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TV-Zusatzsignale Von 4:3 zum Breitbildformat 16:9

Nach Jahrzehnten des Guckkasten-Formats 4:3 bei Röhrengeräten hat sich im 21. Jahrhundert das breitere Bildschirmformat 16:9 der Flachbildschirme etabliert.

Stand: 21.01.2019

 Eine Wand mit Bildschirmen, die verschiedenste Programme zeigen, steht auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin im Jahr 1999. Groß ist das Interesse der Besucher an TV-Geräte im Breitbild-Format 16:9. | Bild: picture-alliance/dpa

Seit Flachbildschirme den Markt erobert haben, ist das herkömmliche 4:3-Bildformat bei Fernsehern und Sendungen ein Auslaufmodell. Der Bayerische Rundfunk hat im Zuge einer Sendeschema-Reform bereits 2007 alle Produktionen auf das Breitbildformat 16:9 umgestellt. Dies geschah vorbereitend auf die sich abzeichnende Einführung von HDTV. Das neue Breitbild-Format hat von Anfang an viele neue Möglichkeiten der Bildgestaltung geboten, es war daher nicht nur ein technologischer, sondern auch ein kreativer Umstellungsprozess damit verbunden. Nicht zuletzt die Zuschauer mussten sich an die Veränderung gewöhnen und - je nach Sendung und Bildschirmformat im Wohnzimmer - vorallen anfangs an schwarze Ränder. Inzwischen finden sich nur noch sehr selten 4:3 TV-Geräte im Gebrauch.

Generell entspricht das Breitbildformat 16:9 besser dem Gesichtsfeld und den Sehgewohnheiten des Menschen. Spielfilme fürs Kino sind noch breiter und werden im Fernsehen auch in dieser Form gesendet: Deshalb haben sie auf einem herkömmlichen Fernseh-Bildschirm oben und unten einen schwarzen Balken. Ein Teil der Fernsehsendungen aus dem Archiv stammt aber noch aus früheren Zeiten, in denen ausschließlich im Bildformat 4:3 für die früheren Röhrenbildschirme produziert wurde. Dann sind auf einem Breitbild-Fernseher rechts und links schwarze Balken zu sehen. Durch die Zoom-Funktion am Flachbildschirm lassen sich schwarze Randstreifen auch vermeiden, allerdings fehlen beim Aufzoomen dann auch oben und unten Randbereiche des Kamerabildes.


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