Wissen - Rote Liste


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Bedrohte Pflanzen- und Tierarten

Rote Liste wächst rasant

Die Rote Liste bedrohter Tiere und Pflanzen wächst und wächst - und die Arten sterben schneller, als die Rote Liste aktualisiert werden kann. Experten schätzen, dass pro Tag zwischen 50 und 150 Pflanzen- und Tierarten von der Erde verschwinden. Und das, obwohl sich der Artenschutz seit Jahrzehnten um den Erhalt der Biodiversität bemüht.

Aktionstage

Internationaler Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt

Am 22. Mai wird jedes Jahr der "Internationale Tag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt" begangen - ein Tag der aufrütteln soll. Der Aktionstag der Unesco geht auf den 22. Mai 1992 zurück, als in Nairobi das Übereinkommen zum Schutz der Biodiversität unterzeichnet wurde.

Tag des ArtenschutzesTag des Artenschutzes

Um das rasante Sterben aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen, gibt es auch seit fast 40 Jahren den Tag des Artenschutzes, immer am 3. März. Dieser Tag erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzabkommens im Jahr 1978.

Schwindende Biodiversität bedroht auch uns

Wenn die Artenvielfalt verschwindet, ist das Überleben unseres ganzen Planeten bedroht. Ob ein einzelnes Kraut ausstirbt, scheint von wenig Belang - solange man nicht weiß, wer davon lebt. Das Verschwinden vieler Pflanzenarten beschleunigt das Insektensterben. Bienen und andere Insekten spielen bei einem Drittel der Lebensmittelproduktion eine wichtige Rolle als Bestäuber. Das Aussterben dieser Tierarten werden wir Menschen in Hungersnöten selbst zu spüren bekommen.

Folgen des Artensterbens nicht absehbar

Bei vielen anderen bedrohten Tieren und Pflanzen können wir noch gar nicht ermessen, welche Folgen das Aussterben der jeweiligen Art nach sich ziehen wird. Um das gar nicht erfahren zu müssen, dafür kämpft der internationale Artenschutz seit Langem.

Männlicher Spatz (Haussperling) | Bild: LBV/Dieter Hopf zum Artikel Haussperling Der kleine Spatz wird vermisst

Früher stibitzten sie uns die Brösel vom Tisch. Heute sind in den Städten fast keine Haussperlinge mehr zu sehen. Der Spatz wurde vom Allerweltsvogel zum bedrohten Piepmatz. Woran das liegt, warum er uns fehlt - und was Sie tun können. [mehr]

Großer Panda (Ailuropoda melanoleuca) in der chinesischen Provinz Henan. Der Pandabär ist seit Jahrzehnten auf der Roten Liste der IUCN. Der starke Schwund der Bambuswälder in China hat den Lebensraum der Großen Pandas stark dezimiert. | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio mit Informationen Großer Panda erholt sich Erfolgreicher Schutz einer bedrohten Art

Seit Jahrzehnten steht der Große Panda auf der Roten Liste gefährdeter Arten, geradezu als Sinnbild für bedrohte Natur. Doch jetzt zeigt sich ein Hoffnungsschimmer: Es gibt wieder mehr Pandabären, dank strenger Schutzmaßnahmen und moderner Forschung. [mehr]

Heimische Arten in Gefahr

Feldhamster im Gras | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Niedlich, aber in Gefahr Der Feldhamster stirbt aus

Kleine schwarze Knopfaugen, ein weiches Fell und ein bebendes Schnuffelnäschen: Feldhamster sind niedlich, aber seit Jahren stark vom Aussterben bedroht. [mehr]

Ein Wiedehopf mit Käfer auf einem Baumstumpf. Der Wiedehopf ist in Bayern vom Aussterben bedroht und auf der Roten Liste der Brutvögel | Bild: colourbox.com zum Artikel Vögel auf der Roten Liste Bedrohte Brut- und Zugvögel in Deutschland

Fast die Hälfte aller Brutvögel in Deutschland stehen auf der Roten Liste, viele weitere Vogelarten auf der Vorwarnliste. Vor allem die ganz gewöhnlichen, früher weit verbreiteten Vögel sind gerade im Schwinden begriffen. [mehr]

Der Storch (hier fleigend im Bild) überwintert in Südafrika. | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie mit Informationen Störche in Bayern Der Weißstorch ist zurück

Majestätisch ziehen Störche über den Himmel, lässig stehen sie auf der Wiese. Sie überwintern in Afrika oder Spanien, doch auch in Bayern fühlen sie sich wieder wohl. So sehr, dass das Artenhilfsprogramm eingestellt wird. [mehr]

Artenvielfalt

Skurrile Arten 2016: Tiefsee-Anglerfisch Lasiognathus dinema | Bild: Theodore W. Pietsch/University of Washington/dpa zur Bildergalerie Neu entdeckt Die zehn skurrilsten Arten 2016

Forscher haben wieder ihre jährliche Liste der skurrilsten neuentdeckten Arten veröffentlicht: von miniklein bis riesengroß, durchsichtig bis farbenfroh, ist alles dabei. Lassen Sie sich von der Vielfalt überraschen! [mehr]

Phyllodesmium acanthorhinum | Bild: Foto: Robert Bolland/SUNY College of Environmental Science and Forestry/dpa zur Bildergalerie Neu entdeckt Die zehn skurrilsten Arten 2015

Jeden Tag werden auf der Erde neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Die State University of New York in Syracuse veröffentlicht jedes Jahr die "Top Ten" der bizarrsten Arten. Hier ist die Liste des Jahres 2015. [mehr]

Berichte zum Artenschwund

HANDOUT - Das von der Weltnaturschutzunion (International Union for the Conservation of Nature, IUCN) zur Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt einen auf Neuseeland vorkommenden Nördlichen Streifenkiwi (Apteryx mantelli). Die Art gilt nun nicht mehr als stark gefährdet. (zu dpa «Aktualisierte Rote Liste: Lichtblick bei Kiwis» vom 06.12.2017)  | Bild: dpa-Bildfunk/Neil Robert Hutton zum Artikel Rote Liste aktualisiert Dem Kiwi geht es besser

Manchmal können Menschen tatsächlich wilde Tiere vor dem Aussterben retten. Gelungen ist das nun in Neuseeland. Dort sind zwei Kiwi-Vogelarten nicht mehr stark gefährdet, weil energisch gegen Ratten und Wiesel vorgegangen wurde. [mehr]

Totes Stumpfnasenaffen-Baby, das an seinen Verletzungen verendet ist, nachdem es vom Baum gefallen war, weil Jäger das Mutter abgeschossen hatten. | Bild: picture alliance/AP Photo zum Audio Wildtiere weltweit in Gefahr "Eskalierende dramatische Wilderei-Krise"

Noch nie waren so viele Wildtiere gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Einer der Hauptgründe: die Wilderei. Dazu kommen der Schwund von Lebensraum und der Klimawandel. Gespräch mit Artenschützer Arnulf Köhncke vom WWF. [mehr]

Thailand: Konfisziertes, geschmuggeltes Elfenbein, April 2015 | Bild: dpa-Bildfunk zum Artikel CITES Welt-Artenschutzkonferenz 2016 Positive Bilanz und strengere Schutzmaßnahmen

Im südafrikanischen Johannesburg rangen im Herbst 2016 knapp 200 Staaten um die Zukunft bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Der Schutz von Elefanten, Nashörnern und Löwen zählte zu den zentralen Themen auf der weltgrößten Artenschutz-Konferenz. [mehr]


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Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Zier(-schutz) und weitere Gewächse + Information, Dienstag, 22.August, 21:25 Uhr

7.

Vögel suchen gerne Schutz in Scheinzypressen. Bei guter Pflege empfehle ich immergrünen Schutz in:

Gelbe Scheinzypresse
Chamaecyparis lawsoniana Stardust

Blaue Heckenzypresse Alumii
Chamaecyparis lawssoniana Alumii

Kegel-Lebensbaum
Thuja occidentalis Brabant

Teppichmispel Radicans
Cotoneaster dammeri Radicans

Als Zierde:
Muschelzypresse Nana Gracilis
Chamaecyparis obtusa Nana Gracilis

Lebensbaum Smaragd
Thuja occidentalis Smaragd

Hahnenfuß (Butterblume), und Löwenzahn/Pusteblume, Echte Kamille, Gänseblümchen für Wiesen....Ansonsten Esche, Silberweide, Schwarz-Erlen (alle viel Wasser), Vogelbeere, Mehlbeere.

Zimmer: Gummibaum, Grünlilie, Buntwurz, Fensterblatt

Aus Kernen gedeihen Zitronen, Mandarinen (tragen nach 10 Jahren, aber normal), - Gewächshaus, hell, im Winter nur kühl frostfrei (1-8°C) Pflanzenlampe.
Aus Kernen ziehen geht nicht: Kulturpflaume, Kulturapfel, Kulturbirne (schwachwurzelnder Strauch - verkümmert) - Mit Gärtnern gesprochen

Weitere Wildarten (invasiv und heimisch), Dienstag, 22.August, 21:08 Uhr

6.

Schmetterlingsflieder, Ur-(Wildmais) (Puffmais/Popcorn, --> Azteken, Hühnerspeise?), Wildtomaten, capsum anuum (PAprika),

Künstliche Kleinorangerien (Backsteinumrandungen mit Korkwärmeerzeugungsplatten im Winter für Überwinterung bei 1-8 Grad draußen (Glas?).
Zitrone, Mandarine, Orange, Avocado (problemlos)..
Sandfarmen: Ananas
Hohe Luftfeuchtigkeit? Tropenhäuser (Zoobereich?): Kakaobaum, Vanille (80 Prozent Tropenfeuchte und Schwüle)
Kaffee (coffea arabica), Grüner Malabar-Kardamom (e. cardamomum)

Korkgewinnung aus Korkeichenrinden (Südwesteuropa, Portugal, Spanien).

Schmetterlingsflieder. Wilderbse (ssbsp. elatius, Balkan), Grüner Wild-Spargel (heimisch), Walderdbeere (heimisch), Bärlauch (heimisch), "Hundrose/Wildrose/ Hagebutte/Hagedorn" (rosa canina, heimisch), Sanddorn, Gewöhnliche Heckenkirsche (lonicera xylosteum), in Weinanbau: Schwarze Maulbeere/Pfirsich (Nektarine) Aprikose. Elsbeere, Speierling (aus: Südeuropa), Traubenholunder, Schwarzer Holunder.

Liste heimisch-europäischen Wild-Arten II, Dienstag, 22.August, 20:58 Uhr

5.

Zypressen-Wolfsmilch, Ausdauernder Lein/Blauer Stauden-Lein (l. perenne), Tollkirsche, Rotbuche, Hainbuche, Birke, Weißtanne, Wildpflaume (prunus cerasifera), Weidorn eingrifflig/zweigrifflig, Gewöhnlicher Dptam, Nickende Distel, Silberdistel, Skabiosen-Flockenblume, Wiesenflockenblume, Basilikum, Wurmfarn, Wald-Frauenfarn, Königsfarn, Eufeu, Wilde Waldweinrebe (warme Waldauen, Wildweintraube), ribes nigra, ribes rubra (rote und schwarze Wildjohannisbeere), Vogelkirsche, indigene Schwarzpappel (populus nigra l.), nicht mit kanadischen hybridisiert. Moschus-Malve
Wilde Malve, Gelbklee, Saatmohn, Gemeiner Pastinak, Weißklee, Steinklee, Wundklee (Honigklee), Rotklee, Gemeine Braunelle, Seifenkraut, Knotige Braunwurz
Rote Lichtnelke, Weiße Lichtnelke, Gemeines Leimkraut, Wald-Ziest, Rainfarn, Wiesenbocksbart, Zaunwicke, Acker-Stiefmütterchen, Lavendel, Thymia, Oregano, Salbei, Sternmoos, Wild-Ureinkorn (triticum baeoticum, 10.000), Urdinkel (triticum spelta), Hafer

Heimische Wild-Artenliste 1 , Dienstag, 22.August, 20:53 Uhr

4.

Liste für einen heimisch-europäischen Artenreichtum I:

Stieleiche, Traubeneiche, Sommerlinde, Winterlinde, Echte Walnuss, Zitterpappel/Espe (30 heimische Tagfalter), Esskastanie, Wildbirne - pyrus pyraster, Holzapfel (malus sylvestris), Gewöhnliche weißblühende Roßkastanie, Gewöhnliche Felsenbirne (amelanchier ovalis/rotundifolia)
juniperus communis - Wildform - Gemeiner Heidewacholder, Gemeine Besenheide, Heimische Waldheidelbeere – (Rhododendron-Azaleenerde), Schlehdorn, Wilder Hopfen, Feldahorn, Bergahorn, Spitzahorn, Feldulme, Bergulme, Flatterulme, Himbeere, Brombeere, Faulbaum, Kreuzdorn, Salweide, Korbweide, Reifweide, Gemeines Pfaffenhütchen, Goldregen, Blauer Eisenhut, Roter Fingerhut, Nachtviole, Weißtanne, Waldkiefer/Föhre, Schafgarbe, Kleiner Odermennig, Barbarakraut, Rundblättrige Glockenblume, Kornblume, Flockenblume, Wilde Möhre,, Natternkopf, Wiesen-Bärenklau, Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Acker-Witwenblume, Herbst-Löwenzahn, Margerite, Gemeines Leimkraut

Andreas, Freitag, 09.Juni, 12:50 Uhr

3. Was man machen kann, jeder -

Ich kann nur jedem Raten, alles anzupflanzen, was europäische Vegetationen und anderswo an Wildpflanzen noch erhätltlich ist. Gärten, Parks. Acker, Brachland. Mit langjährigen Stauden, aussaatfähigen, oder Wildbäumen. Land ist das Problem, sonst würde ich schon längst alles begonnen haben. EIn Arboretum für Gärten, und alles andere, Pionoerpflanzen für trockenere Regionen. [Wahlwerbung red. entfernt] Ein paar Wildsamen kosten nur ein paar wenige Euros, sehen auch schön aus, vor allem gibt es Natur pur. Für 500 Euro Smartphone kriegt man massige Bestände.....Die Bayern machen es teilweis enoch ganz okay, in einigen regionen, anderswo geht es radikaler dumm zu. Im Allgäu ist es vl. schön, und die debilen träumen im TV, aber 90 Prozent anderer Orte sehen nicht mehr schön aus.....Dabei kann jeder Idylle wieder auch in seine Nähe holen, wenn man zusammenarbeitet. Gegen Ulmensplintkäfer hilft Holunder. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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