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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.

Themen am 26. Juli

Cookies 2.0

Cookies kennt man, übersetzt: Plätzchen, kleine Dateien, die Websites auf die Festplatten der Surfer schreiben und woran sie sie wiedererkennen. Wenn ein Internet-Konzern Zugriff auf viele Sites hat, wie etwa Google mit seiner Werbe-Tochter Double-Click, dann kann er so umfassende Surf-Profile erstellen. Das Gute an Cookies aber ist, dass man sie einfach löschen kann. Viele Sites setzten deshalb jetzt auf eine Art Fingerabdruck des Browsers. Sie geben ihm eine Zeichenaufgabe auf der Canvas, der Leinwand der Web-Sprache HTML 5. Jeder Browser erledigt die ein bisschen anders, und daran erkennen ihn die Sites dann. Das haben Forscher der Princeton University in New Jersey und der Universität Leuven herausgefunden. Auf www.kuleuven.be – be für Belgien – steht, mit was alles die Werbefritzen einem den Rechner verwanzen.

Staatstrojaner

Das Bundeskriminalamt setzt derzeit keine Trojaner ein. Das war schon bekannt. Und nun hat die Regierung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke geantwortet, dass auch der Militärische Abschirmdienst und der Verfassungsschutz keine solchen Programme verwenden. – Da war doch noch einer, denkt man sich. Genau! Der BND. Dazu wollte sich die Regierung nicht äußern, weil das geheim sei.

Feuerfuchs Nummer 31

Die 31. Version des Firefox steht im Netz. Er verhindert jetzt, dass Schadprogramme ausgeführt werden, die von einigen verdächtigen Sites aus versuchen, die Rechner der Surfer zu verseuchen.

Verschlüsselungs-Weltmeister

An einer Digitalen Agenda strickt die Regierung, also quasi an einem Masterplan, wo’s mit der Computer-Nutzung hierzulande lang gehen soll. Und in Zeiten, in denen nichts einfacher ist, als eine digitale Kopie zu ziehen, wäre es ein Wunder, wenn die Entwürfe für diese Digitale Agenda unter der Decke blieben. Die Publikation Netzpolitik.org hat jetzt einen Entwurf der Digitalen Agenda der Bundesregierung veröffentlicht. Demnach soll Deutschland „Verschlüsselungsstandort Nummer 1“ werden. Verschlüsseln ist immer gut. Die Frage ist bloß wie, ob Ende-zu-Ende, also vom Absender einer Mail bis zum Empfänger, oder bloß vom Nutzer bis zum Internet-Dienstleister. Darüber gehen die Meinungen in der Regierung noch auseinander.

Der Hack der Woche

Ein exquisites Ziel hat sich vor kurzem ein Hacker ausgesucht und 20.000 E-Mail-Adressen von einem Rechner der Europäischen Zentralbank kopiert. Das hat die EZB am Donnerstag eingeräumt. Es handele sich um die Daten von Konferenz-Teilnehmern. Das gehackte System sei von den anderen Computern, denen, die mit Zentralbank-Geld zu tun haben, isoliert gewesen.