Unternehmen - Rundfunkrat


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Veränderungsprozess "BR hoch drei" BR stellt Direktionen ab Juli 2020 vollständig nach Inhalten auf

Der Bayerische Rundfunk setzt seinen Weg zu einem medienübergreifenden Unternehmen konsequent fort. Der Rundfunkrat stimmte dem nächsten Schritt der Organisationsentwicklung zu. Zum 1.Juli 2020 wird nach dem altersbedingten Ausscheiden des Hörfunkdirektors die Zahl der Direktionen wieder auf fünf reduziert und die Aufstellung nach Inhalten vorangetrieben. Dies entspricht der Zusage von BR-Intendant Ulrich Wilhelm 2013 an die Gremien.

Stand: 19.07.2019

BR Logo am Funkhaus | Bild: BR

Die konsequente, medienübergreifende Neuaufstellung nach Inhalten erhöht die publizistische Schlagkraft und die Zukunftsfähigkeit des BR und stärkt damit Fernsehen, Online und Hörfunk gleichermaßen.

Den Direktionszuschnitt nach den traditionellen Ausspielwegen "Hörfunk" und "Fernsehen" wird es ab 1. Juli 2020 im Bayerischen Rundfunk nicht mehr geben. Die Verantwortung für das Programm liegt dann in den beiden Programmdirektionen "Kultur" und "Information". Die Fernsehdirektion wird in diesem Zuge umbenannt, die Programmbereiche der bisherigen Hörfunkdirektion werden neu zugeordnet. Schemaänderungen oder Umgestaltungen des Programmes sind mit der neuen Zuordnung der Programmbereiche nicht verbunden.

"Bayern 2", "BR-Klassik" sowie die Klangkörper des Bayerischen Rundfunks sind in Zukunft der "Programmdirektion Kultur" (Leitung: Dr. Reinhard Scolik) zugeordnet. In diesem Verantwortungsbereich liegen bereits heute u.a. die trimedialen Programmbereiche "Kultur", "Wissen und Bildung", "Unterhaltung und Heimat" sowie die Planungen für das BR Fernsehen, ARD-alpha, 3sat und der Digitalsender "BR Heimat".

Der Programmbereich "Bayern 1 – Bayern 3 – Puls"“ unter der Verantwortung von Walter Schmich wird ab Juli 2020 in die "Programmdirektion Information" (Leitung: Thomas Hinrichs) eingegliedert. Dort sind neben der Aktualität bereits die trimedialen Programmbereiche "Politik und Wirtschaft" sowie "Sport und Freizeit“ verankert.

Den ersten Schritt in Richtung einer trimedialen Organisationsaufstellung hatte der BR bereits im Mai 2014 gemacht, als er im Rahmen seines Veränderungsprozesses "BR hoch drei" die Informationsdirektion als erste medienübergreifende Progr2ammdirektion aufbaute. Mit ihr wurden die Grenzen der traditionellen Direktionszuschnitte in Hörfunk und Fernsehen aufgebrochen und alle aktuellen Redaktionen aus Hörfunk, Fernsehen und Online unter einer Verantwortung zusammengefasst. In den Folgejahren wurden schrittweise alle Programmbereiche des Bayerischen Rundfunks nach Themengebieten medienübergreifend zusammengeführt. Bis Mitte 2020 soll der trimediale Umbau nun auch auf Direktionsebene abgeschlossen werden.

Der hohe Stellenwert des Hörfunks wird von dieser Neuaufstellung nicht tangiert. Die Hörfunkangebote des Bayerischen Rundfunks sind überaus erfolgreich und genießen höchste Akzeptanz bei den Menschen in Bayern, das hat auch die jüngste media analyse eindrucksvoll herausgestellt. Um diese positive Entwicklung der Radioprogramme des Bayerischen Rundfunks zu sichern, wird in der Intendanz eine "Stabsstelle Hörfunk" angesiedelt. Sie stellt die Vernetzung aller Radioverantwortlichen sicher und bringt Hörfunkinteressen direkt in die Geschäftsleitung ein. Als Leiter dieser Stabsstelle ist Walter Schmich vorgesehen, in Personalunion mit der Verantwortung für den Programmbereich "Bayern 1 – Bayern 3 – Puls“.

Hörfunkdirektor Martin Wagner kann in den kommenden Monaten dank der frühen Weichenstellung die Gestaltung des neuen Direktionszuschnitts eng begleiten und seinen großen Erfahrungsschatz einbringen.  


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