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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Aktuell gemeldet von Achim Killer

Google und Facebook blockieren Extremisten-Clips

Auf bekannten Video-Plattformen wie Youtube und Facebook werden politisch missliebige Videos künftig automatisch erkannt und blockiert. Das meldet Reuters unter Berufung auf namentlich nicht genannte Insider. Dabei nutzten die Internet-Konzerne Techniken, wie sie bereits zum Schutz des Urheberrechts eingesetzt werden. (Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte auf die Meldung links neben diesem Absatz)

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Die Themen der Sendung am 25. Juni:

Ransomware

Erpresser-Software. Um Schadprogramme, die infizierte Rechner sperren und für die Entsperrung Lösegeld verlangen, geht’s auch diesmal in den Online-Nachrichten. Der Krypto-Trojaner Cerber kursiert derzeit in einer E-Mail, die so aussieht, als stamme sie vom Elektro-Discounter Media-Markt. Von einer reservierten CD ist darin die Rede. Die bekäme man jetzt zugeschickt, oder man müsse die Bestellung stornieren. Wer das versucht, über den Link in der Mail, der installiert den Cerber. Dieser verschlüsselt die Dateien auf dem Rechner und verlangt für die Entschlüsselung 500 Dollar.

Krypto-Trojaner

Das macht diese digitale Pest fast immer bei deutschen Surfern: Sie verschlüsselt Dateien. Als Erpresser-Software noch nicht gar so heimtückisch war, da hat sie auf infizierten Computern bloß einen Sperr-Bildschirm eingerichtet. Den hat man relativ leicht umgehen können. Das ist heute anders, schlimmer. 94 Prozent der Ransomware-Angriffe hierzulande sind Angriffe von Krypto-Trojanern. Das haben die Kaspersky Labs ausgerechnet. Einfache Erpresser-Software setzen Internet-Kriminelle noch in Entwicklungsländern ein. In Industrieländern aber rücken sie den Usern mit krimineller High-Tech auf den Rechner.

Krypto-Trojaner mit Pony

Zum Beispiel mit dem RAA-Trojaner. Der tarnt sich als Word-Datei, die per Mail verschickt wird. Er verschlüsselt und verlangt etwas über 200 Euro. Das Fiese jetzt an diesem Stück digitalen Ungeziefer – am RAA-Trojaner – ist, dass er nicht allein ist, sondern mit einem Passwort-Trojaner Namens Pony kommt. Also selbst, wenn es einem Opfer gelingt, den RAA-Trojaner von der Platte zu putzen und die Dateien wieder zu entschlüsseln, ist der Rechner immer noch mit Schad-Software verseucht. Der einschlägige Tipp: Regelmäßige Backups muss man ziehen. Das ist das Einzige, was gegen Erpresser-Software wirklich hilft.

RAT

Remote-Access-Tools, auf Deutsch: Fernwartungssoftware. Der Teamviewer ist die bekannteste, von der gleichnamigen Göppinger Firma. Da ist letzte Woche bekannt geworden, dass sich darüber Internet-Kriminelle Zugriff auf fremde Rechner verschafft haben. Und diese Woche nun hat es die Konkurrenz von Citrix erwischt. GoToMyPC heißt deren Remote-Access-Tool. Da gab’s wohl auch schwerwiegende Sicherheitsprobleme. Jedenfalls hat Citrix diese Woche die Passwörter zurückgesetzt. Bei diesen Tools ist entscheidend, wer sich darüber Remote Access – also Fernzugriff auf den Rechner – verschafft. Ist es ein Kumpel, der sich auskennt, dann kann der vielleicht ein Problem beheben, das man mit dem Rechner hat. Ist es ein Internet-Krimineller, dann macht er den Computer zum Zombie.

Top500

Die Liste der stärksten Supercomputer der Welt. Da ist diese Woche eine neue herausgekommen, eine, die stark von chinesischen Rechnern dominiert wird. Der stärkste heißt Sunway, steht in China, und schafft fast 100 PetaFlOPS – 100 Billiarden Rechenaufgaben pro Sekunde. Mit 10 Millionen Prozessorkernen erledigt er die. Fast bescheiden dagegen der stärkste bayerische Supercomputer, der SuperMUC in Garching – auf Platz 27, knapp 3 PetaFlOPS mit 150.000 Prozessorkernen.