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Das Musikmagazin mit Sol Gabetta

KlickKlack Das Musikmagazin mit Sol Gabetta

Diesmal begleitet KlickKlack Sol Gabetta auf ihrer Südamerika-Tournee mit dem Kammerorchester Basel unter Leitung von Giovanni Antonini. Auf dem Programm standen Saint-Saëns' Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33 und Schumanns Cellokonzert in a-Moll op. 129. Freuen Sie sich außerdem auf musikalische Impressionen aus Montevideo, Buenos Aires und São Paulo sowie auf Begegnungen und Gespräche mit dem Bandoneonspieler Sergio Astengo, mit der Tango-Gruppe "El Astillero" und dem Dirigenten Edilson Ventureli.

Sergio Astengo

In Montevideo trifft KlickKlack den Bandoneonspieler Sergio Astengo und spricht mit ihm über die Geschichte des Tango und über seine Ausprägungen heute. Argentinien nimmt für sich gerne in Anspruch, den Tango erfunden zu haben. Doch er gehört genauso zum Kulturgut Uruguays. Denn geboren wurde der Tango an den Ufern des Río de la Plata. In den Hafenstädten verschmolzen die Musiktraditionen der europäischen Einwanderer und der afrikanischen Sklaven zur Milonga und zum Tango. Obwohl die berühmten Tango-Orchester in Buenos Aires und in Montevideo spielten, haben sich doch regionale Unterschiede herausgebildet. So werden in Montevideo der erste und der dritte Schlag eines jeden Taktes betont. Das macht auch Sergio Astengo mit seiner Gruppe "La Yunta". Mit ihrer Interpretation des Tango treffen die Musiker den Nerv der jungen, selbstbewussten Uruguayer und verhelfen dem Tango so zu einem echten Revival.

El Astillero

Auch Alicia Alonso (Geige), Jacqueline Oroc (Cello), Mariano González Calo und Diego Maniowicz (Bandoneon), Federico Maiocchi (Bass) und Julián Peralta (Klavier) interpretieren Astor Piazzolla & Co. ganz neu. Die Musikerinnen und Musiker kommen eigentlich aus der Rockmusik. Für sie ist der Tango auch eine Lebenseinstellung. 2005 haben sich die sechs zur Gruppe "Astillero" zusammengetan. Seither haben sie drei CDs herausgebracht, zuletzt 2013 das Album “Soundtrack Buenos Aires”.

Giovanni Antonini

Die wichtigste Station der Südamerika-Tournee war für Sol Gabetta Buenos Aires. Denn mit der Hauptstadt Argentiniens verbindet die argentinisch-französische Cellistin russischer Abstammung auch Kindheitserinnerungen. Im grandiosen Teatro Colon trat sie schon als Kind auf. Wird auch ihr Cellolehrer von damals, Leo Viola, im Publikum sitzen? Um zu seinem Unterricht zu kommen, musste Sol Gabetta als Kind extra von Córdoba nach Buenos Aires gefahren werden. Eine halbe Stunde vor ihrem Auftritt im Teatro Colon nimmt sich Sol Gabetta Zeit, um sich mit dem Dirigenten Giovanni Antonini über den prachtvollen Konzertsaal und die einzigartige Akustik zu unterhalten.

Edilson Ventureli

São Paulo gilt als das New York Südamerikas und ist eine Stadt mit großen Gegensätzen. Unermesslicher Reichtum und krasse Armut prallen in der 20-Millionen-Metropole aufeinander. Die Favela Heliópolis ist eines der größten Slums weltweit. Mehr als die Hälfte der Favela-Bewohner ist unter 25. Das "Instituto Baccarelli" ist eine von vielen Organisationen, die versuchen, diesen jungen Menschen eine Perspektive aufzuzeigen. Mit Musikunterricht, Orchester- und Chorarbeit kämpfen der Dirigent Edilson Ventureli und seine Mitstreiter gegen Kriminalität, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit an. KlickKlack besuchte die Jugendlichen in Heliópolis und sprach mit ihnen über ihren Alltag, die Musik und ihre Wünsche für die Zukunft.

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Nächste Sendung: Am 30. Oktober um 23.15 Uhr begrüßt Sie Martin Grubinger im Bayerischen Fernsehen zu einer neuen Ausgabe von KlickKlack.