Unternehmen - Der BR


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Historisches Archiv - Fundstücke Folge 11: Weniger Sendezeit soll Strom sparen

Stand: 19.07.2012

Rudolf von Scholtz, Intendant des BR (1947-1956) | Bild: BR/Historisches Archiv

In den Akten der Technischen Direktion finden sich Dokumente, die sich mit dem Thema "Einschränkung der Sendezeit aus energiewirtschaftlichen Gründen" beschäftigen. 1951 schlug der Bundesminister für Wirtschaft unter anderem vor, die Schaufenster- und Reklamebeleuchtung zu reduzieren oder den Stromverbrauch für den Sendebetrieb der Rundfunkanstalten "von montagfrüh bis einschließlich samstagmittag in der Zeit von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr" zu untersagen. Die Rundfunkanstalten sollten mitteilen, wie groß die eingesparte Strommenge sein würde.

Daraufhin berechnete die Technische Direktion des BR dem damaligen Intendanten Rudolf von Scholtz im September 1951, wie viel Einsparpotenzial sich hinter der Idee verberge. Das Fazit war eindeutig:

„Die monatliche Einsparung würde DM 3.515,85 ergeben. Diese Zahlen zeigen vielleicht noch besser als die Zahlen der kWh, wie bedeutungslos die Einsparungen gegenüber den Nachteilen aller Art sind, die eine Verkürzung der Sendezeit um täglich 5 Stunden aufzuweisen hätte.“

Damit war die Idee vom Tisch und der Sendebetrieb konnte ungestört weitergehen.


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