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Wüsten ganz nah am Meer Küstenwüsten

Trockengebiete - paradoxerweise direkt am nassen Ozean: Diese Wüsten kommen in Küstenregionen vor, die an kalten Meeresströmungen liegen. Da die darüber liegenden kühlen Luftmassen wegen warmer Passatwinde nicht aufsteigen können, bleiben Wolkenbildung und Regen aus.

Stand: 14.06.2017

Blick auf die chilenische Atacama-Wüse vom Pazifik aus - ein Paradebeispiel einer Küstenwüste | Bild: picture-alliance/dpa

Die Sonora ist einzigartig wegen ihrer großen Kakteen. Diese Wüste, die in Mexiko sowie den US-Bundesstaaten Arizona und Kalifornien liegt, hat aber noch eine weitere Besonderheit. Mehrere tausend Kilometer säumt sie die Pazifikküste. Ein großes Trockengebiet direkt am Meer - das gibt es mit der Atacama auch in Chile oder im Süden Afrikas mit der Namib.

Typisch Wüste nah am Ozean: Jahrzehnte kein Niederschlag

Küstenwüste nennt man dieses Phänomen, der Ozean ist der Grund für ihre Entstehung. Das Meer ist in diesen Regionen überdurchschnittlich kalt, weil Strömungen eiskaltes Wasser aus der Antarktis herantransportieren. Dadurch kühlt sich auch die Atmosphäre direkt über dem Meer ab. Über ihr lagern jedoch warme Luftschichten des Passats. Die Folge: Die feuchte Luft kann nicht aufsteigen, Wolkenbildung und damit auch Niederschläge bleiben aus. Obwohl direkt am Wasser, sind diese Küstenregionen extrem trocken. Manche Orte warten seit Jahrzehnten auf einen Tropfen Regen.

Faszination Wüste an der Küste

  • "Die Wüsten der Erde - Beduinen, Sandmeere und ein Schatz aus 1001 Nacht": Folge 1 von 12 am 13. September 2014, um 21.00 Uhr, ARD alpha.

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