B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 16. Dezember:

Betrüger-Mails

Die Vorweihnachtszeit, da haben auch Internet-Gauner Hochkonjunktur. Aktuell warnt die Polizei vor Phishern, vor Leuten, die mit gefälschten Mails versuchen, Passwörter auszuspionieren. Also man bekommt eine Mail scheinbar von eBay oder Amazon beispielsweise. Drin ist ein pdf-Formular oder ein Link zu einer Web-Seite, und da solle man seine Zugangsdaten eintragen. Darf man nicht, weil die Zugangsdaten sonst direkt bei den Betrügern landen. Gegenwärtig rollt so eine Phishing-Welle durchs Netz, bei der Betrüger versuchen, fremde eBay- und Amazon-Konten zu kapern, wohl um darüber dann Waren anzubieten, die’s gar nicht gibt. Bei Mails mit Anhang oder Link muss man grundsätzlich misstrauisch sein. Ja und wenn es einen schon erwischt hat, dann sollte man ganz schnell versuchen sein Passwort zu ändern.

Verschwiegener Feuerfuchs

Vom Datenschutz-Browser der Mozilla-Stiftung gibt’s eine neue Version: den Firefox Klar 4.0 - für Android-Handys und iPhones. Das Besondere am Firefox Klar ist, dass er standardmäßig, also ohne dass man rumfieseln muss, Werbe-Tracker blockiert, die Programme und Dateien, die in Web-Seiten eingebettet sind, um einem hinterherzuschnüffeln. Der Firefox Klar hält die außen vor. Im AppStore und in Google Play steht er.

Zombie-Hirten verurteilt

In Alaska. Drei Männer müssen für mehrere Jahre ins Gefängnis, weil sie für schuldig befunden worden sind, das Mirai-Botnet gebaut zu haben, Hunderttausende mit Schad-Software infizierte IT-Geräte. Bots oder Zombies nennt man die. Und Zombie-Hirten heißen die Kriminellen, die sie übers Netz fernsteuern. Mit Mirai treiben seit über einem Jahr verschiedene Zombie-Hirten ihr Unwesen, bringen Web-Sites zum Einsturz und erpressen deren Betreiber. Das Besondere: Mirai besteht nicht aus PCs wie sonst meist, sondern aus anderen Geräten wie Netzdruckern, Überwachungskameras und digitalen Videorekordern. Das Internet der Dinge nennt man das. Und das ist oft schlecht gesichert. Das nutzt Mirai aus. Und das digitale Ungeziefer vermehrt sich auch noch. Es gibt bereits mehrere Generationen des Schadprogramms.

Neuer SuperMUC

Und noch was Schönes zum Schluss: Das Leibniz-Rechenzentrum in Garching bekommt einen neuen Supercomputer, den SuperMUC Nummer 3. Diese Woche ist der Vertrag dafür unterschrieben worden. Ab nächstem Jahr wird daran gebaut. 13.000 Prozessoren. Die sollen es mal auf eine Leistung von 20 PetaFlOPS bringen, 20 Billarden Berechnungen pro Sekunde. Damit wäre der neue SuperMUC aktuell der drittstärkste Computer der Welt. Noch mächtigere Zahlenfresser gibt’s nur in China. Zwei weitere SuperMUCs stehen schon in Garching. Wissenschaftler brauchen sowas, um die räumliche Struktur des menschlichen Erbguts auszurechen oder das Wetter beispielsweise. Sowas hat seinen Preis: Knapp 100 Millionen Euro kosten die Anschaffung und der Betrieb während der nächsten sechs Jahre.