Liebe und Geschenke Warum feiern wir den VALENTINSTAG?

Stand: 11.02.2021

Valentinstag - das Fest der Liebenden. Zeit, mal wieder daran zu denken, dem Partner oder der Partnerin seine Liebe auch zu zeigen. Am besten mit Blumen - so will es die Tradition. Aber woher kommt dieser Brauch und wer war eigentlich Valentin?

Postkartenmotiv zum Valentinstag um 1900 | Bild: picture alliance  imageBROKER  bilwissedition

Manche fiebern dem Valentinstag entgegen und ziehen alle Register der Romantik, andere verwerfen ihn als kommerziellen Quatsch. Auch wenn viele meinen, dass es keinen besonderen Tag braucht, um seine Liebe zu beteuern, machen sie Geschenke - und sei es nur um des lieben häuslichen Friedens willen.

Top Geschenke Das wird am Valentinstag heuer verschenkt

Valentinstag Geschenke Infografik | Bild: colourbox.com/BR

Corona Distanz oder Nähe?

Valentinstag - Postkartenmotiv um 1900 | Bild: picture alliance / imageBROKER | bilwissedition

Liebesbekundungen zum Valentinstag anno 1900

Glücklich ist, wer dem Partner oder der Partnerin am Valentinstag persönlich ein Geschenk überreichen kann. Aber womöglich machen es die Corona-Maßnahmen heuer unmöglich, sich zu sehen? Das ist zwar bitter, wo Nähe so wichtig ist, aber unerlässlich für die Eindämmung der Pandemie. Wie wäre es mal mit einem Brief - wie in alten Zeiten, in dem man seine Liebe in handgeschriebenen Lettern bekundet? Romantischer geht es heutzutage kaum. Virtuelle Hilfsmittel wie Videotools sind zwar auch eine Möglichkeit, aber lange nicht so besonders und nachhaltig.

Tradition Woher kommt der Valentinstag?

Postkartenmotiv um 1900 zum Valentinstag - ein Paar küsst sich | Bild: picture alliance / dpa-Zentralbild / our-planet.berlin-Heinz Krimmer | Heinz Krimmer

Blumen zum Valentinstag - der Klassiker schon um das Jahr 1900, wie das Postkartenmotiv belegt.

Der Valentinstag wurde als Fest der Jugend und der Liebenden seit dem späten 14. Jahrhundert zunächst in Frankreich und England begangen. In England wurden sogenannte "Valentinspaare" gebildet, die sich gegenseitig kleine Geschenke oder Gedichte schickten. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten, und so kam er durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg in den westlichen Teil Deutschlands. 1950 veranstaltete man in Nürnberg den ersten "Valentinsball". Von da an verbreiteten sich die Bräuche des Valentinstags über ganz Deutschland.

Namensgeber Wer war der heilige Valentin?

Der heilige Valentin - Namensgeber des Valentintags | Bild: picture-alliance / akg-images | akg-images

Der heilige Valentin - Namensgeber des Valentintags

Der Brauch, einem geliebten Menschen am Valentinstag etwas zu schenken, entstand aus Heiligenlegenden und antiken Traditionen. Darüber gibt es viele Spekulationen. Namensgeber für den Valentinstag scheint der heilige Valentin zu sein. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom und traute Liebespaare im Widerspruch zum römischen Recht nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II. das verboten hatte. Und er schenke den Paaren sogar noch Blumen aus seinem Garten. Die Ehen dieser Paare standen der Überlieferung nach unter einem besonders guten Stern. Daher der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken. Am 14. Februar 269 wurde der Geistliche auf Befehl des römischen Kaisers Claudius II. enthauptet.

Martyrium des Heiligen Jahrhunderte ein kirchlicher Gedenktag

In der katholischen Kirche war der Valentinstag lange ein Gedenktag, der von Papst Gelasius I. im Jahr 469 eingeführt worden war. An diesem Tag wurde des Martyriums des Heiligen gedacht. 1969 wurde der Tag aber aus dem römischen Generalkalender gestrichen, weil die Person des Valentins historisch nicht belegt werden kann. Beide Kirchen aber scheinen den Valentinstag für sich wiederentdeckt zu haben, denn sie nehmen den 14. Februar zum Anlass für besondere Segnungsgottesdienste.

Konsum Kleine Geschenke erhalten die Liebe

Das scheinen zumindest manche der Liebenden zu glauben. Laut einer repräsentativen Umfrage von Simon-Kucher & Partners, Strategy & Marketing Consultants, werden in diesem Jahr Dreiviertel aller Befragten am Valentinstag Geschenke machen. Dafür wollen sie genauso wie im Jahr zuvor im Schnitt 50 Euro - oder sogar mehr - ausgeben. Der Tag der Liebenden ist so in jedem Fall auch ein Tag der Händler. Wie jedes Jahr verspricht sich der Einzelhandel vom Valentinstag ein Milliardengeschäft, wenn auch heuer unter erschwerten Bedingungen.

Corona Krise für die Blumenhändler?

Am Valentinstag schenken sich Paare - nach dem Vorbild des heiligen Valentins - meistens Blumen. Landläufig geht sogar das Gerücht, dass die Blumenhändler den Valentinstag erfunden hätten. Das stimmt zwar so nicht, aber wenn es den heiligen Valentin nicht gegeben hätten, wäre das sicher eine gute Idee gewesen. Denn der Tag der Liebenden spült eine Menge Geld in die Kassen der Blumenfachgeschäfte und steigert ihre Umsätze um bis zu 200 Prozent, so Nicola Fink vom Fachverband Deutscher Floristen. Dieses Jahr ist aufgrund des Corona-Lockdowns alles schwieriger, aber zumindest Click & Collect dürfen die lokalen Blumenhändler am Valentinstag anbieten.

Geschenke Einkaufen in Zeiten des Corona-Lockdowns

Valentinstag Geschenke | Bild: colourbox.com/BR

Blumensprache Aufgepasst bei der Wahl der Blumen

Klassiker beim Blumenkauf sind immer noch rote Rosen. Sie sagen "Ich liebe Dich". Bei anderen Blumen muss der Schenkende allerdings gehörig aufpassen, dass er oder sie nicht versehentlich eine beziehungserschütternde Botschaft übermittelt.

Valentinstag Andere Länder, andere Sitten

Wohlgesprochen Kann Liebe schöner definiert werden? 

Agatha CHRISTIE, britische Schriftstellerin und Margaret LOCKWOOD, britische Schauspielerin in London am 04.09.1956. | Bild: picture alliance / Keystone | Keystone

"Nichts ist beglückender, als den Menschen zu finden, den man den Rest des Lebens ärgern kann."

Die britische Schriftstellerin Agatha Christie, die mit ihrem zweiten Ehemann Max Mallowan 46 Jahre verheiratet war.

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