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Rund um den BR Ihre häufigsten Fragen

Uns erreichen viele Fragen rund um den Bayerischen Rundfunk, seine Programme und Inhalte. Hier finden Sie Antworten auf Ihre häufigsten Fragen.

Stand: 06.12.2018

Hand klickt auf "FAQ-Button" | Bild: colourbox.com; Montage: BR

Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat der BR?

Beim BR arbeiten rund 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind ca. 3.500 Beschäftigte festangestellt. 

Wie empfange ich die BR-Programme?

Mit der BR-Frequenzsuche finden Sie schnell die Frequenzen für alle BR-Programme an Ihrem Wohnort. Eine übersichtliche Information der Sendefrequenzen gibt es auch im BR-Text auf Seite 461/462. Viele weiterführende Informationen rund um den Fernseh- oder Radioempfang finden Sie auf br.de/technik.

Muss jeder Rundfunkbeitrag zahlen?

Beim Rundfunkbeitrag gilt für Bürgerinnen und Bürger seit 1. Januar 2013 die einfache Regel: eine Wohnung - ein Beitrag. Egal, ob und wie viele TV-Geräte, Radios oder Computer Sie besitzen, der Rundfunkbeitrag beträgt 17,50 Euro monatlich und ist pro Wohnung nur einmal zu zahlen. Privat genutzte Kraftfahrzeuge sind mit dem Beitrag ebenfalls abgedeckt. Leben mehrere Personen zusammen, muss sich nur eine Person für den Rundfunkbeitrag anmelden. Sie zahlt den Beitrag für die gemeinsame Wohnung. Insbesondere Familien, Lebensgemeinschaften und Wohngemeinschaften profitieren von dieser Regelung.

Wer bestimmte Sozialleistungen, BaföG oder Berufsausbildungshilfe bekommt oder  in einem Pflegeheim wohnt sowie Menschen mit Behinderung können einen Antrag auf einer ermäßigten Rundfunkbeitrag stellen oder sich ganz befreien lassen.

Auch Inhaber von Nebenwohnungen (Zweitwohnungen) können sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Rundfunkbeitragspflicht für ihre Nebenwohnungen befreien lassen.

Genauere Informationen zum Rundfunkbeitrag sowie den Befreiungsantrag finden Sie hier.

Zum Hintergrund: Alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands sollen einen Zugang zu einem qualitativ hochwertigen Programm mit Information, Kultur, Bildung und Unterhaltung und zu unabhängiger Berichterstattung haben. Deshalb wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk frei von wirtschaftlichen und politischen Interessen finanziert - durch Ihren Rundfunkbeitrag.

Dabei beteiligen sich sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Unternehmen sowie Institutionen und Einrichtungen des Gemeinwohls gemeinsam an der Finanzierung. So bleiben die Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch für diejenigen zugänglich, die den Rundfunkbeitrag nicht oder nicht in vollem Umfang zahlen können.

Wofür verwendet der BR meinen Rundfunkbeitrag?

Von den 17,50 Euro Rundfunkbeitrag, die jeder Haushalt in Bayern im Monat zahlt, bekommt der BR monatlich 8,66 Euro (Stand: 2016). Die Höhe der Einnahmen, die einem Sender der ARD zur Verfügung stehen, richtet sich nach der Größe des Sendegebiets sowie der Anzahl der Beitragszahlenden. Der Rest eines monatlichen Beitrages (8,84 Euro) geht an das ZDF, die Landesmedienanstalten, das Deutschlandradio und finanziert die ARD-Gemeinschaftsaufgaben, wie zum Beispiel Das Erste.

Wir verwenden den Großteil des Geldes (7,52 Euro von jedem monatlichen Rundfunkbeitrag) für unsere Programme und Inhalte im Radio, im Fernsehen und Online. Für 3,45 Euro monatlich können Sie beispielsweise einen Monat lang BR Fernsehen oder ARD-alpha schauen und für 2,34 Euro monatlich die zehn Radiosender des BR hören. Eine Übersicht über die Verteilung unserer Ausgaben finden Sie hier.

 Wie bekomme ich den Mitschnitt einer BR-Sendung?

Wir haben unseren TV-Mitschnittservice des BR Fernsehens aus wirtschaftlichen Gründen einstellen müssen. Das gilt auch für den Radio-Mitschnittservice. Damit können Sie leider keine Mitschnitte mehr bei uns bestellen.

Zum Hintergrund: Viele Menschen nutzen Medien heute ganz anders als noch vor einigen Jahren. So erreichen uns nur noch sehr wenige Anfragen unseres Publikums nach Radio- beziehungsweise Fernseh-Mitschnitten. Gleichzeitig gehen immer mehr Menschen ins Internet, um dort Audios zu hören und Videos anzuschauen. Seit Herbst 2017 gibt es deshalb die neue BR Mediathek im Internet. Dort finden Sie momentan mehr als 55.000 Videos von Sendungen sowohl des BR Fernsehens als auch von ARD-alpha. Bis 2021 sollen nach und nach auch alle historischen TV-Sendungen aus dem großen BR-Archiv digitalisiert werden und damit in der Mediathek zu sehen sein. In unserem Podcastcenter können Sie außerdem viele Radiosendungen des BR online nachhören.

Warum stehen viele Sendungen nur begrenzte Zeit in der BR Mediathek und manche gar nicht?

In der Regel können Sie schon zehn Minuten nach der Ausstrahlung ein Video in der Mediathek abrufen. Vereinzelt sind Sendungen sogar schon vorab ("web first") online verfügbar. Manche Videos können wir aus rechtlichen Gründen leider nicht in der Mediathek anbieten.  

Denn ganz viele Fernsehspiele, Filme, Serien oder TV-Shows wurden in der Vergangenheit produziert, ohne dass jemand daran dachte, dass diese Werke womöglich Jahrzehnte später noch von Interesse sein könnten. Deshalb liegt dem BR oft nur das so genannte "einfache Ausstrahlungsrecht" vor, nicht aber das Zweitverwertungsrecht auf anderen - damals noch gar nicht existierenden – Verbreitungswegen wie zum Beispiel DVD oder online über die BR Mediathek. Diese Werke sind urheberrechtlich sehr streng geschützt, oftmals müssten Erben (von Autoren, Regisseuren oder Sprechern) heute nachträglich ihr Einverständnis dafür geben. Dies ist ziemlich aufwändig und in Zeiten knapper Budgets kaum noch leistbar.

Der BR wird aber bis 2021 weitere 50.000 Programmschätze aus seinem Fundus restaurieren, digitalisieren und Ihnen dann in der Mediathek zur Verfügung stellen. Mehr Informationen rund um die BR Mediathek finden Sie hier.

Doch auch Videos die heute vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk produziert werden, dürfen nicht alle unbegrenzt im Netz zur Verfügung stehen, so will es der Gesetzgeber. Mehr dazu finden Sie im Telemedienkonzept des BR. Im so genannten "Verweildauerkonzept" sind bestimmte Fristen definiert, deren Dauer vom Inhalt der jeweiligen Sendung abhängig ist. Sie reichen von 24 Stunden bei Sportinhalten bis unbegrenzt bei zeit- und kulturgeschichtlichen Inhalten.

Warum kommen Sendungen, die mich interessieren, oft erst so spät im Fernsehen?

Programmplanung ist ein komplexer Prozess. Wann eine Sendung ausgestrahlt wird, ist von vielen Überlegungen und Faktoren abhängig. Das Ergebnis dieser Überlegungen spiegelt sich in einem Programmschema wieder, das für Klarheit und Orientierung sorgt und neben Zuschauerwünschen auch programmliche, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte berücksichtigt. Dabei können wir uns leider nicht immer nach allen unterschiedlichen Interessen und Bedürfnissen der Zuschauerinnen und Zuschauer richten.

Viele unserer Sendungen können Sie aber bereits zehn Minuten nach Ausstrahlung in der BR Mediathek abrufen und beispielsweise am nächsten Tag zu einer Uhrzeit nachschauen, zu der es Ihnen besser passt.

Mehr Informationen zum Programmschema von BR Fernsehen und ARD-alpha gibt es hier:

https://www.br.de/br-fernsehen/service/sendeschema/index.html

https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/ard-alpha-programmschema-022018-102.html

Was sind die Vorteile des Digitalradios (DAB+) im Vergleich zu UKW?

Egal ob zuhause, unterwegs oder beim Autofahren, die Vorzüge der digitalen Übertragung gegenüber UKW werden Sie überzeugen, denn DAB+ liefert einen klaren und stabilen Empfang ohne Rauschen oder Knistern in sehr guter Klangqualität. Digitalradios sind genauso einfach zu bedienen wie ein UKW-Radio. Auf den Displays der Digitalradios ergänzen vertiefende Texte und Bilder die Sendungen und liefern beispielsweise Informationen über den laufenden Musiktitel, aktuelle Wettergrafiken oder Verkehrsnachrichten.

Sie können die BR-Digitalsender Bayern plus, BR Heimat und Puls, B5 plus und BR Verkehr sowie die Digitalprogramme der anderen Rundfunkanstalten und des Deutschlandradios auch ohne ein neues Digitalradio empfangen - über Satellit, Internet oder Kabel und auf jedem modernen Fernsehgerät. Mit einem entsprechenden Adapter können Sie Ihre Stereoanlage zuhause oder Ihr Autoradio auf DAB+ umstellen. Einige Autofirmen bieten jetzt für ihre neuen Modelle DAB+ schon serienmäßig an. Alle Digitalsender können Sie auch auf jedem Smartphone oder Tablet über Radio-Apps wie z. B. Radioplayer oder Radio.de hören.

In Bayern gibt es für den Digitalempfang bereits ein sehr gut ausgebautes Sendernetz. Derzeit besitzt bereits jeder vierte Bewohner (26,1%) des Freistaats ein Digitalradio (Stand: Oktober 2018). Tendenz deutlich steigend. Welche Digitalprogramme Sie an welchen Standorten mobil oder zuhause nutzen können, erfahren Sie hier.

Umfangreiche Informationen und Anleitungen zu allen weiteren Fragen rund um DAB+ gibt es hier.

Können auch seh- oder hörbehinderte Menschen die BR-Programme nutzen?

Wir machen für alle Menschen in Bayern Programm. Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen können im BR Fernsehen und in ARD-alpha aus einem vielfältigen Programm wählen.

Rund 700 Sendungen monatlich werden im BR Fernsehen derzeit mit Untertiteln ausgestrahlt. Außerdem zeigen wir alle BR-Erstsendungen sowie nahezu alle Wiederholungen im Ersten untertitelt. Mit dem Wochenmagazin "Sehen statt Hören" bieten wir das einzige originär barrierefreie Angebot für Menschen mit Hörbeeinträchtigung in Deutscher Gebärdensprache.

Außerdem haben wir seit 1997 – und damit als erster Sender in Deutschland - ein regelmäßiges und umfangreiches Angebot von Hörfilmen (Audiodeskription) für Blinde in unserem Programm.

Nähere Informationen zu den barrierefreien Angeboten des BR und wie Sie diese empfangen können, finden Sie hier.

Warum ist die Musik im Programm oft sehr laut im Vergleich zu Wortbeiträgen?

Jeder Mensch nimmt Musik beziehungsweise Sprache unterschiedlich war, weil Hören wie auch andere Sinneswahrnehmungen subjektiv erlebt wird. Lautstärke wird vor allem dann sehr verschieden wahrgenommen, wenn sich unterschiedliche Tonquellen wie Sprache und Musik abwechseln. Das bedeutet, dass verschiedene Menschen exakt denselben Schalldruck (Lautstärke) sehr unterschiedlich empfinden (Lautheit). Insofern kann es keine Aussteuerung von Sprache und Musik geben, mit der alle Zuschauerinnen und Zuschauer in gleichem Maße einverstanden sind.

Im Sinne der Barrierefreiheit werden gerade auch für Ältere und Menschen mit Höreinschränkungen zahlreiche Sendungen außerdem untertitelt: Im BR Fernsehen werden inzwischen monatlich rund 700 Sendungen mit Untertiteln ausgestrahlt. Diese Untertitel lassen sich über den Videotext (z. B. im BR Text auf Seite 150) oder als DVB-Untertitel (bei Digitalempfang) individuell zuschalten.

Gleichzeitig ist es auch wichtig, dass Sie beim Kauf eines Fernsehers nicht nur auf den Bildeindruck, sondern unbedingt auch auf die Wiedergabequalität von Sprache und generell des Tons der Geräte achten sollten. Lautsprecher strahlen die für die Sprachverständlichkeit wichtigen hohen Frequenzen nur nach vorne ungeschwächt ab. Seitlich der Boxen hört man vorwiegend die tieferen Töne. Deshalb ist es wichtig, sich möglichst vorn im Hauptschallfeld der Lautsprecher aufzuhalten.

Dass die Tonwiedergabe vor allem der modernen Flachbildschirme (schlechte Resonanzkörper, rückseitige Tonabstrahlung) oft unzureichend ist, wissen auch die Hersteller und bieten deshalb ergänzende "Soundbar"-Lautsprecher-Leisten an, die unterhalb der Bildschirmmitte platziert werden und so eine um 10 bis 20 Prozent verbesserte Sprachverständlichkeit nach vorne ermöglichen.


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