Report München


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Journalistenpreis Informatik Auszeichnung für report-Autorin Sabina Wolf

Die Dokumentation "Pässe für Kriminelle: Biometrischer Datenhandel im Dark Web" (DokThema/Story im Ersten) von report Autorin Sabina Wolf wurde mit dem Journalistenpreis Informatik ausgezeichnet.

Von: Redaktion Politische Magazine/Dokumentationen und Redaktion Hörspiel/Dokumentation/Medienkunst

Stand: 06.02.2020 | Archiv

Sabina Wolf | Bild: Bayerischer Rundfunk

"Pässe für Kriminelle"

Team

Mitarbeit: Robert Grantner, Sapna Madan
Kamera: Christoph Castor, Umesh NS
Schnitt: Tom Biederstaedt
Mischung: Marc Steinel
Redaktion: Birgit Engel
Redaktionsleitung: Astrid Harms-Limmer

Die Story im Ersten/DokThema – Dokumentation "Pässe für Kriminelle – biometrischer Datenhandel im Dark Web" von Sabina Wolf wurde in der Kategorie "Video und Multimedia" ausgezeichnet.

Der Film zeigt, dass der Fingerabdruck, die Iris oder die eigene Stimme, diese individuellen, unverwechselbaren Merkmale eines jeden Menschen, längst im Visier von Cyberkriminellen sind. Staatliche Datenbanken mit digitalen biometrischen Merkmalen sind ebenso betroffen wie die private Wirtschaft.

Sabina Wolf belegt erste Fälle von biometrischem Identitätsklau durch Kriminelle und Terroristen und weist nach, dass auch Reisedokumente mit biometrischen Daten im Dark Web angeboten werden.

Die Autorin deckt in ihrem Film auf, dass in Einwohnermeldeämtern die Geräte beim Abnehmen des Fingerabdrucks für Pässe und Personalausweise eine gravierende Sicherheitslücke hatten. Auch aufgrund dieser Recherchen rüsten die deutschen Behörden inzwischen um.

"Dramaturgisch geschickt entlarvt Sabina Wolf eine falsche Sicherheit und klärt eindringlich über die gefährliche Anwendung biometrischer Daten in der Gesellschaft auf. Nachdem man den Beitrag gesehen hat, fragt man sich, ob man wirklich das eigene Smartphone mit seinem Fingerabdruck oder gar seinen Gesichtsdaten entsperren sollte."

Aus der Urteilsbegründung der Jury

"Der Missbrauch biometrischer Daten vernichtet Individualität. Plötzlich gibt es ein Gesicht ein zweites, drittes, viertes Mal? Für Opfer ist das traumatisch. Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, denn sie stellt das Problem ins Rampenlicht. Aus einem Film für Report München wurde in der Redaktion Politische Dokumentationen ein langer Film. Danke an das ganze Team!"

Sabina Wolf, Autorin

"Diese zu Recht preisgekrönte Dokumentation ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir immer wieder versuchen, gesellschaftlich relevante Themen spannend für unsere langen Formate im BR, in der ARD und auf ARTE umzusetzen. Wir freuen uns, dass der Film nicht nur die Zuschauerinnen und Zuschauer, sondern auch die Jury des in Deutschland sehr renommierten Journalistenpreis für Informatik überzeugt hat."

Astrid Harms-Limmer, Redaktionsleiterin Politische Dokumentationen


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