kraft den Fluch beenden. Gemeinsam mit Huntsman (Chris Hemsworth), der eigentlich darauf angesetzt ist, das Mädchen zu töten, zieht Snow White in den Krieg gegen Ravenna. Doch die ist mit magischen Kräften gesegnet.  

Kritik:

Bewertung

Filmbewertung: drei von fünf Sternen | Bild: BR

"Aufwändig!"

Die Märchen der Gebrüder Grimm sind scheinbar aktueller denn je. Bereits die zweite Verfilmung von "Schneewittchen und die sieben Zwerge" kommt in diesem Jahr in die Kinos. Die Macher von "Snow White & the Huntsman" verwenden das bekannte Märchen als Grundgerüst. Alle wichtigen Szenen finden sich im Film wieder, drumherum wurde die Story natürlich aufgepeppt und abgewandelt. Die Sprache sollte wohl einem Märchen angepasst wirken, leider ist die deutsche Synchronisation szenenweise fast lächerlich schlecht.

Fantastische Bilder - inhaltliche Schwächen

Besonders beeindruckend an diesem Drama sind die aufwändigen Settings und die ausdrucksstarken, fantasievollen Bilder. Ein düsterer Zauberwald oder das paradiesische Feen-Land, niedliche Tiere, Trolle, Feen - in vielen Szenen fühlt man sich an andere Filme wie "Alice im Wunderland" oder "Herr der Ringe" erinnert. Was Inhalt und vor allem Figuren angeht, wäre jedoch noch einiges mehr drin gewesen. Zu viele Personen werden eingeführt, dann aber links liegen gelassen, zu viele Ideen verpuffen. Trotz der inhaltlichen Schwächen ist "Snow White" insgesamt gesehen großes Kino, das viel bietet, schnell voran schreitet und Action und Fantasy gelungen mischt.

Durchwachsen

Die Darsteller-Riege liefert durchgehend solide Leistung, wobei die Besetzung nicht ganz nachzuvollziehen ist. Kristen Steward, die nicht mehr als drei verschiedene Gesichtsausdrücke zu bieten hat und weder die Rolle der braven Unschuldigen, noch die der aufwieglerischen Rächerin wirklich überzeugend ausfüllt, kann Charlize Theron in keiner Szene das Wasser reichen. Wer die Schönere der beiden ist, sei dahingestellt. Charlize Theron als grausame Königin spielt eindringlich und bitterböse. Huntsman Chris Hemsworth, dessen Rolle scheinbar nur zum Vergnügen der weiblichen Zuschauer hinzugefügt wurde, füllt seinen Part vor allem optisch überzeugend aus. Für Abwechslung und Spaß sorgen britische Stars wie Ian McShane oder Bob Hoskins als mitfühlende Zwerge.

Fazit: Wer Tim Burtons Version von "Alice im Wunderland" mag, der ist hier genau richtig. "Snow White and the Huntsman" ist ein aufwändig inszeniertes Märchen für Große, das man nicht zu ernst nehmen, sondern einfach auf sich wirken lassen sollte.

Infos:

  • Originaltitel: Snow White and the Huntsman
  • Genre: Fantasy
  • Regie: Rupert Sanders
  • Drehbuch: Evan Daugherty, John Lee Hancock, Hossein Amini
  • Darsteller: Kristen Stewart, Charlize Theron, Chris Hemsworth, Sam Claflin, Bob Hoskins
  • Kamera: Greig Fraser
  • Musik: James Newton Howard
  • Kinostart: 31.05.2012
  • FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

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