Naturschutzmärchen Der Lorax
Der 12jährige Ted (Jannik Schümann) lebt in Thneedville, einer Stadt, in der es schon seit langer Zeit keine Bäume und Blumen mehr gibt. Statt dessen ist alles Grünzeug aus Plastik und das letzte Körnchen Erde mit Häusern und Straßen zugebaut.
Da jedoch Teds Traumgirl Audrey sich nichts sehnlicher wünscht, als einmal einen echten Baum zu sehen, bricht Ted auf in die unbekannte Wildnis jenseits von Thneedvilles Stadtmauern. Hier soll der Once-ler (Florian Halm) wohnen, der ihm erzählen kann, wo die Bäume geblieben sind. Als Ted dieser sagenumwobenen Gestalt wirklich begegnet, erfährt er tatsächlich, was vor langer Zeit geschah, als der Once-ler seinen Freund, den Waldgeist "Lorax" (Danny DeVito), im Stich ließ und die wundervoll bunten Truffala-Bäume der Gegend aus reiner Gewinnsucht abholzen ließ …
Kritik:
Bewertung
"Drollig bunt!"
Die Grünen gab's noch lange nicht, da schrieb der amerikanische Kinderbuchautor Dr. Seuss 1971 schon das programmatische Buch zur Öko-Bewegung: "Der Lorax" erzählt von einer Welt, in der die Zivilisation die Natur vollkommen verdrängt hat. Thneedville ist eine klinisch reine Kunststoffwelt, in der echte Pflanzen durch vollautomatische Imitate ersetzt wurden. Sogar die Frischluft wird hier künstlich erzeugt und muss – in Plastikflaschen verpackt – teuer gekauft werden. Natürlich steckt ein fieser Profiteur dahinter: Der habgierige Unternehmer O'Hare – Inbegriff des skrupellosen Kapitalisten. Sein Geschäftsmotto: "Die Menschen kaufen alles, was in Plastikflaschen abgepackt ist."
Pädagogisch wertvoll und unterhaltsam
Eine lehrreiche Fabel für Kinder also: Die Natur ist unersetzlich, spendet Freude und erzeugt obendrein Sauerstoff gratis. Trotz der drohenden Klimakatastrophe hat die Menschheit diese Botschaft ja noch lange nicht so verinnerlicht, dass nicht noch ein paar Filme zum Thema gebraucht würden. Pädagogisch wertvoll ist "Der Lorax" also, so viel steht fest. Aber auch sehr unterhaltsam! Man taucht hier ein in eine bonbonfarbene Fantasiewelt, bewohnt von knuffigen Menschlein mit Kulleraugen und Knollennasen. Der "Lorax" ist ein drolliger Waldgeist mit orangefarbenem Körper und quietschgelbem Schnurrbart, im Original wie in der deutschen Synchronfassung gesprochen von Danny DeVito. Dazu gibt es singende Goldfische und tanzende Bärchen – da schlagen Kinderherzen höher.
Gequälte deutsche Song-Texte
Und auch für Erwachsene geht diese Märchenstunde in Ordnung – bis auf die arg gequälten Texte der Song-Einlagen. In diesem peacigen Film wird der deutschen Sprache in der Übersetzung ganz schön Gewalt angetan … Besser weghören und sich an den a capella summenden Fischlein erfreuen!
Fazit: Buntes, unterhaltsames Pro-Natur-Plädoyer in zeitgemäßer 3 D-Animations-Verpackung.
Infos:
- Originaltitel: The Lorax
- Genre: Animationsfilm
- Regie: Chris Renaud
- Drehbuch: Ken Daurio nach dem Kinderbuch von Dr. Seuss
- Darsteller: Danny DeVito, Florian Halm, Jannik Schümann, Yvonne Greitzke, Olaf Reichmann, Britta Steffenhagen, Barbara Adolph
- Kamera: -
- Musik: John Powell
- Kinostart: 19.07.2012
- FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung

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