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Brechdurchfall Noro-Viren sind hochansteckend und hartnäckig

Noroviren sind langlebig, hochinfektiös und halten sich gut auf Oberflächen. Für eine Ansteckung genügen bereits wenige Viren-Partikel - dadurch verbreitet sich das Virus auch rasend schnell.

Stand: 07.12.2015

Ein sog. Reizmagen muss keine organische Ursache haben- im Bild: Eine von Übelkeit geplagte Frau | Bild: Stockbyte

Eine Norovirus-Infektion holt man sich über den Kontakt mit Menschen - manchmal genügt ein Händeschütteln. Massive Ansteckungsquellen sind Stuhl oder Erbrochenes. Mediziner nehmen an, dass man sich selbst an virushaltigen Aerosolen anstecken kann, die beim Erbrechen entstehen. Als Aerosol bezeichnet man in diesem Fall das Gemisch aus Luft und kleinsten, festen oder flüssigen, ansteckenden Partikeln.

Flächen können virenbelastet sein

Doch auch der Handkontakt an verschmutzten und nicht gründlich gereinigten Flächen wie Waschbecken, Türgriffen und Toiletten kann genügen, um sich diese Art der Magen-Darm-Erkrankung einzuhandeln.

Ansteckung durch Lebensmittel möglich

Manchmal lauert das Virus in appetitlich aussehenden Speisen.

Zusätzlich wurden aber auch Infektionen durch virusbelastete Lebensmittel wie Salate, Sandwiches, Krabben, Muscheln oder verunreinigtes Wasser festgestellt. Alle Lebensmittel können mit Noro-Viren belastet sein - entweder schon bei der Herstellung oder bei der Zubereitung oder Verteilung.

Länger zu Hause bleiben verhindert Epidemien

Norovirus unter dem Elektronenmikroskop

Ist man einmal erkrankt, dann scheidet man das Noro-Virus auch noch zwei Tage nach Abklingen der letzten Symptome in hohem Maße aus und ist damit nach wie vor ansteckend. Nach einer Noro-Viren-Infektion darf man deswegen auch frühestens zwei Tage nach den letzten Krankheitszeichen wieder ins Büro, in den Kindergarten oder die Schule gehen. Einige Studien haben bewiesen, dass das Virus noch zwei bis drei Wochen nach einer Infektion im Stuhl nachgewiesen werden kann.


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