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Zecken Zecken entfernen - aber richtig!

Um eine Borreliose-Infektion und das Risiko einer FSME-Erkrankung zu minimieren, sollte die Zecke möglichst rasch entfernt werden. Das ist aber gar nicht so einfach.

Stand: 04.05.2020

Auf gar keinen Fall sollte man die Zecke mit Öl oder Klebstoff beträufeln. Zwar sterben die Tiere dabei, doch im Todeskampf "übergeben" sie sich - und pumpen so die Borreliose-Erreger erst recht ins Blut.

Die richtige Pinzette

Eine Pinzette ist das richtige Instrument, um eine Zecke fachgerecht zu entfernen. Sie sollte schmale Enden haben, die nicht zu scharf sind. Damit greift man die Zecke nahe der Hautoberfläche, also an ihrem Kopf, und zieht sie langsam, aber gleichmäßig und ohne zu drehen aus der Haut. Die Zecke sollte nie am vollgesogenen Körper gefasst werden, denn dabei wird sie gequetscht und der "Inhalt" in die Blutbahn gedrückt. Scharfe Pinzetten können dazu führen, dass Teile des Kopfs oder des Saugapparats abreißen und in der Wunde verbleiben. Das ist an sich nicht schlimm, denn die Teile werden vom Körper irgenwann abgestoßen. Im schlimmsten Fall jedoch kann es zu Entzündungen führen.

Zecken vermeiden - Zecken entdecken

Einen gewissen Schutz vor Zecken bietet geschlossene Kleidung - feste Schuhe, lange Hosen und lange Ärmel. Wer seine Socken über die Hosenbeine zieht, erschwert den Blutsaugern die Wanderung zu einem warmen und weichen Stückchen Haut. Auch wer sich nach einem Aufenthalt im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz nach Zecken absucht, hat gute Chancen, nicht gestochen zu werden. Denn meist brauchen die Tiere ein Weilchen, bis sie den passenden Ort für ihre Mahlzeit gefunden haben. Kinder sollte man deshalb nach dem Spielen im Freien immer gründlich untersuchen. Zecken lieben besonders dünne Haut - zum Beispiel in den Kniekehlen, an den Ohren und Hals, unter den Achseln und im Genitalbereich.


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