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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.

Themen am 18. Oktober

Lollipop

So heißt Google’s neues Handy- und Tablet-Betriebssystem Android 5, das jetzt fertig ist. Es ist ein 64-Bit-Betriebssystem, unterstützt also mehr als 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. In den nächsten Tagen und Wochen werde die Hardware-Hersteller Updates für ihre Geräte bereitstellen – oder auch nicht. Denn anders als bei PCs müssen Handy-Betriebssysteme für die jeweiligen Geräte angepasst werden. Die IT-Publikation Chip hat zusammengetragen, für welche Gadgets es ein Update auf Lollipop geben wird:

Poodle

Das ist in dem Fall kein mehr oder weniger harmloses Viech, sondern ein Sicherheitsproblem. Wenn man verschlüsselt surft, was sich ja vor allem in öffentlichen WLANs empfiehlt, dann verwendet der Browser dazu in der Regel ein neues, sicheres sogenanntes Transport-Layer-Security-Protokoll. Weil es aber unter den Web-Site-Betreibern auch viele Schlamper gibt, die kein neues eingerichtet haben, unterstützen gängige Browser zur Not halt auch alte, unsichere. Hacker nun können sich in ansonsten sichere Surftouren einklinken und erzwingen, dass Browser und Web-Server über ein altes Protokoll Daten austauschen und die dann manipulieren. Davor warnt unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und empfiehlt das alte, unsichere Protokoll – SSL, Version 3, heißt es - im Browser auszuknipsen. Auf dieser ...

... wie das geht. Und auf der ...

kann man überprüfen, ob es funktioniert hat. Poodle schreibt sich mit doppel-o, d, l, e. Das dle steht für downgraded Legacy Encryption, für eine heruntergestufte Uraltverschlüsselung. Und sowas sollte man nicht verwenden.

Neuer Feuerfuchs

Der Firefox Nummer 33 ist fertig. Einen sehr leistungsfähigen Video-Dekodierer hat er bekommen:

Patchday, die Erste

Microsoft hat Reparatur-Software ins Netz gestellt, die unter anderem eine Zero-Day-Lücke in allen aktuellen Windows-Versionen abdichtet. Zero Day bedeutet, dass eine Lücke von Hackern ausgenutzt wird, bevor es einen Patch dafür gibt. Und besagte Lücke ist ausgenutzt worden, wahrscheinlich von russischen Hackern um NATO-Dienststellen auszuspionieren. Jetzt gibt es den Software-Flicken. Microsoft stuft das Update als wichtig ein. Drei weitere – für den Internet-Explorer, das .net-Framework und wiederum für Windows – seien noch wichtiger. Also die Update-Funktion zu betätigen ist Plicht:

Patchday, die Zweite

Auch Adobe hat repariert, unter anderem den Flashplayer. Die gestopfte Lücke sei extrem gefährlich.