Wissen - Klimawandel


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Energiesparen Strom und Geld sparen

Strom ist teuer - und so wie es aussieht, wird sich auch in Zukunft nichts daran ändern. Doch das muss sich nicht zwangsläufig durch ein Loch in Ihrem Geldbeutel bemerkbar machen. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Strom sparen, ohne auf Komfort zu verzichten.

Stand: 10.02.2014

Ob Kühlen, Waschen und Spülen, Fernsehen, Musik oder Beleuchtung - gerade hier lohnt sich Sparen besonders. Wenn Sie genau wissen wollen, wie viel Strom Ihre Haushaltsgeräte verbrauchen: Leihen Sie sich bei einer Verbraucherzentrale oder einem Umweltverband ein Strommessgerät aus und machen Sie sich auf die Suche nach den Energiefressern in Ihrem Haushalt.

Kühlen, Waschen und Spülen

Im Kühlschrank reicht eine Temperatur von fünf bis sieben Grad. Jedes Grad kühler erhöht den Stromverbrauch um sechs Prozent. Regelmäßiges Abtauen von Kühl- und Gefrierschrank sollte sowieso selbstverständlich sein. Waschmaschinen verbrauchen die meiste Energie dafür, das Wasser zu erhitzen. Wenn in Ihrem Haushalt Warmwasser mit Hilfe von Öl, Gas oder Solarenergie bereitet wird, sollten Sie daher die Waschmaschine an die Warmwasserleitung anschließen. Dafür brauchen Sie allerdings eine Maschine mit zwei Wasserzuläufen sowie ein Vorschaltgerät, das das kalte und warme Wasser mischt. So kann der Stromverbrauch um bis zu 70 Prozent sinken. Beim Waschen selbst gilt: Es muss nicht immer 90 Grad sein. 30 und 60 Grad reichen fast immer. In Sachen Sparsamkeit sind die meisten Spülmaschinen dem "Handbetrieb" überlegen - allerdings sollten Sie möglichst immer im Umweltprogramm spülen und nur dann, wenn die Maschine voll beladen ist.

Euro-Label: "A" ist gut, "A+++" ist besser

Achten Sie auf das EU-Energielabel.

Ob Kühlschrank, Spülmaschine oder Waschmaschine - wenn Sie sich ein neues Haushaltsgerät kaufen, sollten Sie unbedingt auf das Euro-Label achten, das seit 1998 auf jedem großen Elektrohaushaltsgerät angebracht sein muss. 2010 wurde das Label grundlegend überarbeitet. Seitdem gibt es auch die Kategorie Fernsehgeräte und die neue Energieeffizienzklasse "A+++".

Das Label teilt die Geräte je nach Energieverbrauch in sieben Effizienzklassen ein - von "A" (sehr sparsam) bis "G" (extrem hoher Verbrauch) - und enthält außerdem wichtige technische Daten wie Wasserverbrauch (Spül-, Waschmaschine) oder Lautstärke (Spülmaschine).

Mit neuen Geräten lässt sich viel sparen. So hat die Iniative Energieeffizienz ermittelt, dass Sie mit einem Kühlschrank von 2010 im Vergleich zu einem Gerät, das zehn Jahre alt ist, pro Jahr 54 Euro sparen. Für Ihren Geldbeutel ist der Unterschied also beträchtlich.

Grundsätzlich ist es wichtig, genau zu überlegen, welche Gerätegröße für Sie die richtige ist. Denn ein 200-Liter Kühlschrank, der nur zu einem Drittel gefüllt ist, verbraucht unnötig viel Strom. Genau so ist es mit einem leer stehenden Vier-Sterne-Gefrierfach.

Geräte in Wartestellung: ein teurer Spaß

Fernseher, Videorekorder, Satellitenempfänger und HiFi-Anlage - in so manchem Wohnzimmer steht ein ansehnlicher Elektropark. Und der verbraucht auch dann Strom, wenn die Besitzer außer Haus sind - bis zu 70 Euro können diese Leerlaufverluste pro Jahr ausmachen. Wenn Sie beispielweise einen Videorekorder, Fernseher und Radiowecker im Stand-by stehen lassen, summieren sich die Kosten pro Jahre auf 40 Euro. Und wer hat nicht wesentlich mehr Unterhaltungselektronik in den eigenen vier Wänden? Deshalb: Ziehen Sie den Stecker, sobald Sie die Geräte nicht mehr nutzen.

Stand-by Verluste (Quelle: Greenpeace)
GerätStand-by Verlust in Kilowattstunden pro JahrZusätzliche Kosten im Jahr in Euro (aufgerundet)
Videorekorder125,923
Fernseher83,215
Radiowecker12,62

Daumen hoch für Energiesparlampen

Greifen Sie zur Energiesparlampe!

Energiesparlampen sind zwar teurer als herkömmliche Glühlampen, aber dafür brauchen sie auch nur etwa ein Fünftel soviel Energie. Von Halogenlampen sollten Sie als Energiesparer die Finger lassen: Sie brauchen zwar deutlich weniger Energie als eine Glühlampe - aber leider reicht eine allein in der Regel nicht aus, um einen Raum auszuleuchten. Und damit ist die Energieersparnis wieder futsch.


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