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Zeitumstellung auf Winterzeit Kerzenlicht und Sonnenschein

Ende Oktober ist es wieder so weit: Die Uhren werden um eine Stunde zurückgestellt auf Winterzeit. Sie dürfen eine Stunde länger schlafen! Aber freuen Sie sich nicht zu früh: Abends werden Sie die Stunde vermissen. Was bringt die Zeitumstellung überhaupt?

Stand: 06.09.2016

In der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2016 werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt und Sie dürfen länger schlafen. Eine geschenkte Stunde? Von wegen! Im Frühjahr haben wir sie verliehen, jetzt bekommen wir sie zurück. Und zugleich auch frühere Nächte. Doch bringt das Drehen an der Uhr denn überhaupt etwas?

MESZ - Mitteleuropäische Sommerzeit

Tatsächlich ist die Winterzeit die "normale" Zeit. Dass wir uns den ganzen Sommer lang eine Stunde früher aus dem Bett quälen, wurde uns behördlich verordnet und geschieht so alljährlich seit dem 6. April 1980. Nach der Ölkrise 1973 hatte man gehofft, Energie einzusparen, indem man das Tageslicht besser ausnutzt. In dieser Hinsicht hat sich die Neuerung "MESZ" allerdings nicht ausgezahlt.

Im Frühling eine Stunde vor ...

Zwar wird nun an der Abendbeleuchtung gespart, doch steigt der Energiebedarf in den Morgenstunden – vor allem in den Randmonaten April und Oktober verbrauchen wir nun mehr Energie als vorher, allein, um unsere Wohnungen morgens zu heizen.

Abstimmung

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Mit Nachbars im Garten sitzen

... und im Herbst wieder eine Stunde zurück.

Neben der Energieersparnis ging es den Deutschen aber auch um das Angleichen an die Nachbarländer. Immerhin stellen Frankreich und Italien schon seit 1966 bzw. 1967 ihre Uhren um. Die Bundesrepublik war mit Dänemark das letzte damalige EG-Land, das sich der Regelung anpasste. In der Europäischen Union wurden schließlich die Zeiten, in denen die Sommerzeit gilt, für alle Länder vereinheitlicht. So stellen wir Europäer seit 1996 alle in der gleichen Nacht unsere Uhren um: immer am letzten Märzwochenende vor und am letzten Oktoberwochenende zurück.

Herren über rund 100 Millionen Funkuhren

Atomuhr CS2 in Braunschweiger PTB

Sie überwachen die gesetzliche Zeit – die Forscher des Fachbereichs Zeit und Frequenz in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. "Wir geben offiziell für Deutschland an, wie spät es ist", so Ekkehard Peik, der Leiter des Fachbereichs. Bei der Zeitumstellung auf die Winterzeit senden die Braunschweiger über einen Funkturm in Mainflingen im Landkreis Offenbach ein Signal, das rund hundert Millionen Uhren vom Wecker bis zur Bahnhofsuhr um eine Stunde zurückspringen lässt. Auch Ampelanlagen und Kraftwerke machen diesen Zeitsprung mit.
Im Braunschweiger Zeitlabor wird unter größten Sicherheitsvorkehrungen mit hochpräzisen Atomuhren gearbeitet. Dabei werden Cäsium-Atome durch Blechzylinder geschossen und mit Mikrowellenstrahlen in eine bestimmte Schwingung versetzt, bei der sich der Zustand der Atome ändert. "Die Frequenz ist der Taktgeber der Uhr", so Peik.

Vergangene (Sommer-)Zeiten

Benjamin Franklin wollte mit der Sommerzeit Kerzen sparen.

So richtig neu war die Idee einer Sommerzeit allerdings auch 1980 schon nicht mehr. Bereits im Jahr 1783 hatte der US-Politiker Benjamin Franklin die Idee, per Zeitumstellung Kerzenlicht einzusparen. In Deutschland gab es den Wechsel von der Winter- auf die Sommerzeit erstmals im Deutschen Reich in den Jahren 1916 bis 1918 und noch einmal zwischen 1940 und 1949. Im Jahr 1947 gab es sogar eine "Hochsommerzeit", die um zwei Stunden von der Winterzeit abwich. Ein kleiner Trost für alle, die unter der Zeitumstellung leiden.


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Kommentare

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Zeitloser, Sonntag, 27.März, 05:19 Uhr

9. Jedes Jahr die gleiche Leier

Die Zeitumstellung sinnvoll oder nicht? - Immer wieder gibt es Studien zur Verträglichkeit oder Unverträglichkeit der Zeitumstellung. Da wundert mich nur, dass die deutschen Reiseweltmeister nicht beim Fernurlaub über die Zeitumstellung meckern. Da scheint es niemand etwas auszumachen, dass der Biorythmus durcheinander kommt. Wenn um 04h die Sonne aufgeht nutzt das niemand. Abends eine Stunde länger hell zu haben, mag Nachteile für Kinder haben, die nicht ins Bett wollen.

Es bleibt noch die Möglichkeit die Zeit nur noch in UTC zu nutzen. Die ändert sich nie ;-)

  • Antwort von Fridolin4, Freitag, 01.April, 15:32 Uhr

    Zu den Reiseweltmeistern: Ihre Aussage ist kein Argument für die Zeitumstellung. Erstens macht man die Reise freiwillig, zweitens fährt man mit der Zeit und drittens ist das ja nur vorübergehend.
    Im Übrigen wird es unabhängig von Sommerzeit / Normalzeit immer zur gleichen Zeit hell oder dunkel. Statt 4 Uhr heißt es dann halt 5 Uhr, statt 20 Uhr 21 Uhr. Deshalb ist es aber bei Sommerzeit nicht 1 Stunde länger hell.

Bernhard, Samstag, 26.März, 21:03 Uhr

8. Zietumstellung

Ich frage mich seit Jahren, wer aus dieser unsäglichen Maßnahme noch Profit herausholt. Irgendeiner muß es sein, denn sonst wäre diese Sinnlosigkeit schon längst in der Versenkung verschwunden. Für mich ist es jedes Jahr dieselbe Katastrophe: 3:00 Uhr aufstehen ist dann 2:00 Uhr; bedeutet 4 Wochen Jetlag und Lebensqualität zum Kotzen. Aber wie es denen geht, die das jämmerliche Land am Laufen halten, hat ja noch nie interessiert.

Claudia, Samstag, 26.März, 19:27 Uhr

7. Sommerzeit die 2te

Heute früh habe ich bereits meine Meinung gesagt, wurde aber nicht gezeigt, weiß nicht warum. Ich hatte es für überflüssig wie einen Kropf gehalten. Denn wenn nur das Biergartenargument zählt, ist es wirklich nicht zwingend, zumal die erhoffte Energie-Einsparung nachweislich aus geblieben ist.

wm, Samstag, 26.März, 12:02 Uhr

6. Sommerzeit

Die Sommerzeit wurde wieder eingeführt um Energie zu sparen.
Zur Zeit der Wiedereinführung der Sommerzeit öffneten die Läden um 09:00 Uhr,um 18:30 Uhr war finito.
Und heute,ab 07:00 Uhr teilweise bis 24:00 Uhr geöffnet.
Am Kern der Sommerzeit,der Energieeinsparung,vorbei!

Walter K., Samstag, 26.März, 10:45 Uhr

5. Sommerzeit

Dieses Umstellen von Winterzeit auf Sommerzeit und umgekehrt das könnte wieder aufgehoben werden. Bringt nichts, außer der Körper hat Probleme.