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beta stories Wissenschaftlicher Expert*innenrat unterstützt neue Videoreihe des BR

Besonders brisante Wissenschaftsthemen stehen im Mittelpunt der neuen Videoreihe “beta stories”. Bei dieser Neuentwicklung wagt der BR selbst auch ein Experiment: Ein Wissenschaftlicher Expert*innenrat soll den Austausch unter Forscher*innen und Journalist*innen fördern.

Stand: 25.11.2020

Mitglieder des Wissenschaftlichen Expert*innenrats von beta stories | Bild: BR

Ziel ist ein interdisziplinärer Austausch, der die Vielfalt der Perspektiven auf die großen Fragen der Zukunft aufzeigt: Gentechnik, Künstliche Intelligenz, den Kampf gegen den Klimawandel, aber auch den Wert des menschlichen Lebens und den Wunsch das Altern aufzuhalten, aufzeigt.

Wir als Journalist*innen und Macher*innen von “beta stories” wollen die Möglichkeiten und Grenzen dieser Entwicklungen greifbar machen, damit Sie als Zuschauer*innen eine eigene Position dazu entwickeln können.  

Gemeinsames Wissenschaftsverständnis bei “beta stories”

So unterschiedlich und streitbar all die Positionen in unserem Austausch sind, so eint uns auch genau dies, ein gemeinsames Verständnis von Wissenschaft:

  1. Wir wollen vermitteln, dass Wissenschaft und Forschung sich in einem dynamischen Prozess befinden, der nicht abgeschlossen ist. Es ist immer möglich, dass neue Zusammenhänge klarwerden und sich Sichtweisen ändern.
  2. Wissenschaft hat nicht den Anspruch, absolute Wahrheiten oder letztgültige Antworten zu liefern.
  3. Vielmehr ermöglichen die sehr unterschiedlichen Forschungsfragen in den einzelnen Disziplinen und die daraus resultierenden Forschungsergebnisse eine differenziertere Sicht auf komplexe Fragen. Indem wir sie offenlegen, können wir zeigen, auf welchen Werten und Annahmen die eigene Meinungsbildung fußt.
  4. Damit zeichnet sich Wissenschaft durch Vielstimmigkeit und Meinungsvielfalt aus. Das macht es umso spannender, sich mit kontrovers diskutierten Wissenschaftsthemen auseinanderzusetzen.

Die Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats stellen sich vor:

Was heißt das für die konkrete Arbeit an “beta stories”?

Wenn wir Journalist*innen uneinig bzw. inhaltlich unsicher sind oder wenn sich unsere Sichtweise zu einem Thema während des Arbeitsprozesses verändert, wollen wir das offenlegen und transparent machen, was wir tun.

So auch hier ganz transparent:

  • Der “beta stories”-Expert*innenrat ist kein repräsentatives Gremium, sondern eine Gruppe freiwilliger Vertreter*innen aus der Wissenschaft.
  • Die Mitglieder werden nicht honoriert und übernehmen keine Verantwortung für die journalistischen Produkte.
  • Vielmehr stehen unsere Expert*innen für Rückfragen und Einschätzungen bereit und werden konstruktive Kritik an unserer Arbeit üben.
  • Im Gegenzug erhalten die Expert*innen einen Einblick in unsere journalistische und formatentwicklerische Arbeit im Bayerischen Rundfunk.

Ob dieser Wissenschaftliche Beirat eine hilfreiche Idee ist oder nicht, wir wissen es noch nicht. Nach längerem Abwägen glauben wir: könnte gut werden! Es ist ein vielversprechender Versuch, eben beta.


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