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Fragen rund um den Sommer

Stand: 02.06.2020

Mann sitzt vorm Ventilator | Bild: colourbox.com/BR

In der Schule lernen wir die kompliziertesten Formeln, aber wer erklärt uns die kleinen, alltäglichen Dinge? Warum ist die Banane krumm? Warum ist der Himmel blau? Wieso bekommt man vom Eisschlecken Kopfweh? Oft genug fällt selbst Wissenschaftlern die Antwort schwer. Wir haben ein paar der kniffligsten Fragen und überraschendsten Antworten zusammengestellt.

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Kopfweh vom Eisschlecken?

Warum verlieren Tomaten im Kühlschrank an Geschmack?

Frisch schmeckt besser

Tomaten schmecken oft nach wenig bis gar nichts. Noch fader werden sie, wenn sie längere Zeit im Kühlschrank liegen. Forscher von der University of Florida haben herausgefunden, warum das so ist. Sie ließen zunächst 76 Testpersonen Tomaten probieren: Entweder frische Exemplare oder Früchte, die sieben Tage bei fünf Grad Celsius im Kühlschrank gelegen hatten. Ergebnis: Die frischen Tomaten schmeckten im Durchschnitt besser.

Flüchtige Stoffe

Anschließend untersuchten die Forscher die Stoffe, die zum Geschmack der Tomate beitragen: Kohlenhydrate, organische Säuren und flüchtige Stoffe. Bei Kohlenhydraten und Säuren entdeckten die Biologen kaum einen Unterschied zwischen frischen und gekühlten Tomaten. Anders sah es bei den flüchtigen Stoffen aus. Dazu gehören unter anderem Lipide und Alkohole, aber auch für die Fruchtreifung wichtige Komponenten. Sie heißen flüchtige Stoffe, weil sie durch die Stängelnarbe der Tomate entweichen können. Deshalb müssen sie von den Zellen der Frucht ständig nachproduziert werden, sonst verliert die Tomate an Geschmack.

Geschmack ade

Doch genau dieses Nachproduzieren ist bei der gekühlten Frucht bei vielen Stoffen heruntergefahren: Nach sieben Tagen Kühlung hatte sich die Menge der flüchtigen Stoffe um bis zu 65 Prozent verringert. Bei einigen Komponenten zog die Produktion wieder an, wenn die Tomaten nach der Kühlung auf 20 Grad Celsius erwärmt wurden. Doch insgesamt blieb der Anteil der flüchtigen Stoffe auch bei diesen Tomaten deutlich unter dem der ungekühlten Früchte, schreiben die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Proceedings" im Oktober 2016.

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Warum ist der Himmel blau?

Eigentlich ist er ja schwarz

Die Bilder aus dem Weltall zeigen es: Eigentlich ist der Himmel ja schwarz. Warum erscheint er uns auf der Erde als blau?

Gestreutes Sonnenlicht

Das weiße Licht der Sonne besteht aus rotem, blauem und grünem Licht. Trifft das kurzwellige blaue Licht auf die Luftmoleküle unserer Atmosphäre, wird es herausgefiltert und weit gestreut, die anderen Lichtfarben dagegen nicht. Das ist die so genannte Rayleigh-Streuung: Das weit gestreute Blau gibt unserem Himmel seine Farbe.

Wie wirkt eigentlich Sonnencreme?

Sommer, Sonne, Sonnencreme

Wenn die Sonne vom Himmel lacht, kann uns das Lachen schnell vergehen: Dann, wenn sie unsere Haut verbrennt. Das kann schon nach wenigen Minuten passieren, äußerst schmerzhaft und richtig gefährlich sein. Mit Sonnencreme sind wir besser fürs Sonnenbad gewappnet. Wie schafft sie das?

Sonnenstrahlen

Bei einem Sonnenbad dringen UV-A- und UV-B-Strahlen in unsere Haut ein. Die kurzwelligere UV-B-Strahlung durchdringt die oberste Hautschicht, kann uns einen Sonnenbrand bescheren und das Hautkrebsrisiko erhöhen. Die langwelligen UV-A-Strahlen erreichen tiefere Hautschichten, können die Haut vorzeitig altern lassen und ebenfalls zu Hautkrebs führen.

Der Eigenschutz der Haut

Unsere Haut kann sich bis zu einem bestimmten Grad selbst vor UV-Strahlung schützen. In den Pigmentzellen unter der Hornhaut wird Melanin gebildet. Der Hautfarbstoff wird an die Hautoberfläche transportiert, tönt unsere Haut braun und schützt die darunter liegenden Hautschichten. Ist unsere Haut der Sonne länger ausgesetzt, verdickt die oberste Hautschicht, die Hornschicht, und die sogenannte Lichtschwiele entsteht. Die Hautverdickung reflektiert, filtert und streut dann das Sonnenlicht.

Die Zeit, die man in der Sonne verbringen kann, ohne rot zu werden, wird Eigenschutzzeit genannt. Sie fällt jedoch bei jedem Einzelnen, je nach Hauttyp, anders aus und kann auch nur wenige Minuten betragen.

Lichtschutzfilter

Weil wir uns nur zu gerne draußen aufhalten, im Freien sporteln und unseren Urlaub am Strand verbringen, reichen diese natürlichen Vorgänge in unserer Haut nicht aus, um uns gegen die Sonne zu wappnen. Wir führen ihr künstlichen Schutz zu: Sonnenschutzmittel versorgen uns mit Lichtschutzfiltern, sogenannten UV-Filtern, die weniger UV-Strahlung in die Haut eindringen lassen. Das geschieht auf zwei Wegen: chemisch oder physikalisch.

Chemische und physikalische Filter

Bei einem chemischen Lichtschutz sind im Produkt organische Verbindungen gelöst, die in die oberste Hautschicht eindringen und als Filter fungieren. Sie wandeln die schädliche Strahlung in Wärme um.
Physikalische mineralische Filter reflektieren die Strahlung wie kleine Spiegel und lassen sie nicht in die Haut eindringen. Das geschieht durch unlösliche mikrofeine Pigmente, die auf die Haut aufgetragen werden, zum Beispiel Titandioxid und Zinkoxid. Die Verwendung solcher Teilchen in Nanogröße (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) muss seit Juli 2013 auf der Verpackung gekennzeichnet sein.

Lichtschutzfaktor

Je höher der Lichtschutzfaktor (LSF) ist, umso höher ist die Schutzwirkung. Welcher LSF für wen geeignet ist, hängt vom jeweiligen Hauttyp, der Vorbräunung, der Intensität der Sonneneinstrahlung und der Aktivität in der Sonne ab. Je näher man zum Äquator reist und je weiter oben man sich aufhält, umso höher sollte er ausfallen.
Nicht vergessen: Wasser, Schweiß, Schnee und Sand verstärken die Wirkung des UV-Lichts. Und selbst unter Wasser, im Schatten und hinter Fenstern ist man nicht vollständig geschützt.

Tipps

Am besten schützt man sich vor der Sonne, indem man gar nicht in die Sonne geht - vor allem nicht in die Mittagssonne.
Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille schützen vor Strahlung. Körperteile, die nicht bedeckt sind, müssen eingecremt werden.
Achten Sie darauf, dass ihr Sonnenschutzmittel über einen ausreichenden Schutz vor UV-B- und UV-A-Strahlung verfügt.
Wer in der Sonne sportelt, egal, ob auf dem Wasser oder an Land, sollte wasserfeste Produkte verwenden.
Sonnenschutzmittel müssen großzügig aufgetragen werden - am besten, bevor man sich nach draußen begibt.
Ohren, Nase, Lippen, Kopfhaut, Nacken und Fußrücken nicht vergessen und regelmäßig nachcremen!

"Sunblocker"

Übrigens: Komplette "Sunblocker" gibt es nicht. Auch Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor bieten nie einen vollständigen Schutz. Ein Teil der UV-Strahlen wird immer die Haut erreichen.

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