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Zwischen YouTube und Tagesthemen Was ist Meinung? Was eine Nachricht?

In den wilden YouTube-Welten und Blogosphären des Internets geht es meist nur darum, seinen persönlichen Senf dazuzugeben. Dabei hält der Journalismus eigentlich ein paar Spielregeln bereit, wie man die Meinung richtig sagt.

Stand: 21.03.2017

Im neuen Kommunikationszeitalter kann sich jeder äußern, kommentieren, teilen, eine virtuelle Biographie zulegen. Und so selbst zum Star werden. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die mit diesen technischen Möglichkeiten groß geworden sind, die sogenannten Digital Natives, ziehen ihre Informationen und ihr Weltbild aus den unendlichen Kanälen und Quellen des WWW.

Informationsflut filtern

Was darüber oft in den Hintergrund gerät ist die Fähigkeit, die Informationsflut zu filtern, etwa zwischen subjektiven Meinungsäußerungen und objektiver Berichterstattung zu unterscheiden. Meinung ist oft spektakulärer und unterhaltender als die trockene Darstellung von Fakten. Die persönliche Ansprache und meinungsstarke Auftritte begründen sicher die enorme Attraktivität von Internet-Formaten wie YouTube-Filmen und Blogs.

Spielregeln für Meinung

Auch jeder Journalist trifft subjektive Entscheidungen, zum Beispiel bei der Auswahl, über welche Ereignisse er berichten möchte. Und er muss bei jedem Thema seine eigene Haltung hinterfragen. Doch Subjektivität und Meinung findet im seriösen Journalismus unter bestimmten Spielregeln statt. Es ist klar gekennzeichnet und auf bestimmte Genres und Darstellungsformen begrenzt. Dann stellt sich die Frage: Wie formuliere und präsentiere ich eine Nachricht möglichst objektiv und neutral? Und wie mache ich deutlich, dass ich nun über meine persönliche Meinung spreche?

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