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Zeitumstellung auf Winterzeit Kerzenlicht und Sonnenschein

In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober wurden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt auf Winterzeit. Das bedeutet: Eine Stunde länger schlafen! Aber freuen Sie sich nicht zu früh: Abends werden Sie die Stunde vermissen.

Stand: 30.10.2017

In der Nacht vom 28. auf den 29. Oktober 2017 wurden um drei Uhr die Uhren um eine Stunde zurückgestellt und Sie durften länger schlafen. Eine geschenkte Stunde? Von wegen! Im Frühjahr haben wir sie verliehen, nun bekamen wir sie zurück. Und zugleich auch frühere Nächte. Doch bringt das Drehen an der Uhr denn überhaupt etwas?

MESZ - Mitteleuropäische Sommerzeit

Tatsächlich ist die Winterzeit die "normale" Zeit. Dass wir uns den ganzen Sommer lang eine Stunde früher aus dem Bett quälen, wurde uns behördlich verordnet und geschieht so alljährlich seit dem 6. April 1980. Nach der Ölkrise 1973 hatte man gehofft, Energie einzusparen, indem man das Tageslicht besser ausnutzt. In dieser Hinsicht hat sich die Neuerung "MESZ" allerdings nicht ausgezahlt.

Zwar wird nun an der Abendbeleuchtung gespart, doch steigt der Energiebedarf in den Morgenstunden – vor allem in den Randmonaten April und Oktober verbrauchen wir nun mehr Energie als vorher, allein, um unsere Wohnungen morgens zu heizen.

Abstimmung

Hätten Sie gerne das ganze Jahr über eine Zeit?

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.

Zeitumstellung in der ganzen EU: Mit Nachbars im Garten sitzen

... und im Herbst wieder eine Stunde zurück.

Neben der Energieersparnis ging es den Deutschen aber auch um das Angleichen an die Nachbarländer. Immerhin stellen Frankreich und Italien schon seit 1966 bzw. 1967 ihre Uhren um. Die Bundesrepublik war mit Dänemark das letzte damalige EG-Land, das sich der Regelung anpasste. In der Europäischen Union wurden schließlich die Zeiten, in denen die Sommerzeit gilt, für alle Länder vereinheitlicht. So stellen wir Europäer seit 1996 alle in der gleichen Nacht unsere Uhren um: immer am letzten Märzwochenende vor und am letzten Oktoberwochenende zurück.

Herren über rund 100 Millionen Funkuhren

Atomuhr CS2 in Braunschweiger PTB

Sie überwachen die gesetzliche Zeit – die Forscher des Fachbereichs Zeit und Frequenz in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. "Wir geben offiziell für Deutschland an, wie spät es ist", so Ekkehard Peik, der Leiter des Fachbereichs. Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit senden die Braunschweiger über einen Funkturm in Mainflingen im Landkreis Offenbach ein Signal, das rund hundert Millionen Uhren vom Wecker bis zur Bahnhofsuhr um eine Stunde zurückspringen lässt. Auch Ampelanlagen und Kraftwerke machen diesen Zeitsprung mit.
Im Braunschweiger Zeitlabor wird unter größten Sicherheitsvorkehrungen mit hochpräzisen Atomuhren gearbeitet. Dabei werden Cäsium-Atome durch Blechzylinder geschossen und mit Mikrowellenstrahlen in eine bestimmte Schwingung versetzt, bei der sich der Zustand der Atome ändert. "Die Frequenz ist der Taktgeber der Uhr", so Peik.

Vergangene (Sommer-)Zeiten

Benjamin Franklin wollte mit der Sommerzeit Kerzen sparen.

So richtig neu war die Idee einer Sommerzeit allerdings auch 1980 schon nicht mehr. Bereits im Jahr 1783 hatte der US-Politiker Benjamin Franklin die Idee, per Zeitumstellung Kerzenlicht einzusparen. In Deutschland gab es den Wechsel von der Winter- auf die Sommerzeit erstmals im Deutschen Reich in den Jahren 1916 bis 1918 und noch einmal zwischen 1940 und 1949. Im Jahr 1947 gab es sogar eine "Hochsommerzeit", die um zwei Stunden von der Winterzeit abwich. Ein kleiner Trost für alle, die unter der Zeitumstellung leiden.

  • "Zeitumstellung: Muss das sein?": 24. März 2017 um 17.30 Uhr in "Abendschau", BR Fernsehen
  • "Zeitumstellung: Wer hat an der Uhr gedreht?": 24. Oktober 2014 um 18.00 Uhr in "Abendschau", BR Fernsehen
  • "Bayern 1-Umweltkommissar: Spart die Sommerzeit Energie?": 27. März 2013 um 5.05 Uhr in "Bayern 1 am Morgen", Bayern 1
  • "6. April 1980: Die Sommerzeit wird eingeführt“: 6. April 2010 um 9.50 Uhr in "Das Kalenderblatt", Bayern 2

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Cosi , Sonntag, 26.März, 06:57 Uhr

18. Uhrumstellung

An der Zeit kann man nix drehen die läuft weiter.
Ich finde die Sommerzeit ist grober Schwachsinn und bringt mir gar nix.
Im Gegenteil die ersten 2 Wochen brauche ich um mich daran zu gewöhnen.
In dieser Zeit passieren die meisten Autounfälle in der Morgenstunde.
Warum muss der Mensch immer wieder den Biorhythmus eines Menschen stören.

Barbara, Samstag, 25.März, 19:38 Uhr

17. Finger weg vom Uhrzeiger!

Es gibt Leute, die müssen alles verdrehen! Sogar am Uhrzeiger drehen die herum! Dadurch, daß der Uhrzeiger eine Stunde vorgedreht wird, wird das ganze Volk zweimal im Jahr sinnlos terrorisiert. Der ganze Biorhythmus kommt durcheinander, sogar die Tiere im Stall werden terrorisiert, sie müssen eine Stunde früher gefüttert und gemolken werden! Wer macht diesem teueren Spuk endlich ein Ende?

Montobeni, Samstag, 25.März, 19:10 Uhr

16. Jedes Jahr das selbe

Es gibt welche die haben den ganzen Tag nichts zutun dann kommen sie auf einen solchen SCHMARM.
Was bringts,garnichts.

macmac, Samstag, 25.März, 09:34 Uhr

15. keine Zeitumstellung sondern Uhrumstellung

...so bescheuert können nur wir Deutschen u. Europäer sein, daß wir meinen mit der Uhrumstellung mehr Zeit für eine Energie-Einsparung zu gewinnen...HahHahHah...Gewinnen tun lediglich die Kapitalgesteuerten Betriebe, die ihren Mitarbeitern suggerieren, daß mehr Arbeit zu mehr Gewinn-Erfolg führt... wie oft müssen Gutachten feststellen, daß die Umstellung der Uhren nicht positiv für Biorythmus und Volksgesundheit sind... die ach so gscheiten Politiker sollten endlich den Mut haben, Blödsinn als Blödsinn zu erkennen und die Uhrumstellung gemäß der MEZ letztmalig festzulegen... Generationen würden es ihnen danken...

Truderinger, Samstag, 25.März, 09:19 Uhr

14. Ich finde die Zeitumstellung sehr gut!

Schade finde ich nur, daß es nur eine Stunde ist. Zwei Stunden wären viel besser!

  • Antwort von R.S., Samstag, 25.März, 18:00 Uhr

    @ Truderinger, sie haben Kinder !?
    Können sie sich nicht mehr an das Theater erinnern, die Kinder in's Bett zu bringen,
    wenn es noch hell ist und der natürliche Schlafrhythmus der Kinder sich partout
    nicht umstellen will.
    Wie ist es bei den Bauern, auch immer das gleiche Theater mit ihren Kühen und dem melken.
    Also ich könnte gut auf diese Umstellung verzichten.
    In der Arbeit war ich die ersten Stunden nur immer der unausgeschlafene Zombie.

  • Antwort von Barbara, Samstag, 25.März, 19:39 Uhr

    Dann drehen Sie doch bitte an Ihrer eigenen Uhr, aber lassen Sie die anderen Leute in Ruhe! Ständig am Uhrzeiger verdrehen, ist eine Terrorisierung des ganzen Volkes!