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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.

Themen am 19. April

Das BSI warnt

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechni (BSI) warnt vor dem Heartbleed Bug, der Sicherheitslücke in der Verschlüsselungssoftware OpenSSL. Die sei noch lange nicht überall gestopft, so das BSI. Vor allem kleine Webshops würden noch unsichere Krypto-Module verwenden. Ob ein Internet-Laden sicher ist, kann man mit dem Heartbleed-Test auf filippo.io überprüfen.
OpenSSL wird vor allem auf Internet-Servern und Linux-PCs eingesetzt, aber auch auf Routern und Netzspeichern, wie man sie daheim hat. Die Heise-Online-Redaktion hat bei den wichtigsten Herstellern nachgefragt, ob sie fehlerhafte ObenSSL-Versionen einsetzen und die Antworten auf heise.de veröffentlicht.
Und dann warnt das BSI noch vor Mails, die in seinem Namen verschickt werden. Darin ist von "illegalen Aktivitäten" die Rede, die unter der IP-Adresse des Empfängers stattgefunden hätten. Der solle ein pdf-Formular aus dem Netz herunterladen und ausfüllen. Sowas tut das BSI natürlich nicht. Für die Verfolgung illegaler Aktivitäten ist die Kriminalpolizei zuständig. Und auch die schickt in solchen Fällen keine Mails, sondern kommt mit einem Durchsuchungsbeschluss vorbei. Das BSI rät dringend, die Phishing-Mail zu löschen. Und wer sie schon geöffnet hat, der soll einen Virenscanner über seinen Rechner laufen lassen.

Problem-Handys

Sicherheitsexperten der Firma Fire-Eye haben herausgefunden, wie Android-Apps, die keine besonderen Systemrechte benötigen, die also häufig eben mal so installiert werden, wie die das Online-Banking mit dem Smartphone manipulieren können. Noch ist das rein theoretisch. Schad-Software, die das tut, ist nicht bekannt. Und Google hat die Sicherheitslücke auch gleich gestopft. Aber Android-Nutzern nützt das wenig. Denn Updates bekommen die nicht vom Betriebssystem-Entwickler, also von Google, sondern von den Geräte-Herstellern. Und die lassen sich oft Zeit, bzw. haben überhaupt kein Interesse daran, sichere Betriebssystemversionen für Handys bereitzustellen, die sie schon aus ihrem Sortiment genommen haben. Das gleiche gilt für den Heartbleed-Bug. Auch davon sind einige Android-Versionen betroffen, viele aber noch nicht repariert. Auf Google Play steht ein Heartbleed Sicherheitsscanner, mit dem man Android-Geräte testen kann.

Patchday

Der Patchday kommt diesmal nicht von Microsoft, sondern von Oracle. Oracle hat Sicherheitslücken in nahezu allen Java-Versionen gestopft. Man sollte es also auf den neusten Stand bringen. Dabei muss man aber aufpassen, dass man nicht irgendwelche Toolbars installiert und die Standard-Suchmaschine seines Browsers verändert, also auf die Häkchen achten, die beim Java-Installationsprogramm gesetzt sind. Oracle verdient Milliarden mit Datenbanken, Servern und Betriebswirtschaftssoftware, macht aber auch gerne den einen oder anderen Dollar mit Werbung:

Goldner Apfel

Wo fließt eigentlich das ganze Geld hin, das man so für die Computerei ausgibt? Das fragt man sich ja manchmal. Die San Jose Mercury News haben dazu eine schöne Aufstellung zusammengetragen mit Umsatz, Gewinn und Börsenkapitalisierung der Konzerne im Silicon Valley. Ein Ergebnis: Apple hat 2013 mehr verdient als HP, der größte Computer-Konzern, Google und der Router-Bauer Cisco zusammen:

Zeitgeschichte

Einen neuen Youtube-Kanal gibt’s. Das Online-Projekt British Pathé hat ihn aufgemacht mit 3.500 Stunden Filmmaterial aus historischen Nachrichtensendungen und Dokumentationen aus der Zeit von 1910 bis 1976. Prädikat: Sehenswert!