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Vorbereiten Üben Sie an Hund und Katze für den Notfall

Kluge Tierbesitzer sorgen vor: Legen Sie sich die wichtigsten Telefonnummern (Tierarzt, Tierklinik, Tierrettung) zurecht. Üben Sie die wichtigsten Handgriffe im Vorfeld am gesunden Tier.

Stand: 16.07.2019

Frau übt Pfotenverband | Bild: picture-alliance/dpa

Bereiten Sie sich auf einen Notfall vor, bevor er eintritt. Legen Sie eine eigene kleine Hausapotheke für Ihr Tier an und halten Sie diese immer aktuell und einsatzbereit. Legen Sie Telefonnummern von Tierarzt, Tierklinik und Tierrettung bereit. Überlegen Sie sich, in welche Tierklinik Sie fahren werden und wie Sie dort am besten hinkommen. Das wichtigste aber ist, dass Sie Handgriffe wie Verband anlegen, Puls fühlen und Temperatur messen bereits am gesunden Tier üben! Gewöhnen Sie Ihr Tier daran, sich überall anfassen zu lassen, auch im Maul.

Ruhe bewahren

Falls der Ernstfall eintritt, bewahren Sie Ruhe! Nur mit einem kühlen Kopf treffen Sie schnell die richtigen Entscheidungen. Ist ein Tier verletzt oder geschockt, sollte es zudem äußerst vorsichtig angefasst werden. Jedes Tier kann unter Schmerzen oder im Schock unkontrollierte Bewegungen machen oder sogar kratzen oder beißen - auch wenn es vom vertrauten Besitzer behandelt wird.

So sollten Sie sich vorbereiten

Vorsorge

  • Üben Sie Notfallmaßnahmen am gesunden Tier.
  • Halten Sie die Hausapotheke immer aktuell.
  • Legen Sie Notruf- und Tierarzt-Rufnummern parat und speichern Sie diese auch im Handy ab.
  • Überlegen Sie, welche Tierklinik Sie im Notfall anfahren und wie Sie dort hinkommen.

Im Notfall

  • Bewahren Sie Ruhe.
  • Handeln Sie schnell, aber ruhig und überlegt.
  • Berühren Sie ein verletztes Tier vorsichtig (es kann im Schock beißen)!
  • Leisten Sie Erste Hilfe und bringen Sie das Tier dann sofort zum Tierarzt oder in die Tierklinik.
  • Denken Sie beim Anruf der Tierrettung an die "vier W's": 1. Wer ruft an? 2. Was ist passiert? 3. Wo ist es passiert? 4. Welches Tier ist betroffen?

Vorsichtsmaßnahme: Schnauzenband

Das Schnauzenband verhindert bei Hunden, dass ein Helfer gebissen wird. Mit einer Mullbinde oder notfalls auch mit einem Schal oder einem Strick wird die Schnauze (Fang) so zugebunden, dass der Hund nicht mehr beißen kann. Legen Sie jedoch niemals ein Schnauzenband bei einem bewusstlosen Tier an oder bei einem Tier, das sich übergeben muss. Es besteht Erstickungsgefahr!


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