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Rund um den BR Ihre häufigsten Fragen

Uns erreichen viele Fragen rund um den Bayerischen Rundfunk, seine Programme und Inhalte. Hier finden Sie Antworten auf Ihre häufigsten Fragen.

Stand: 04.04.2019

Hand klickt auf "FAQ-Button" | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Sie haben weitere Fragen ?

Dann schicken Sie uns gerne Ihre Frage an mitmischen@br.de.

Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat der BR?

Beim BR arbeiten rund 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 3.500 Beschäftigte festangestellt. 

Wie empfange ich die BR-Programme?

Mit der BR-Frequenzsuche finden Sie schnell die Frequenzen für alle BR-Programme an Ihrem Wohnort. Eine übersichtliche Information der Sendefrequenzen gibt es auch im BR-Text auf Seite 461/462. Viele weiterführende Informationen rund um den Fernseh- oder Radioempfang finden Sie auf br.de/technik.

Was bietet der BR den jungen Leuten?

Fast 60 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen täglich das ARD-Programm. Alle ARD-Sender haben eine eigene junge Radiowelle. Beim BR ist das der junge Radiosender PULS, der vor allem auf YouTube, WhatsApp & Co. viele junge Leute erreicht. BAYERN 3 ist bei den 14- bis 29-Jährigen der beliebteste Radiosender in Bayern. Und auch fürs Netz entwickeln wir immer neue Formate. "Die News-WG" des BR zum Beispiel wurde gerade zum "Instagram-Account des Jahres" gekürt. Außerdem bietet das ARD/ZDF-Netzwerk "funk" speziell für 14- bis 29-Jährige eine Fülle digitaler Inhalte auf allen erdenklichen Plattformen.

 Wie bekomme ich den Mitschnitt einer BR-Sendung?

Wir haben den TV-Mitschnittservice des BR Fernsehens aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Das gilt auch für den Radio-Mitschnittservice. Damit können Sie leider keine Mitschnitte mehr bei uns bestellen.

Zum Hintergrund: Viele Menschen nutzen Medien heute ganz anders als noch vor einigen Jahren. So erreichen uns nur noch sehr wenige Anfragen unseres Publikums nach Radio- beziehungsweise Fernseh-Mitschnitten. Gleichzeitig gehen immer mehr Menschen ins Internet, um dort Audios zu hören und Videos anzuschauen. Seit Herbst 2017 gibt es deshalb die neue BR Mediathek im Internet. Dort finden Sie momentan mehr als 55.000 Videos von Sendungen sowohl des BR Fernsehens als auch von ARD-alpha. Bis 2021 sollen nach und nach auch alle historischen TV-Sendungen aus dem großen BR-Archiv digitalisiert werden und damit in der Mediathek zu sehen sein. In unserem Podcastcenter können Sie außerdem viele Radiosendungen des BR online nachhören.

Warum stehen viele Sendungen nur begrenzte Zeit in der BR Mediathek und manche gar nicht?

Der BR bemüht sich, so viele Inhalte wie möglich den Nutzern auf Abruf online anzubieten. Es gibt aber rechtliche Einschränkungen: Denn einige Fernsehspiele, Filme, Serien oder TV-Shows wurden in der Vergangenheit produziert, als noch niemand an Dinge wie Online-Rechte dachte bzw. hierfür noch keine Notwendigkeit bestand. Im Nachhinein die Rechte zu klären, ist meistens mit unverhältnismäßig hohem personellen und finanziellen Aufwand verbunden. Oft sind Urheber verstorben und Erben nicht aufzufinden.

Aber auch Neuproduktionen dürfen wir nicht alle zeitlich unbegrenzt in die Mediathek stellen. Das ist gesetztlich so festgelegt. Mehr dazu finden Sie im Telemedienkonzept des BR. Im so genannten "Verweildauerkonzept" ist festgelegt, wie lange eine Sendung online stehen darf. Das reicht von 24 Stunden bei Sportinhalten bis unbegrenzt bei zeit- und kulturgeschichtlichen Inhalten.

Warum kommen Sendungen, die mich interessieren, oft erst so spät im Fernsehen?

Wann eine Sendung im Fernsehen kommt, ist von vielen Überlegungen abhängig. Wir bemühen uns, das Fernsehprogramm so zusammenzustellen, dass sich das Publikum zum Beispiel darauf verlassen kann, dass bestimmte Sendungen immer am selben Wochentag um dieselbe Zeit gesendet werden. Deswegen sind wir bei der Programmplanung nicht unendlich flexibel und können uns nicht immer nach den Wünschen aller Zuschauerinnen und Zuschauer richten. 

Viele unserer Sendungen können Sie aber bereits zehn Minuten nach Ausstrahlung in der BR Mediathek abrufen und zu einer Uhrzeit nachschauen, zu der es Ihnen besser passt.

Mehr Informationen zum Programmschema von BR Fernsehen und ARD-alpha gibt es hier:

https://www.br.de/br-fernsehen/service/sendeschema/index.html

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/ard-alpha-programmschema-022018-102.html

Was sind die Vorteile des Digitalradios (DAB+) im Vergleich zu UKW?

Egal, ob zuhause, unterwegs oder beim Autofahren - DAB+ liefert einen klaren und stabilen Empfang ohne Rauschen oder Knistern in sehr guter Klangqualität. Digitalradios sind genauso einfach zu bedienen wie ein UKW-Radio. Auf den Displays der Digitalradios ergänzen vertiefende Texte und Bilder die Sendungen und liefern beispielsweise Informationen über den laufenden Musiktitel, aktuelle Wettergrafiken oder Verkehrsnachrichten.

Sie können die BR-Digitalsender Bayern plus, BR Heimat und Puls, B5 plus und BR Verkehr sowie die Digitalprogramme der anderen ARD-Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios aber auch ohne ein neues Digitalradio empfangen - über Satellit, Internet oder Kabel und auf jedem modernen Fernsehgerät. Mit einem entsprechenden Adapter können Sie Ihre Stereoanlage zuhause oder Ihr Autoradio auf DAB+ umstellen. Einige Autofirmen bieten jetzt für ihre neuen Modelle DAB+ schon serienmäßig an. Alle Digitalsender können Sie auch auf jedem Smartphone oder Tablet über Radio-Apps wie z. B. Radioplayer oder Radio.de hören.

In Bayern gibt es für den Digitalempfang bereits ein sehr gut ausgebautes Sendernetz. Welche Digitalprogramme Sie an welchen Standorten mobil oder zuhause nutzen können, erfahren Sie hier.

Umfangreiche Informationen und Anleitungen zu allen weiteren Fragen rund um DAB+ gibt es hier.

Können auch seh- oder hörbehinderte Menschen die BR-Programme nutzen?

Wir machen für alle Menschen in Bayern Programm. Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen können im BR Fernsehen und in ARD-alpha aus einem vielfältigen Programm wählen.

Rund 700 Sendungen monatlich werden im BR Fernsehen derzeit mit Untertiteln ausgestrahlt. Außerdem zeigen wir alle BR-Erstsendungen sowie nahezu alle Wiederholungen im Ersten untertitelt. Mit dem Wochenmagazin "Sehen statt Hören" bieten wir das einzige originär barrierefreie Angebot für Menschen mit Hörbeeinträchtigung in Deutscher Gebärdensprache.

Außerdem haben wir seit 1997 – und damit als erster Sender in Deutschland - ein regelmäßiges und umfangreiches Angebot von Hörfilmen (Audiodeskription) für Blinde in unserem Programm.

Nähere Informationen zu den barrierefreien Angeboten des BR und wie Sie diese empfangen können, finden Sie hier.

Warum ist die Musik im Programm oft sehr laut im Vergleich zu Wortbeiträgen?

Jeder Mensch nimmt Musik beziehungsweise Sprache unterschiedlich war, weil Hören wie auch andere Sinneswahrnehmungen subjektiv erlebt wird. Lautstärke wird vor allem dann sehr verschieden wahrgenommen, wenn sich unterschiedliche Tonquellen wie Sprache und Musik abwechseln. Das bedeutet, dass verschiedene Menschen exakt denselben Schalldruck (Lautstärke) sehr unterschiedlich empfinden (Lautheit). Insofern kann es keine Aussteuerung von Sprache und Musik geben, mit der alle Zuschauerinnen und Zuschauer in gleichem Maße einverstanden sind.

Im Sinne der Barrierefreiheit werden deshalb gerade auch für Ältere und Menschen mit Höreinschränkungen zahlreiche Sendungen untertitelt: Im BR Fernsehen werden inzwischen monatlich rund 700 Sendungen mit Untertiteln ausgestrahlt. Diese Untertitel lassen sich über den Videotext (z. B. im BR Text auf Seite 150) oder als DVB-Untertitel (bei Digitalempfang) individuell zuschalten.

Gleichzeitig sollten Sie beim Kauf eines Fernsehers nicht nur auf den Bildeindruck, sondern unbedingt auch auf die Tonqualität der Geräte achten. Lautsprecher strahlen die für die Sprachverständlichkeit wichtigen hohen Frequenzen nur nach vorne ungeschwächt ab. Seitlich der Boxen hört man vorwiegend die tieferen Töne. Deshalb ist es wichtig, sich möglichst vorn im Hauptschallfeld der Lautsprecher aufzuhalten.

Dass vor allem die Tonwiedergabe der modernen Flachbildschirme oft unzureichend ist, wissen auch die Hersteller und bieten deshalb ergänzende "Soundbar"-Lautsprecher-Leisten an. Diese können unterhalb der Bildschirmmitte platziert werden und so eine um 10 bis 20 Prozent verbesserte Sprachverständlichkeit nach vorne ermöglichen.

Wie wählt der BR seine Themen und Nachrichten aus?

Als Bayerischer Rundfunk liegt unser Fokus vor allem auf Bayern. Regionalität bzw. Bayern-Bezug gehören daher neben Aktualität zu den obersten Kriterien bei der Nachrichtenauswahl. Worüber wir berichten und in welchem Umfang, wird in Redaktionskonferenzen nach festen Kriterien gemeinsam diskutiert und entschieden.

Einzelmeinungen überprüfen wir daraufhin, wie weit sie für die gesamte Gesellschaft relevant oder repräsentativ sind, bevor wir sie in unsere Berichterstattung aufnehmen.

Wie nah ist der BR an den Menschen und ihren Themen?

Das Besondere und Einzigartige am öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist seine föderale, dezentrale Struktur. D.h. jeder Sender ist auf einen eigenen Teil Deutschlands "spezialisiert". Als BR ist es unsere Aufgabe und unser Anliegen, in ganz Bayern nah dran am Leben der Menschen und ihren Themen zu sein. Deshalb bauen wir unsere Präsenz in und die Berichterstattung aus den Regionen noch weiter aus. 2018 kamen drei Studios in Bayern hinzu (Mühldorf, Deggendorf und Mindelheim). Damit sind unsere Korrespondentinnen und Korrespondenten nun an insgesamt 27 Standorten im Freistaat präsent. Die Kolleginnen und Kollegen identifizieren sich mit ihren Einsatzgebieten und stehen im intensiven Austausch mit Bürgern, Behörden und Institutionen vor Ort.

Wofür verwendet der BR meinen Rundfunkbeitrag?

Von den 17,50 Euro Rundfunkbeitrag, die jeder Haushalt in Bayern im Monat zahlt, bekommt der BR monatlich 8,67 Euro. Die Höhe der Einnahmen, die einem Sender der ARD zur Verfügung stehen, richtet sich nach der Größe des Sendegebiets sowie der Anzahl der Beitragszahlenden. Der Rest eines monatlichen Beitrages geht an das ZDF, die Landesmedienanstalten, das Deutschlandradio und finanziert die ARD-Gemeinschaftsaufgaben, wie zum Beispiel Das Erste.

Wir verwenden den Großteil des Geldes für unsere Programme und Inhalte im Radio, im Fernsehen und Online. Nur rund 4 Prozent der gesamten BR-Ausgaben fließen in die Verwaltung. Ganz ohne Verwaltungskosten kommen wir aber nicht aus, denn ohne Verwaltung keine Infrastruktur, keine Gehälter und Honorare für die BR-Mitarbeitenden und somit auch kein Programm. Eine Übersicht über die Verteilung unserer Ausgaben finden Sie hier.

Muss jeder Rundfunkbeitrag zahlen?

Beim Rundfunkbeitrag gilt für Bürgerinnen und Bürger seit 1. Januar 2013 die einfache Regel: eine Wohnung - ein Beitrag. Egal, ob und wie viele TV-Geräte, Radios oder Computer Sie besitzen, der Rundfunkbeitrag beträgt 17,50 Euro monatlich und ist pro Wohnung nur einmal zu zahlen. Privat genutzte Kraftfahrzeuge sind mit dem Beitrag ebenfalls abgedeckt. Leben mehrere Personen zusammen, muss sich nur eine Person für den Rundfunkbeitrag anmelden. Sie zahlt den Beitrag für die gemeinsame Wohnung. Insbesondere Familien, Lebensgemeinschaften und Wohngemeinschaften profitieren von dieser Regelung.

Wer bestimmte Sozialleistungen, BaföG oder Berufsausbildungshilfe bekommt oder  in einem Pflegeheim wohnt sowie Menschen mit Behinderung können einen Antrag auf einer ermäßigten Rundfunkbeitrag stellen oder sich ganz befreien lassen.

Auch Inhaber von Nebenwohnungen (Zweitwohnungen) sind auf Antrag von der Beitragspflicht für ihre Nebenwohnungen befreit, wenn sie nachweislich den Rundfunkbeitrag für ihre Hauptwohnung zahlen.

Genauere Informationen zum Rundfunkbeitrag sowie den Befreiungsantrag finden Sie hier.

Warum muss ich Rundfunkbeitrag zahlen, auch wenn ich die Öffentlich-Rechtlichen nicht nutze?

Nur wenn alle Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten, haben alle Menschen in Deutschland freien Zugang zu den Programmen und Inhalten der ARD – zu Information, Wissen, Bildung, Unterhaltung und Kultur. Und weil die Öffentlich-Rechtlichen von allen gemeinsam finanziert werden, ist in unseren Programmen und Inhalten auch für jeden etwas dabei - egal, ob alt oder jung, Klassik- oder Schlagerfan, Informationshungrige oder Kulturliebhaber. Im Übrigen: Auch viele andere für unsere Gesellschaft wichtige Einrichtungen gäbe es nicht, wenn nicht auch die dafür zahlen würden, die sie nicht nutzen. Das gilt zum Beispiel für Schulen, Kitas oder Bibliotheken.

Wie wird die Höhe des Rundfunkbeitrages festgelegt?

Wie hoch der Rundfunkbeitrag ist, entscheiden nicht die Rundfunkanstalten. Die Entscheidung treffen die Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit einem unabhängigen Gremium in einem mehrstufigen Verfahren. Im ersten Schritt ermitteln die Rundfunkanstalten ihren jeweiligen Finanzbedarf für einen bestimmten Zeitraum. Diesen melden sie dann bei dem Sachverständigengremium an - der Kommission zur Ermittlung des Finanz­bedarfs (KEF). Die KEF gibt dann in einem Bericht eine Empfehlung ab, ob der angemeldete Finanzbedarf gerechtfertigt ist und ob gegebenenfalls eine Beitragserhöhung oder -reduzierung erforderlich ist. Auf der Grundlage dieses KEF-Berichts legen die Ministerpräsidenten der Länder die Höhe des Beitrags fest. Dazu müssen im letzten Schritt alle 16 Landesparlamente zustimmen. Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass die Höhe des Rundfunkbeitrags unabhängig und demokratisch festgelegt wird.

Warum gibt es so viele verschiedene öffentlich-rechtliche Hörfunkprogramme und Fernsehsender?

Die ARD-Senderfamilie ist so vielfältig wie Deutschland. Mit unseren neun Landesrundfunkanstalten und unzähligen Regionalstudios sind wir im ganzen Land tief verwurzelt. Denn wir wollen allen Menschen und Regionen eine starke Stimme geben. Schließlich unterscheiden sich die Lebenswelten und die Themen der Menschen an der Küste und im Allgäu genauso wie jene eines Landwirts und einer Zahnärztin. Gleichzeitig gibt es eine enge Zusammenarbeit innerhalb der ARD, zum Beispiel bei überregionalen Themen oder den Gemeinschaftsprogrammen wie Das Erste.


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