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Zecken Biologie der Zecken

Zecken gibt es überall, wo es feucht und warm ist: auf Wiesen, an Weg- und Waldrändern oder in Bachauen. Sie lassen sich von ihrem zukünftigen Wirt einfach mitschleifen und machen sich dann über sein Blut her.

Stand: 04.05.2020

Zecke | Bild: picture-alliance/dpa

Es sind übrigens nur die Zeckenweibchen, die ihren Hunger mit Blut stillen - und das nur dreimal in ihrem Leben. Zeckenweibchen durchlaufen im Laufe ihres zwei bis vier Jahre langen Lebens drei Entwicklungsstadien (Larve, Nymphe und Adulte) und saugen in jedem dieser Zyklen einmal Blut. Dabei schwellen sie wie eine Kugel auf etwa das Zweihundertfache ihrer Körpergröße an. Fallen sie, nach mehreren Tagen Saugzeit, von der Haut ab, sind sie kaum noch in der Lage, sich fortzubewegen. Es beißen auch die Männchen. Sie allerdings geben sich mit etwas Gewebeflüssigkeit zufrieden.

Die Stadien im Leben einer Zecke

Zecken im Vergleich: "voll" und "leer"

Die winzigen, etwa einen halben Millimeter großen Larven sind noch mit sechs Beinen unterwegs. Sie befallen vor allem Kleinsäuger wie Mäuse oder Igel. Dort können sie sich erstmals mit Erregern infizieren. Die achtbeinigen Nymphen machen schon Jagd auf größeres "Wild" - wie Hirsch oder Mensch. Sie werden wegen ihrer geringen Größe (ca. 1,5 Millimeter) oft übersehen und können unbemerkt großen Schaden anrichten.

Im adulten Stadium brauchen vor allem die Weibchen eine letzte große Blutmahlzeit, um bis zu 3.000 Eier zu produzieren. Eine vollgesogene weibliche Zecke wiegt nach ihrer bis zu zehn Tage andauernden Mahlzeit fast 200 Mal mehr als vorher.


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