B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 17. Juni:

Große Politik, große Geschäfte und große Verbrechen

...gab's diese Woche wieder im Netz - ein kurzer Überblick: Der französische Präsident Emmanuel Macron und die britische Premierministerin Theresa May haben sich gemeinsam für die Entschlüsselung der Internet-Kommunikation ausgesprochen, um Terror und Verbrechen zu bekämpfen. Die deutschen Innenminister wollen das auch, insbesondere bei Messenger-Diensten wie WhatsApp. – Der US-Telekommunikationskonzern Verizon hat die Übernahme des einstigen Internet-Pioniers Yahoo abgeschlossen. Yahoo hat zuletzt dadurch Schlagzeilen gemacht, dass sich das Unternehmen eine Milliarde Passwörter hat klauen lassen. 4,5 Milliarden Dollar hat sich Verizon die Skandalfirma kosten lassen. – In Karlsruhe ist ein 30-jähriger Mann verhaftet worden, der beschuldigt wird, das Darknet-Forum betrieben zu haben, auf dem sich der Münchner Amokläufer letztes Jahr seine Waffe besorgt hat. – Und in Thailand hat die Polizei eine Klickfarm ausgehoben. Mit Hilfe von 350.000 Mobilfunk-SIM-Karten haben Gauner von dort aus automatisiert auf Werbebanner geklickt, Konsumenteninteresse vorgegaukelt und abkassiert.

So. Und jetzt zu dem, womit man sich als Surfer ganz praktisch herumschlägt:

Patchday

Jaah! Was interessiert das einen schon, wenn man ein Betriebssystem wie Windows 10 hat, das eh alles alleine macht, ohne den User auch nur zu fragen? – Windows-XP-Anwender sollte es interessieren. Die bekommen normaler Weise keine Sicherheits-Updates mehr. Aber weil der Kryptowurm letzen Monat, Wannacry, weil der die Windows-Welt so erschüttert hat, hat Microsoft diesmal wieder Patches für XP ins Netz gestellt. Die schließen Sicherheitslücken, die künftige Wannacry-Generationen ausnutzen könnten:

Neue Browser

Der Firefox Nummer 54. Dem haben die Entwickler von der Mozilla-Foundation quasi Feuer unterm Hintern gemacht. Schneller läuft er und stabiler. Das liegt an seiner neuen Multiprozess-Architektur – heißt auf Deutsch: Teile des Feuerfuchses werden wie ein eigenständiges Programm verarbeitet. Die können dann unabhängig von einander abstürzen. Und man surft mit dem Rest vom Browser weiter. Er ist stabiler. Und schneller ist er, weil man die einzelnen Teile des Firefox auf mehrere Prozessorkerne verteilen kann. Und davon hat man ja meist mehr, als man ansonsten nutzt: mozilla.org.

Ein weiterer interessanter Browser nennt sich Vivaldi. Der zeichnet sich durch seinen gewaltigen Funktionsumfang aus. Davon ist jetzt die Version 1.10 erschienen:

Raspis schuften in der Mine

Eine Meldung, die zeigt, dass das digitale Ungeziefer vor nichts Halt macht, auch nicht vor Raspberry Pies, preiswerten Bastelcomputern mit ARM-Prozessor. Die werden derzeit von einem Schädling Namens Linux.MulDrop.14 heimgesucht. Der infiziert die digitalen Himbeeren, die Raspberries. Und dann rechnen sie für Cyberkriminelle Kryptogeld aus. Sowas kommt auch bei PCs und Handys vor. Man kann es daran erkennen, dass das Gerät furchtbar langsam wird.