B5 aktuell - Online-Nachrichten

Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet diese Woche über neue Trends im Internet. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Darum geht's in der Sendung am 17. August:

Millionenschaden

200 bis 300  Millionen Dollar kostet die weltgrößte Containerschifflinie Maersk die NotPetya-Epidemie. NonPetya, das war der Verschlüsselungstrojaner, der im Juni von der Ukraine aus Unternehmensrechner infiziert und lahmgelegt hat. Maersk ist eines der am stärksten geschädigten Unternehmen. Wer hinter NonPetya gesteckt hat, ist nicht bekannt. Der Ukrainische Geheimdienst sagt, die Russen seien es gewesen.

Handy-Schädling

Ein besonders fieses Stück digitales Ungeziefer hat sich wieder mal im Cyberspace herumgetrieben, und zwar in Google Play. Also es ist ein Android-Schädling. Die IT-Sicherheitsfirma Lookout hat ihn entdeckt. Sonic Spy heißt er, akustischer Spion, Lauscher, eine Wanze halt. Der Sonic Spy macht denn auch Tonaufnahmen und kann telefonieren und SMSes verschicken. Wenn er anfängt sein Unwesen zu treiben, wird er also Bezahldienste anrufen und Premium-SMSes verschicken. Außerdem spioniert er WLAN-Zugangsdaten aus. Und damit man ihn nicht findet, zeigt er kein Icon auf dem Handy-Bildschirm an. In alternativen Messenger Apps hat er sich versteckt, in Soniac, Hulk Messenger und Troy Chat. Hat Google mittlerweile alle aus seinem Shop genommen. Aber wer diese Apps mal installiert hat, sollte nach dem Sonic Spy suchen. Allzu viele Handys dürfte er nicht befallen haben. Aber die Geschichte zeigt mal wieder, zu was allem digitales Ungeziefer fähig ist – zu nix Gutem jedenfalls.

Und noch’n Tipp für’n Urlaub:

Der Standort-Verlauf – bei Android-Handys: Einstellungen – Google – Standort – Standortverlauf. Aus welchen Gründen auch immer ist der bei den meisten Geräten aktiviert. Und in Ferien ist das auch recht sinnig. Da zeichnet Google alle Touren auf, die man unternommen hat. Und man kann sich’s anschließend auf der Landkarte noch mal anschauen oder die Daten exportieren – im KML-Format. Das steht für Keyhole Markup Language, ein Format für Geodaten, muss man sich nicht merken. Aber unbedingt dran denken sollte man, die Protokollierung seiner Standortdaten anschließend, nach dem Urlaub, wieder zu deaktivieren. Weil: Google zeichnet sonst auch auf, wann man zur Arbeit gekommen ist, wann mal wieder zu spät. Und wenn man mal ein unerklärliches Leistungstief zeigt, präsentiert Google die entsprechenden Standort-Daten von der üblen Spelunke, in der man die Nacht zuvor durchgemacht hat. Und dann lässt man sein Handy rumliegen und es kommt in die falschen Hände. – Sowas kann böse enden. Deshalb: Einstellungen – Google – Standort – Standortverlauf – im Urlaub: ein und ansonsten: aus.