B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags, um 7.40 Uhr, und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.

Themen am 15. Juni

Apple-Music

Die Entwickler-Konferenz von Apple war diese Woche. Das ist die Veranstaltung, bei der Steve Jobs früher zum Schluss immer „one more thing“ gesagt und dann etwa einen iPod oder ein iPhone aus der Tasche gezogen hat. Diesmal ist das Ding nicht gar so spektakulär. Einen kostenlosen Musik-Streaming-Dienst hat der Apple-Chef Tim Cook angekündigt. Kostenlos heißt mit Werbung. Im Herbst soll er starten.

Gnädige Drossel

Die Telekom will ja ab 2016 Vielsurfer ausbremsen. Dagegen hat es Proteste gehagelt. Deshalb soll der Internet-Zugang jetzt in solchen Fallen nicht mehr auf 384 Kilobit pro Sekunde verlangsamt werden, wie ursprünglich geplant, sondern nur auf 2 Megabit pro Sekunde.

Facebook zwitschert

Das soziale Netzwerk führt jetzt auch den Hashtag ein. Das ist das Zeichen, das aussieht wie ein Lattenkreuz, wie man’s von Twitter her kennt. Damit kann man seine Postings verschlagworten, damit sie leichter gefunden werden können.

Patch-Day

Der war wieder am Dienstag. Adobe und Microsoft haben Sicherheitslöcher gestopft. Bei Adobe war’s eines im Flash-Player. Das ist ja überhaupt eines der problematischsten Software-Stücke.

Und dann weist das Unternehmen noch darauf hin, dass es künftig keine Flicken für den Flash-Player Nummer 10 mehr gibt. Der läuft aus. Man sollte also rechtzeitig auf den 11er umsteigen.

Microsoft hat 5 Schwachstellen abgedichtet. Besonders gefährlich ist eine in Office 2003, weil die von Gaunern bereits ausgenutzt wird. Die bauen dann eine spezielle Grafik-Datei in ein Office-Dokument ein, verbreiten es im Internet. Und wer es sich anschaut, auf dessen PC führt das Dokument dann zu einem so genannten Puffer-Überlauf. So nennt man es, wenn ein Programm Daten, mit denen es nicht zurechtkommt, einfach irgendwo hin in den Arbeitsspeicher schreibt. Und wenn die Gauner geschickt sind, dann wirkt es dort als Schadprogramm.

Also Updates zu installieren, ist dieses Wochenende wieder mal Pflicht.

Sicher ist Windows deswegen aber natürlich noch lange nicht. So hat sich etwa ein Google-Sicherheitsexperte sich so sehr über den – wie er es nennt – „silly Microsoft-Code“ geärgert, dass er für eine Schwachstelle einen Exploit geschrieben, also ein Stück Software, womit man diese Schwachstelle ausnutzen kann. Der Exploit kursiert jetzt im Netz. Ob Gauner ihn verwenden ist nicht bekannt. Aber sie könnten es. Denn das Sicherheitsloch ist immer noch offen. - Manche Nerds sind halt recht ruppig.

Behörden-Mail

Ab nächstem Jahr wird man Ämtern auch Mails statt Briefe schicken können. Das sieht das E-Government-Gesetz vor, das seit vorletzten Freitag durchs Parlament ist. Allerdings müssen es so genannte DE-Mails sein. Um so einen Account einzurichten, muss man dem Anbieter seinen Ausweis zeigen, damit niemand den Absender fälschen kann. DE-Mails sind praktisch, aber trotzdem kein Renner. Um der Behörden-Mail auf die Sprünge zu helfen, bietet deshalb einer der Anbieter, die Deutsche Telekom, einen Home-Ident-Service an. Da kommt dann jemand zum Ausweis-Schauen daheim vorbei.