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Pausenbrot Schluss mit langweilig!

Ab in den Mülleimer - das ist das Schicksal vieler Pausenbrote. Kein Wunder, dröge Butter- oder Käsesemmeln oder fettige Wurstbrote machen nicht gerade Laune. Wir haben Tipps, wie's besser schmeckt.

Stand: 27.08.2020

Lustig dekoriertes Pausenbrot in einer Brotzeitbox. Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind in der Schule sein Pausenbrot auch wirklich ist, dann kommen Sie mit Kreativität am weitesten. | Bild: stock.adobe.com/Africa Studio

Der morgendliche Zeitmangel ist bei Eltern der Pausenbrotkiller Nr. 1. Einfacher ist es sicher, dem Kind ein Fertigprodukt mitzugeben. Doch auch, wenn die Frühstücksriegel mit noch so "viel Gutem aus der Milch" und der "Extra-Portion Calcium" werben - sie enthalten zu viel Zucker, zu viel Fett und zu wenig Ballaststoffe. Außerdem hält ihre sättigende Wirkung nicht lange an, da die Energie aus Zucker schnell verpufft. Frühstücksriegel wirken wie Süßigkeiten und können eine gesunde Pausenmahlzeit nicht ersetzen.

Zuerst mal frühstücken

Pausenbrot hin oder her - der beste Start in den Tag ist ein gutes Frühstück. Es füllt die nachts abgebauten Energievorräte wieder auf und macht morgens körperlich und geistig fit. Doch das Frühstück scheint immer mehr an Wert zu verlieren: Jedes zehnte Kind zieht mit leerem Magen los, ergab 2019 eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach unter Eltern im Aufrag des Discounters Lidl. Als Grund gaben die Eltern 'Zeitmangel' und 'Appetitlosigkeit der Kinder' an.

Wenn Kinder morgens keinen Bissen herunterkriegen, sollten sie wenigstens ein Glas Milch oder Fruchtsaft trinken - und ein besonders üppiges Pausenbrot mitbekommen. Geben Sie Ihren Kindern kein Geld mit. Das wird meist in Süßigkeiten angelegt und in der Pause drohen dann Heißhungerattacken. Frühstück und Pausenbrot zusammen sollten ein Drittel des Tagesbedarfs an Energie und Nährstoffen liefern.

Tipps für ein gesundes Pausenbrot

Extrabelag

Frische Zutaten auf einem Käse- oder Wurstbrot machen die Mahlzeit attraktiver und vitaminreicher: Salatblätter oder Tomaten-, Gurken-, Radieschen- oder Eischeiben ins Pausenbrot einzulegen, kann helfen, dass die Brotzeitdose leer wieder zurückgebracht wird. Das Frischkäsebrot lässt sich mit Würfeln aus Paprika verschönern.

Gemüse

Gemüse schmeckt auch Gemüsemuffeln, wenn man es in witzige Formen schneidet. Oder man könnte aus verschiedenfarbigen Paprikastreifen einen Strauß machen und diesen mit einem Band zusammenbinden.

Brotsorten

Unterschiedliche Brotsorten zu Pausenbrot verarbeiten - auch bunt belegtes Knäckebrot schmeckt vielen Kindern. Oder man kombiniert zwei verschiedene Brotsorten miteinander: oben Toastbrot, unten Mischbrot.

Wurst ersetzen

Statt immer nur Wurst kann Frischkäse mit geraspelter Möhre zum Einsatz kommen oder Butter mit Kresse.

Fladenbrote

Kleine Fladenbrote kann man mit Rohkost, Mozzarellastückchen (oder wenn es das Kind mag, auch mit Schafskäse) und Joghurtdressing füllen.

Zweites Frühstück - aber nicht zweite Wahl

Vier Komponenten gehören zu einem nahrhaften Pausenbrot: Getreide, Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse und ein Getränk. Doch die kleinen Geheimnisse, damit das Pausenbrot nicht unausgepackt im Mülleimer landet, heißen: Abwechslung, Mitspracherecht der Kinder, womit belegt wird und witzige Verpackungen. Wenn Ihnen selbst manchmal die Lust am Pausenbrot vergeht: Im Netz finden Sie viele Anregungen zu Pausenbroten, beispielsweise auf Instagram.

Eine einfache Wurstsemmel landet häufig in der Mülltonne.

Wenn Mutter mit erhobenem Zeigefinger den Verzehr des Pausenbrotes anmahnt, essen Kinder langweilige Käsebrote sicher nicht bereitwilliger. Auch Erklärungen wie "Da sind aber viele Vitamine drin" bringen Sie als Elternteil nicht weiter. Der Renner sind kleine Überraschungen, die in die Brotbox eingepackt werden.

Tipps für ein gesundes Pausenbrot: die vier Säulen

  • Getreide: Verschiedene Brotsorten, am besten Vollkornbrot nehmen, wenn es das Kind verträgt.
  • Milch / Milchprodukte: zum Beispiel 1/4 Liter Vollmilch, Joghurt, Dickmilch- oder Quarkspeise (mit Obst)
  • Obst und Gemüse: zum Beispiel Apfel, Nektarine, Pfirsich, Pflaumen, Birnen; kleine Tomaten, Radieschen, geschälte Karotte, Gurkenscheiben, Stück Paprika
  • Getränk: zum Beispiel Mineralwasser, Früchtetee, Fruchtsaftschorle

Extras

  • Quark mit Früchten oder ein kleines Müsli in einer Extradose abfüllen.
  • Reste vom letzten Mittag-/Abendessen mitgeben: Hühnchenschlegel, Fleischbällchen, kalte Pfannkuchen mit Quark und Obst gefüllt.
  • Mit Zahnstochern Spießchen machen: Käsewürfel mit Trauben, Kirschtomaten mit Mozzarellastückchen, bunte Rohkostspieße

Auf die "Verpackung" kommt es an

  • Eine hübsche Lieblings-Brotbox aussuchen
  • Buntes Papier zum Einwickeln nehmen.
  • Eine Nachricht auf das Butterbrotpapier schreiben.
  • Kleine Überraschungen sorgen für Abwechslung: zum Beispiel Studentenfutter, ungeschälte Erdnüsse, Trockenfrüchte, Vollkornkekse oder auch mal Schokolade!

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