Sternstunden


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BR Engagement Lange Tradition des Helfens

Sternstunden ist die größte und längste Spendenaktion des Bayerischen Rundfunks. Doch der BR engagiert sich schon viel länger für Notleidende und Bedürftige. Die Aktion Weihnachtsfreude war die erste Spendenaktion ihrer Art und Vorbild für viele weitere in Bayern und Deutschland. Wir geben hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Hilfsorganisationen in der Geschichte des BR.

Von: Petra Kilgenstein

Stand: 18.12.2018

Die Aktion "Weihnachtshilfe" war nicht das Ergebnis langer Planung, sondern entsprang einem Zufall. In der Vorweihnachtszeit im Jahr 1948 war eine Reportage über das größte Flüchtlingsheim in Bayern geplant. Die Flüchtlinge lebten dort in schlimmsten Verhältnissen und die Aussagen der Menschen dort waren derart bewegend, dass die damalige Leiterin des Frauenfunks, Ilse Weitsch, beschloss, dies nur dann auszustrahlen, wenn gleichzeitig den Hörerinnen und Hörern ein Ventil geschaffen werde und sie die Möglichkeit zur Hilfe hätten. Es war der Beginn der ersten Aktion dieser Art in dieser Zeit. Hilfsaktionen anderer Sender oder Zeitungen folgten erst im darauffolgendem Jahr.

Seitdem hat sich der Bayerische Rundfunk mit vielen verschiedenen Spendenaktionen für die gute Sache engagiert. Er verstand sich immer als "Helfer des Helfens" oder als ein Förderer der "Hilfe zur Selbsthilfe" und setzte sich für alle gesellschaftlichen Gruppen und alle Bedürftigen ein - Kinder oder Erwachsene in Bayern, Deutschland, Europa und der Welt.

Sicherheit für Schulkinder

Beispielsweise gründete der BR zusammen mit der Landesverkehrswacht Bayern, dem ADAC und dem Verkehrsparlament der Süddeutschen Zeitung im Jahr 1969 die Gemeinschaftsaktion "Sicher zur Schule - sicher nach Hause". Sie sollte die Verkehrssicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg erhöhen.

1990 startete der Bayerische Rundfunk eine Spendenaktion in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz unter dem Titel "Bayern hilft der Sowjetunion" mit Schwerpunkt Ukraine. Dort litt die Bevölkerung nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl unter der hohen Strahlenbelastung und war deshalb von der damaligen Versorgungskrise in der UdSSR besonders hart betroffen. 1994 sammelte der Bayerische Rundfunk dann zusammen mit dem ARD-Mittagsmagazin und Friedhelm Brebeck Spenden, die an die Johanniter-Unfall-Hilfe weitergeleitet wurde. Mit dem Geld wurden täglich zwischen 1.000 und 2.000 alte Menschen in Sarajewo in einer Suppenküche bewirtet.

Orchester und Chor im Dienst der guten Sache

Das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunk sowie das Münchner Rundfunkorchester spenden bis heute immer wieder Konzerteinnahmen oder CD-Erlöse - beispielsweise an den Kinderhilfsfond UNICEF oder das Bayerische Rote Kreuz.

Die hier vorgestellten Hilfsaktionen geben keinen vollständigen Überblick über das Engagement des Bayerischen Rundfunks. Neben den hier genannten gibt es zahlreiche weitere Aktionen.


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