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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Aktuell gemeldet von Achim Killer

Der jahrzehntelang mächtigste Chip-Konzern steigt aus dem Geschäft mit Smartphone- und Tablet-Prozessoren aus. Intel wird seine neuen mobilen System-Chips nicht weiterentwickeln. Der Konzern will sich auf PC- und Rechenzentrums-Bausteine sowie das Internet der Dinge konzentrieren. (Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte auf die Meldung links neben diesem Absatz)

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Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell. Die Themen der Sendung am 30. April:

Digital-Gau

So richtig gefährlich wird es jetzt im Netz. Das sagte der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik Arne Schönbohm diese Woche im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt". Dass Menschen im Internet der Dinge ums Leben kommen, in gehackten Autos beispielsweise, das sei eine reale Gefahr. Dass aber Hacker sich Zugang zu Atomkraftwerken verschaffen und sie zum Explodieren bringen können, das sei Quatsch. Stimmt wahrscheinlich. Aber kaum war es gedruckt, das Interview mit dem BSI-Präsidenten, ist doch tatsächlich Schadsoftware im Kernkraftwerk Gundremmingen entdeckt worden. Nicht in einem Rechner, der etwas mit der Steuerung der Atomanlage zu tun hätte, wie der Betreiber RWE gleich betont hat, aber immerhin: Conficker heißt der digitale Schädling und war mal sehr gefährlich, was allerdings schon lange her ist. Conficker stammt aus dem Jahr 2008, ist also so eine Art Dinosaurier unter den digitalen Ungeziefern. Cyberterroristen verwenden modernere Digital-Waffen. Es war also wohl eher ein dummer Zufall. Wobei sich die Frage stellt, weshalb in so einer gefährlichen Anlage dumme Zufälle passieren können.

Paypal-Konkurrent

Wer ein Girokonto bei einer Sparkasse hat, der kann jetzt mit Paydirekt bezahlen, also mit PIN und TAN im Online-Shop. Der Inhaber des Online-Shops bekommt die Kontodaten seines Kunden dabei nicht zu Gesicht. Paydirekt ist also ein bisschen anonym, nicht so sehr wie das Kryptogeld Bitcoin und erst recht nicht so sehr wie dieses innovative Zahlungsmittel, das im 7. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung von den Lydern entwickelt worden ist und Bargeld heißt. Paydirekt soll so etwas wie die deutsche Antwort auf Paypal werden. Mit den Sparkassen kommen jetzt über 1.000 Ausgabestellen dazu. Das Problem sind die Akzeptanzstellen. Bei gerade mal 50 Händlern kann man derzeit mit Paydirekt bezahlen, darunter ein bekannter Hersteller von Süßwaren. Aber ob’s wirklich ein neues Digitalgeld braucht, um Gummibärchen online zu kaufen, ist doch mehr als fraglich.

Konfigurationstipps für Windows 10

Die Konfigurationstipps kommen von Jörg Klingbeil, dem Datenschutzbeauftragten des Landes Baden-Württemberg. Man solle die sogenannte Werbe-ID in Microsofts neuem Betriebssystem deaktivieren, schreibt er, die Überwachung des Eingabe- und Schreibverhaltens und Etliches andere mehr. Auf 25 Seiten hat er zusammengefasst, wie man Windows 10 so konfiguriert, dass es nicht gar so sehr schnüffelt. Klingbeil hat die Tipps als pdf ins Netz gestellt.