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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Aktuell gemeldet von Achim Killer

Siri hilft im Haushalt

Apples sprachgesteuertes Assistenz-Programm bekommt neue Aufgaben. Laut US-Medien soll es künftig auch zur Steuerung von smart homes und als Benutzerschnittstelle für iPhone-Apps eingesetzt werden. (Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte auf die Meldung links neben diesem Absatz)

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Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Die Themen der Sendung am 28. Mai:

Phishing

Phishing – das Ausspionieren von Passwörtern, es wird zur Zeit von Internet-Kriminellen so intensiv betrieben wie noch nie. Man bekommt beispielsweise eine betrügerische Mail, die einen auf eine bestimmte Website lockt, wo man dann unter einem Vorwand aufgefordert wird, sensible Daten einzugeben, Bankdaten beispielsweise. Die Zahl derartiger Sites im Web ist innerhalb von vier Monaten um 250 Prozent gestiegen. Das sagt das Industrie-Konsortium Anti Phishing Workgroup (APW) – in ihrem aktuellen Report. Die Mails von Online-Bankräubern und anderen Phishern, die werden übrigens immer besser und sehen meist täuschend echt aus. Und auch, wer sich nicht hinters Licht führen lässt, den kann es erwischen. Phisher operieren derzeit verstärkt mit sogenannten Keyloggern, Schadprogrammen, die die Tastaturanschläge mitprotokollieren, die eingetippten Passwörter also. Anti-Viren-Software und regelmäßige Sicherheits-Updates halten Keylogger außen vor.

Das Android-Elend

Sicherheits-Updates – für gewissenhafte PC-Nutzer sind die Pflicht. Bei Android-Handys hingegen sind sie oft unmöglich, weil die Hersteller für bekannte Sicherheitsprobleme keine Reparatur-Software bereithalten. Jetzt ist wieder so ein Fall bekannt geworden. In der so genannten Qualcomm Secure Execution Environment klafft eine gefährliche Lücke. Ein Android in der Version 4.4.4 oder höher muss man auf dem Handy haben. Da ist sie dicht. Diese Versionen aber gibt es für ältere Smartphones nicht. Das gleiche Problem also wie bei der bekannten Stagefright-Lücke. Auch die ist ja bei einem Großteil aller Handys ungestopft. Praktisch bedeutet das: Fast jeder, der ein Android-Gerät hat, das älter als – sagen wir mal – drei Jahre ist, der trägt ein Sicherheitsproblem mit sich herum.

Ein Download-Tipp

Für Android-Smartphones gibt es eine App von Google: "Science Journal", übersetzt etwa: wissenschaftliche Aufzeichnungen. Die liefert die App von technischen und physikalischen Experimenten, die man mit seinem Handy durchführt. Licht, Schall und Beschleunigung kann man damit ja messen und damit experimentieren. Rund 20 Sensoren hat ein gewöhnliches Handy und gibt somit schon ein ordentliches Experimentallabor ab. Google nutzt diese Sensoren, um Daten über die Nutzer zu sammeln, und bedankt sich dafür, indem Google ihnen zeigt, wie man zum Hobby-Forscher werden kann. Ist doch nett!

Google Science steht kostenlos im Webshop Play:

Und ein Surf-Tipp

Nicht nur Telefone sind heutzutage Computer, sondern auch Fernsehgeräte. Smart-TV heißen sie dann, haben einen Internet-Anschluss, und man muss aufpassen, dass sie nicht gehackt werden oder einen ausspionieren. Das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, hat deshalb einen Leitfaden erstellt, wie man Fernsehgeräte mit Internet-Anschluss sicher nutzt. Die wichtigste Regel ist, alle Funktionen, die man nicht benötigt, abzuschalten, die Webcam beispielsweise oder die Sprachsteuerung. Und wenn man mal bloß fernsehen will, dann kann man auch den Internet-Zugriff kappen.