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Haustiere im Winter So überstehen Hund, Katze und Vogel den Winter

Braucht der Hund Winterkleidung? Friert die Katze bei Minusgraden? Dürfen Kaninchen bei Kälte ins Freie? Hier ein paar Grundregeln für ungetrübten Winterspaß bei Hund, Katze und anderen Haustieren.

Stand: 16.02.2021

Hunde sind dank ihres Fells im Winter gut gegen eisige Temperaturen gerüstet. | Bild: picture-alliance/dpa

Die meisten Hunde sind mit ihrem Fell bestens gerüstet gegen Kälte. Bewegung im Freien macht den Tieren Spaß und tut ihnen gut - auch bei Frost. Hunde sollten aber wirklich permanent in Bewegung sein, um warm zu bleiben. Lassen Sie Hunde bei Minusgraden nicht auf dem Boden sitzen, zum Beispiel angeleint vor dem Bäcker. Es drohen Blasen- und Nierenentzündungen. Ist es sehr kalt, sollten Sie lieber kürzer mit dem Hund raus gehen und dafür öfter. Extra Winterkleidung brauchen die meisten Hunde nicht. Nur für kranke, schwache Tiere oder Hunde mit extrem wenig und kurzem Fell sind Hundemäntel in der richtigen Größe sinnvoll.

Hundebekleidung kann im Winter sinnvoll sein

Hundekleidung im Winter ist kein Muss, aber ein Kann. Fragen Sie im Zweifelsfall den Tierarzt.

Normalerweise reicht dem Hund das Fell als Wärmeschutz, extra Winterkleidung ist nicht nötig. Nur für kranke, schwache Tiere oder Hunde mit extrem wenig und kurzem Fell sind Hundemäntel in der richtigen Größe sinnvoll. In Internet-Foren wird heftig über das Pro und Contra von Hundebekleidung gestritten. Während die einen davon berichten, dass ihre Hunde schon nach den ersten Schritten in der Winterluft zu zittern beginnen, kommen andere Kleinhunde mit spärlicher Behaarung auch ohne Mantel mit den winterlichen Temperaturen zurecht. Letztlich muss jeder Halter für seinen Vierbeiner selbst entscheiden, ob ein Mantel angebracht ist. Herrchen oder Frauchen kennt das eigene Tier (hoffentlich) am besten.

Hundepfoten im Winter pflegen

Hunde haben häufig viel Fell zwischen den Zehen, an dem Schnee hängen bleibt. Deshalb sollte man die Haare zwischen den Zehen kürzen. Außerdem ist die Pflege der Fußballen wichtig: Man sollte sie vor allem im Winter regelmäßig mit Melkfett oder spezieller Pfotencreme einreiben, dann bleiben sie geschmeidig und auch Streusalz kann ihnen nicht mehr viel anhaben. Ist der Hund durch Streusalz gelaufen, sollte man nach dem Spaziergang seine Pfoten mit Wasser abwaschen und das Tier gut abtrocknen.

Schnee kann Hunde krank machen!

Hunde sollten im Winter nicht zu viel Schnee fressen.

Hunde haben Schnee zum Fressen gern. Eiskalter Schnee reizt jedoch sowohl den Rachen als auch den Magen. Die gereizte Schleimhaut ist dann ein idealer Nährboden für Bakterien, die im Schnee enthalten sind. Obwohl er schön weiß aussieht, ist Schnee eine Brutstätte für Keime. Im schlimmsten Fall kann das Schneefressen nicht nur zu Schmerzen und Erbrechen, sondern auch zu Durchfall sowie Magen- und Darmentzündungen führen.

Tipp: Hund sollte vor dem Schneespaziergang fressen und trinken

Ein kleiner Trick: Den Hund nicht mit leerem Magen in den Schnee schicken! Wenn er schon eine Kleinigkeit gefressen hat, kann der eiskalte Schnee den Magen nicht so schnell reizen. Und der Hund sollte vorher schon etwas getrunken haben, damit er nicht versucht, seinen Durst mit Schnee zu löschen.

So haben Hunde Spaß im Winter

  • Regelmäßig Pfoten pflegen.
  • Bei Schnee Eisklumpen von den Pfoten entfernen.
  • Nicht zu viel Schnee fressen lassen.
  • Immer in Bewegung bleiben.
  • Nach Kontakt mit Streusalz die Pfoten waschen.
  • Nach dem Spaziergang das Fell gut abtrocknen.
  • Vorsicht bei Glatteis: Auch Hunde können ausrutschen und sich Knochen brechen oder Bänder zerren.

Katzen im Winter

Katzen möchten immer selbst entscheiden - vor allem im Winter, wenn es draußen kalt ist.

Während Hunde mit Vergnügen bei fast jedem Wetter draußen toben, sind Katzen doch eher wetterempfindlich. Außerdem bestimmen sie natürlich immer selbst, was ihnen gut tut. Katzen lieben es, sich im Warmen einzurollen und den Tag zu verschlafen. Lassen Sie die Tiere entscheiden, ob sie rein oder raus wollen. Wenn Katzen rausgehen, sollten sie jederzeit die Möglichkeit haben, ins Haus zurückzukehren. Wie bei Hunden gilt bei Katzen auch: Die Pfoten von Streusalz befreien und besser nicht zu viel Schnee fressen lassen.

Winter-Tipps für Kaninchen und Meerschweinchen

Meerschweinchen brauchen draußen einen winterfesten Stall und die richtige Nahrung.

Kaninchen und Meerschweinchen können im Winter draußen in einem Stall bleiben. Vorausgesetzt, sie sind nicht alt, schwach oder krank. Und wenn man ihnen ein bisschen hilft: Die Tiere sollten konstant draußen bleiben, dann wächst ihnen ein dichtes Winterfell. Ihr Stall muss winterdicht gemacht werden: Er sollte gut isoliert, trocken und sauber sein. Die Tiere brauchen viel Einstreu, Stroh und Heu, um sich eine warme Höhle zu bauen.

Vitaminreiches und nahrhaftes Futter mit Hafer, Wurzelgemüse und Pellets ist in der kalten Jahreszeit sehr wichtig für Nagetiere im Freien. Das Trinkwasser darf nie einfrieren. Wärmespiralen gibt es im Fachhandel.

Kanarienvögel, Wellensittiche und Co. im Winter

Eine Außenvoliere für Wellensittiche im Winter? Kein Problem!

Kanarienvögel, Wellensittiche und Zebrafinken können in der Außenvoliere bleiben. Bis zu einer Temperatur von minus sieben, bei Kanarien sogar bis zu minus zwanzig Grad, sollte es keine Probleme gebe. Die Tiere halten Winterruhe, erholen sich also in der kalten Jahreszeit und bereiten sich auf die Brut im Frühjahr vor. Die ideale Unterbringung ist eine Freivoliere mit angebautem Schutzhaus. Es sollte frostfrei gehalten werden - durch wärmegedämmte Wände und eine Heizanlage, die über einen Thermostat geregelt ist. Notfalls können Ziervögel auch ohne Heizung in einem Schutzhaus überwintern, wenn mehrmals täglich das Trinkwasser gewechselt wird. Zusätzlich brauchen sie fettreiches Futter.

Fische im Teich im Winter

Für Goldfische ist die Tiefe des Gartenteichs entscheidend.

Goldfische können im Teich überwintern, wenn er mindestens 80 Zentimeter tief ist. Exoten gehören ins Aquarium und müssen langsam umgewöhnt werden: Die Wassertemperatur nur schrittweise erhöhen. Anfangs viel Teichwasser verwenden, das nach und nach ausgetauscht wird. Fische haben im Winter einen stark reduzierten Stoffwechsel. Ab einer Wassertemperatur von zehn Grad fressen sie nichts mehr.

Vor Wintereinbruch den Teich gründlich reinigen und Laub sowie abgestorbene Pflanzen entfernen, nicht aber Wasserpflanzen und Schilf. Sie sorgen auch im Winter für den Gasaustausch. Achten Sie auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr im Teich. Er darf nie ganz zufrieren. Das erreicht man mit einem "Eisfreihalter" aus dem Fachhandel oder einem Bündel Stroh. Schlagen Sie niemals ein Loch in die Eisdecke. Die Druckwelle zerstört den Orientierungssinn der Fische und könnte zu ihrem Tod führen!

Bei Fragen und Unsicherheiten, wie Ihr eigenes Haustier gut durch den Winter kommt und wie es die Kälte am besten übersteht:
Holen Sie sich Rat bei Ihrem Tierarzt. Jedes Tier ist anders und hat ganz spezielle Bedürfnisse.

Quelle und weitere Infos

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