B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 14. Oktober:

KRACK

Ein belgischer Doktor der Informatik hat diese Woche richtig was für sein akademisches Renommee getan. Mathy Vanhoef heißt er - von der Uni in Leuven. Er hat gezeigt, wie man WPA2 knacken kann, die Verschlüsselung von WLANs, wie man sie daheim hat oder in der Firma. Ist aktuell nicht so schlimm, wie sich's anhört. Ein Hacker müsste schon bei einem vorm Fenster stehen und sich richtig gut auskennen. Aber die meisten Cyberkriminellen kommen ja übers Netz, und oft sind's auch keine Blicker, sondern Kleingangster. Also der Angriff aufs WLAN - KRACK hat Mathy Vanhoef ihn genannt - er funktioniert nur, wenn der Angreifer sich im Funkbereich von so einem drahtlosen Netz befindet. Dann kann er den WLAN-Router dazu bringen, zwei mal denselben Einmal-Schlüssel zu benutzen. Und ein Einmalschlüssel heißt halt Einmalschlüssel, weil er nur einmal verwendet werden sollte. Beim zweiten Mal kann der Hacker dann mitlesen.

Was kann man tun? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sagt, man solle sich fürs Online-Banking und Online-Shopping an einen PC mit einem Netzkabel dran setzen. Und die Sicherheits-Updates, die die Hersteller jetzt ins Netz stellen, die sollte man natürlich installieren. Auf heise.de steht, welche Hersteller ihre WLAN-Software schon repariert haben. Das "s" in "https" steht übrigens für sicher. Da wird zusätzlich verschlüsselt. Solche Seiten kann man auch über ein Krack-gefährdetes WLAN ansurfen.

Soweit, so gar nicht so schlimm. In Windows beispielsweise ist die Sicherheitslücke schon am Patchday, Dienstag vor einer Woche, gestopft worden. Was aber, wenn man ein billiges Android-Handy hat? Da bekommt man meist keine Updates für. Man bleibt auf seinen Sicherheitsproblemen sitzen. Und es werden immer mehr.

Und noch’n unangenehmes Thema:

Es heißt Double-Locker, ein Stück Ransomware, Erpresser-Software für Android. Double-Locker hat die IT-Sicherheitsfirma ESET den Schädling genannt. Er ändert die PIN vom Handy und verschlüsselt dann noch Dateien, die darauf abgespeichert sind. Und das macht er so gut, dass wahrscheinlich niemand ein Entschlüsselungs-Tool entwickeln kann. Darauf muss man sich wohl einstellen, dass solche perfekten Trojaner künftig kursieren.

Android-Apps sollte man nur aus Google-Play herunterladen und halt regelmäßig Backups ziehen, also: was man auf dem Handy an Daten hat auf den PC kopieren.

Und die Meldung zum Schluss:

Forscher der chinesischen Akademie der Wissenschaften behaupten, einen Intelligenz-Test für Mensch und Maschine entwickelt zu haben. Und den haben sie auch gleich mal ausprobiert. Ergebnis: Ein sechsjähriger Chinese hat alle geschlagen, die künstlichen Intelligenzen von Google, Microsoft und Apple samt ihren Sprachassistenten fürs Handy - ist doch beruhigend. Und: Apple-User, ihr müsst jetzt ganz tapfer sein: Eure Siri, das Plappermäulchen auf dem iPhone, das ist richtig doof - sagt jedenfalls die chinesische Akademie der Wissenschaften.