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Murphys Gesetz Nach Murphys Gesetz geht alles schief

Egal, was man macht: Was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Deswegen landet das Butterbrot immer auf der Butterseite - meinte zumindest vor rund sechzig Jahren der amerikanische Ingenieur Captain Edward A. Murphy. Nach ihm ist ein berühmtes Gesetz benannt.

Von: Susanne Vellmer

Stand: 27.11.2017

Frau isst Butterbrot | Bild: picture-alliance/dpa

Typisch: Morgens, noch etwas verschlafen, schmiert man sich ein Toastbrot mit Butter. Man schaut verträumt in der Gegend herum und schon ist es passiert. Der Toast rutscht aus der Hand oder gar vom Tisch und fällt – wie kann es auch anders sein – auf die Butterseite. Eine Riesensauerei.

Wieder einmal hat "Murphys Gesetz" zugeschlagen. Es heißt: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Deswegen landet das Butterbrot immer auf der Butterseite. Diese Regel hat der amerikanische Ingenieur Captain Edward A. Murphy vor etwa sechzig Jahren beobachtet und aufgeschrieben. Dabei hat er unter anderem Folgendes entdeckt:

Murphy's law

  • 1. Wenn etwas schiefgehen kann, dann geht es auch unweigerlich schief. (Beispiel: Ihr legt aus Versehen das Butterbrot auf der Tischkante anstatt auf dem Teller ab. Es rutscht über die Kante und fällt zu Boden.)
  • 2. Gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie etwas schiefgehen kann, dann passiert es immer auf die Art und Weise, die am schlimmsten ist. (Beispiel: Das Brot landet auf der Butterseite und verursacht ziemlich viel Dreck und Ärger).
  • 3. Hat man alle Möglichkeiten ausgeschlossen, bei denen etwas schiefgehen kann, eröffnet sich sofort eine neue. (Beispiel: Beim Ablegen des Brotes habt ihr genau hingeschaut, der Teller steht auf dem Tisch – aber dann: Der Kakao fehlt. Ihr steht auf, um ihn zu holen und bleibt mit dem Ärmel am Teller hängen. Der Teller fällt runter, das Butterbrot landet auf der Butterseite).

Oder doch die Schwerkraft?

Es gibt aber neben Murphys Gesetz auch noch eine andere Erklärung, warum das Butterbrot auf der Butterseite landet. Manche Wissenschaftler sagen, dass es einfach an der Schwerkraft und der Höhe unserer Tische liegt. Das Brot fällt etwa immer von derselben Höhe hinunter, weil unsere Tische alle die gleiche Höhe haben. Damit Stuhlhöhe und Tischhöhe gut zusammenpassen und man bequem am Tisch sitzen kann, gibt es für unsere Tische eine Norm: In etwa soll ein Tisch 76 Zentimeter hoch sein. Genau von dieser Höhe landet das Brot jedoch immer auf der Butterseite: Weil das Brot schräg abkippt, fängt es an sich zu drehen, während es runterfällt, und es schafft eben genau eine halbe Drehung, bis es auf dem Boden aufschlägt.

Nicht der Belag, die Größe macht's

Es ist ziemlich egal, was man aufs Brot draufschmiert, es landet einfach auf der belegten Seite. Wenn man aber ein kleineres Brot nimmt, passiert was anderes: Es landet auf der unbelegten oder unbeschmierten Seite. Und auch wenn man das Brot aus größerer Höhe hinunterwirft (zum Beispiel aus dem Fenster), landet es auf der Brotseite.

Murphy hat gar nicht recht

Das Butterbrot fällt gar nicht immer auf die Butterseite. Wir sollten vielleicht einfach an höheren Tischen speisen oder kleinere Brote zu uns nehmen. Und noch etwas: In Murphys Gesetz steht auch, dass wir uns eher an die schlimmen Momente erinnern. Das Brot kann 1.000 Mal auf die richtige Seite fallen, fällt es aber ein Mal auf die Butterseite, dann denken wir daran noch ziemlich lange!


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