Unternehmen - Medienforschung

BR Fernsehen feiert auch 2018 großen Publikumserfolg

Jahresbilanz BR Fernsehen feiert auch 2018 großen Publikumserfolg

Stand: 14.01.2019

Medienforschung - Fernsehnutzung | Bild: BR; colourbox.com

Bundesweit schalteten täglich 5,81 Millionen Zuschauer das BR Fernsehen ein, davon 2,28 Millionen im Freistaat. Auch die Inhalte der BR Mediathek verzeichneten 2018 mit 8,0 Millionen VideoViews monatlich eine stark wachsende Nachfrage. Insgesamt ist es dem BR gelungen, mit neuen digitalen Angeboten ein jüngeres Publikum zu erreichen.

Die hohe Akzeptanz gründet auf der tiefen Verbundenheit der Bayern mit "ihrem" BR Fernsehen. Dies belegen auch 2018 zwei von dem Institut GfK MCR durchgeführte Repräsentativstudien, für die 1.500 bzw. 1.200 Erwachsene in Bayern befragt wurden: So ist das BR Fernsehen nach Das Erste auch 2018 das Lieblingsprogramm der bayerischen Zuschauerinnen und Zuschauer. Zwei Drittel (67 Prozent) aller Bayern bewerten das Programmangebot des BR Fernsehen als "sehr gut" oder "gut".

"Der Bayerische Rundfunk ist unverwechselbar und gerade deshalb für viele Menschen in Bayern unverzichtbar: Sie finden im BR Fernsehen und in der BR Mediathek hochklassige bayerische Unterhaltung, Programme aus Kultur und Wissen, Filme und Dokumentationen sowie seriöse, verlässliche Information. Während täglich neue Fernseh- oder Streaminganbieter aus aller Welt auf den Plan treten, bleibt der Bayerische Rundfunk nah an den Menschen hier vor Ort in Bayern. Ich freue mich sehr, dass wir 2018 immer wieder neu das Publikum für unsere Inhalte im BR Fernsehen und der BR Mediathek begeistern konnten. Meinen Dank und Glückwunsch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die täglich neu für die Menschen in Bayern Programm machen."

BR-Fernsehdirektor Dr. Reinhard Scolik

BR Fernsehen zentrale Informationsquelle zur Landtagswahl 2018

Im Landtagswahljahr 2018 punktete das BR Fernsehen eindrucksvoll mit seiner Politikkompetenz. Die Berichte im Vorfeld der Wahl waren beim bayerischen Publikum gefragt, insbesondere die Diskussionssendungen zwischen den Spitzenkandidatinnen und -kandidaten für den Bayerischen Landtag. Auf besonders starke Resonanz stieß das TV-Duell zwischen Markus Söder (CSU) und Ludwig Hartmann (B90/Die Grünen): 0,95 Millionen Zuschauer bundesweit verfolgten die Sendung, davon 0,76 Millionen in Bayern. Der Marktanteil lag bei weit überdurchschnittlichen 17,6 Prozent. Bemerkenswert war das hohe Interesse junger Menschen: bei den 14- bis 29-Jährigen erzielte TV-Duell starke 11,8 Prozent Marktanteil.

Am Wahltag selbst berichtete das BR Fernsehen fast acht Stunden lang und erwies sich als zentrale Anlaufstelle für die Menschen in Bayern. Insgesamt sahen deutschlandweit 5,57 Millionen Zuschauer zumindest kurzzeitig die Wahlsendungen im BR Fernsehen, davon 3,13 Millionen in Bayern. Mit 19,3 Prozent Marktanteil in Bayern war die erste Ausgabe "Wahl 2018 – Die Entscheidung" kurz vor Schließung der Wahllokale die Nummer Eins der Bürgerinnen und Bürger, um sich über den Wahlausgang zu informieren.

Starke Nachrichtenleiste

Auch generell blicken die Nachrichtenformate im BR Fernsehen auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Sowohl die Hauptausgabe der "Rundschau" um 18.30 Uhr als auch das "Rundschau-Magazin" um 21.45 Uhr bilanzieren stabile Jahresmarktanteile von 14,1 Prozent bzw. 7,2 Prozent. Die 20.00 Uhr-"Tagesschau" erreicht über alle ausstrahlenden Programme einen Marktanteil von 37,8 Prozent in Bayern. Rund ein Drittel dieses Wertes trägt die "Tagesschau"-Ausstrahlung im BR Fernsehen bei, die ihren Marktanteil von 11,0 Prozent auf 11,4 Prozent ausbaut.

Auch mit aufwändigen exklusiven Recherchen, die für bundesweite Aufmerksamkeit und Reaktionen bis in die Politik sorgten, konnten die Informationssendungen im BR Fernsehen punkten – beispielsweise eine viel beachtete Datenauswertung von BR und Spiegel, in der mehr als 2000 Auskünfte der Schufa analysiert wurden. Oder aber die investigative Dokumentation "Bomben für die Welt" über die Zusammenhänge zwischen deutschen Waffenlieferungen, Renditen und Flüchtlingsströmen, deren Inhalte sogar in einer Anhörung im Bundestag thematisiert wurden.

"In Zeiten von Fake News, Hate Speech und Desinformationskampagnen stand für uns die Landtagswahl im Fokus unserer Anstrengungen. Es ist gelungen, auf allen Ausspielwegen wichtiger Partner der Menschen in Bayern bei der politischen Willensbildung zu sein. Bei unserem Stammpublikum konnten wir mit einer Vielzahl neuer Sendungen wie z.B. den Wahlarenen in den Regionen Bayerns mehr Interesse und Zuspruch wecken als noch vor fünf Jahren. Im gleichen Atemzug ist es gelungen, vor allem jüngeres Publikum über neue Produkte in der digitalen Welt zu erreichen. Fünfmal so viele Nutzer unserer Angebote wie bei der letzten Landtagswahl bedeutet, dass wir mehr Menschen mit seriösen, verlässlichen Informationen versorgen konnten. Das ist ein wichtiger Beitrag zur demokratischen Kultur, der mich überaus freut."

BR-Informationsdirektor Thomas Hinrichs

"Fastnacht in Franken" und "Auf dem Nockherberg" bleiben Zuschauermagnete 

Zu den herausragenden Programm-Highlights zählten auch 2018 wieder "Fastnacht in Franken" und "Auf dem Nockherberg". Die Live-Übertragung aus Veitshöchheim verfolgten 4,35 Millionen Menschen, davon 2,59 Millionen in Bayern. Der Marktanteil lag bei sensationellen 52,0 Prozent. In der Altersgruppe 14 bis 49 stellte die Sendung mit 31,4 Prozent Marktanteil sogar einen neuen Rekord auf. Auch der traditionelle Starkbieranstich "Auf dem Nockherberg" feierte mit 41,8 Prozent Marktanteil in Bayern und bundesweit fast 3 Millionen Zuschauern ein herausragendes Ergebnis. 

Viele Themenschwerpunkte im Programm – u. a. 100 Jahre Freistaat, 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern und BR Gesundheitstage

Dem Doppeljubiläum zu Freistaat und Verfassung widmete das BR Fernsehen im November zahlreiche Sondersendungen, u.a. den Zweiteiler "Die Erfindung Bayerns" (8,1% MA) oder "Der König und sein Parlament" (6,2% MA). Zwei Ausgaben des „BR Gesundheitstag“ setzten im Mai mit "Tu was für deine Fitness" und im Oktober mit "Tu was für einen besseren Schlaf" den im Vorjahr begonnenen Schwerpunkttag erfolgreich fort und punkteten mit den beiden Magazinausgaben "Gesundheit" um 19 Uhr (13,7% MA bzw. 14,0% MA) wie auch den zugehörigen Themen-Shows um 20.15 Uhr (8,0% MA bzw. 8,3% MA). 

Erfolgreich mit Klassikern wie "Dahoam is Dahoam", "quer", "Wir in Bayern" …

Die Kultserie "Dahoam is Dahoam" bleibt die beliebteste tägliche Vorabendserie in Bayern und gewinnt immer mehr Fans: Der Marktanteil stieg im elften Ausstrahlungsjahr auf 15,5 Prozent. Jede Ausstrahlung verfolgen im Schnitt 0,77 Millionen Zuschauer. Auch im Netz ist "Dahoam is Dahoam" daheim: Über 10 Millionen Mal wurden Episoden der Serie 2018 aus der BR-Mediathek abgerufen.

Erfolgreich schließt auch "Wir in Bayern" das Jahr ab, das mit 10,7 Prozent Marktanteil nicht nur seine Akzeptanz steigert (2017: 10,0% MA), sondern das erfolgreichste Nachmittagsmagazin unter den Dritten Programmen ist.

Mit durchschnittlich einer halben Million Zuschauern je Sendung und einem Marktanteil von 10,5 Prozent (2017: 8,6% MA) baut die 10. Staffel der "Landfrauenküche" ihren Zuspruch deutlich aus und begeistert das Publikum auch im Netz: Die neuen Folgen wurden bislang in der BR Mediathek rund 715.000 Mal abgerufen.

"quer" wartet auch im Jahr seines 20. Jubiläums mit Bestwerten auf. Wöchentlich schalten rund 940.000 Menschen bundesweit ein, der Marktanteil in Bayern liegt bei 13,6 Prozent.

… und erfolgreich mit neuen Formaten und Programminnovationen

Zahlreiche Programminnovationen vervollständigen die positive Bilanz des BR Fernsehen. Das Wissensmagazin "Gut zu wissen", das seit Anfang 2018 auf Sendung ist, hat sich mit 9,8 Prozent Marktanteil schnell ein Stammpublikum aufbauen können. Neben der Comedy-Serie "Das Institut – Oase des Scheiterns", die den Bayerischen Fernsehpreis in der Kategorie Drehbuch und den Deutschen Comedypreis in der Kategorie "Beste Innovation" erhielt, fand die Mini-Serie "Servus Baby" eine treue Fangemeinde. Sie begeisterte im BR Fernsehen mit Marktanteilen bis zu 8,3 Prozent, vor allem aber im Netz: In der BR Mediathek sowie der ARD-Mediathek verzeichnet die Serie bislang 1,2 Millionen VideoViews. 

Auch insgesamt betrachtet erweist sich die neue BR Mediathek als starke Erweiterung des BR Fernsehens und spricht sowohl das Fernseh-Stammpublikum als auch neue Zuschauerinnen und Zuschauer an. Das Durchschnittsalter der Nutzer liegt bei 48 Jahren. Insgesamt verzeichnen die Mediathek-Inhalte des BR auf allen Ausspielwegen rund 8,0 Millionen VideoViews monatlich.