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Tipps und Tricks fürs Internet

Online-Nachrichten Tipps und Tricks fürs Internet

Achim Killer berichtet über neue Trends im Internet, interessante Downloads und Probleme durch aktuelle Viren. Die Online-Nachrichten hören Sie samstags um 7.40 Uhr und als Wiederholung um 9.40 Uhr in B5 aktuell.

Themen am 23. Mai

Protest gegen Zweitschlüssel

Computer-Pioniere, Bürgerrechtler und IT-Unternehmen haben US-Präsident Obama aufgefordert, weiterhin eine sichere Verschlüsselung zu ermöglichen. In den USA nämlich wollen Sicherheitsbehörden ein so genanntes Key-Escrow-Verfahren vorschreiben. Verschlüsselung wäre demnach nur erlaubt, wenn die Behörden einen Zweitschlüssel bekämen. Auch in Deutschland denken einige wohl an sowas. Innenminister De Maizière etwa hat sich gegen Verschlüsselung ausgesprochen, die von Sicherheitsbehörden nicht entschlüsselt werden kann. Amit Yoran, Chef des Krypto-Unternehmens RSA Security, ist aus naheliegenden Gründen gegen Zweitschlüssel. Das verringere das Sicherheitsniveau, sagt er. Und eine Politik, die das mögliche Schutzniveau absenkt, sei eine unkluge Politik.

Digitales Ungeziefer zieht um

Zum mobilen Internet geht der Trend, zu Smartphones und Tablets, und dahin zieht denn auch die digitale Pest. Der BKA-Trojaner, ein Schädling, der persönliche Daten verschlüsselt und für die Entschlüsselung Geld erpresst, bekannt und unbeliebt bei PC-Nutzern, er taucht jetzt vermehrt auf Android-Geräten auf. Die Site www.bka-trojaner.de informiert über Sicherheitsvorkehrungen gegen die Erpresser-Software. Ransomware heißt der Fachausdruck dafür. Und dagegen hilft, Sicherungskopien seiner Daten zu ziehen.

Router-Loch

In vielen Routern klafft eine gefährliche Sicherheitslücke, die von Internet-Gaunern theoretisch ausgenutzt werden kann, um Schad-Programme auf den Geräten ablaufen zu lassen. Auf heise.de stehen Details. Nicht betroffen sind nach Hersteller-Angaben die bekannten Fritzboxes.

Mobil Surfen ohne Werbung

Die Firma Eyeo, die den Werbeblocker Adblock Plus entwickelt, sie arbeitet an einem eigenen Browser für Android-Geräte, der keine Werbebanner durchlässt. Die Firma ist umstritten, weil nicht klar ist, nach welchen Kriterien sie Werbung als lästig einstuft und blockiert und weil sie für’s Nicht-Blockieren Geld verlangt. Aber eine hübsche Begründung hat sie sich ausgedacht, warum Werbung auf Smartphones besonders nervig sei: das „Wurstfinger-Syndrom“. Ein Großteil der Banner auf Handys würde aus Versehen angetapst, weil die Finger halt so dick sind, und das Display so klein. 

Gepfiffene URLs

Eine Erweiterung für Google’s Browser Chrome gibt’s, die auf Wunsch Web-Adressen akustisch per Ton-Folge an Surfer in der Nähe übermittelt - Ein nettes Spielzeug, bei dem es aber auch zu unangenehmen Komplikationen kommen kann.