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Lodernder Hitzkopf Ghost Rider - Spirit of Vengeance

Einige Jahre sind vergangen, seit der frühere Stuntman Johnny Blaze (Nicolas Cage) einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Und dadurch zum Ghost Rider wurde, der als brennendes Skelett auf seinem Motorrad durch die Nacht jagt.

Autor: Daniel Ronel Stand: 20.02.2012
Filmszene aus  "Ghost Rider: Spirit of Vengeance" | Bild: Filmszene aus  "Ghost Rider: Spirit of Vengeance"

Inzwischen lebt Blaze zurückgezogen, denn nichts fürchtet er mehr, als dass der Ghost Rider in ihm wieder erweckt wird. Doch dann entführt die Armee des Teufels den zehnjährigen Danny (Fergus Riordan), der über besondere Kräfte verfügt. Moreau (Idris Elba), der letzte der Kriegsmönche, die den Jungen beschützten, bittet Blaze um Hilfe. Womit er sich entscheiden muss, denn allein der Ghost Rider könnte den Jungen aus den Klauen des Bösen befreien und die Welt vor dem Verderben retten ... 

Kritik:

Bewertung

Filmbewertung: zwei von fünf Filmklappen | Bild: BR

"Rockig? Eher unfreiwillig komisch!"

Nun ist's amtlich: Nicolas Cage nimmt jedes Rollenangebot an, wenn es nur sein Girokonto ins Plus zieht. Anders ist es nicht zu erklären, warum er seinem allseits bekannten grimmigen Gesichtsausdruck keine Taten folgen ließ - und die Produzenten nicht in die Wüste schickte, wo sie mit ihrem "Ghost Rider 2"-Drehbuch zweifelsfrei hingehören. Stattdessen machte sich der Oscargewinner samt Filmteam auf die Reise nach Rumänien, wo Großteile dieses denkwürdigen Vergnügens gedreht wurden. Und, auch wenn an dieser Stelle nicht unnötig Klischees bedient werden sollen: Ärmlich ist an dieser Produktion fast alles.

Hitzkopf...

Dabei war schon Teil eins der Comicverfilmung vor fünf Jahren mäßig beeindruckend. Hinzugefügt wurde der holprigen Story vom Skelettmann mit dem erhitzten Gemüt nur der Aspekt des zu rettenden Kindes, wie es in "Terminator 2" und anderswo schon zigmal zu sehen war.

...mit mäßigem Effekt

Außerdem wanderten Großteile des Budgets in die Special Effects- und Stuntszenen, weshalb wir es mit einem brennenden Schaufelbagger in XXL und ein paar aufgeblasenen 3D-Effekten zu tun bekommen. Spaß machen die allesamt aber nicht, weshalb sich das B-Movie eher durch 3Bs auszeichnet: brutal, billig, banal.

Fazit: Grau in graues ‚Holter die Polter' mit Ostblock-Mafiosi, einem Gothic-Gegenspieler im Albino-Look und dem Teufel als faltigen Anzugträger. Eigentlich müsste sich Cage für die krude Fortsetzung zu schade sein, aber sein Aufwand hielt sich in Grenzen. Denn als lodernder Totenkopf ist der Ghost Rider überwiegend computeranimiert.

Infos:

  • Originaltitel: Ghost Rider: Spirit of Vengeance
  • Genre: Action, Thriller  
  • Regie: Mark Neveldine, Brian Taylor
  • Drehbuch: Scott M. Gimple, Seth Hoffman, David S. Goyer
  • Darsteller: Nicolas Cage, Ciarán Hinds, Idris Elba, Christopher Lambert, Violante Placido, Fergus Riordan
  • Kamera: Brandon Trost
  • Musik: David Sardy
  • Kinostart: 23.02.2012
  • FSK-Freigabe: Ab 12 Jahren