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Historisches Archiv - Fundstücke Folge 30: Man spricht Bairisch

Stand: 04.11.2013

Wolf Euba, 1968. | Bild: BR / Historisches Archiv

„Bairisch ist (…) eine Volkssprache, die unmittelbar wirkt, die bildhaft ausspricht und die, trotz manchmal lautwerdender äußerer Derbheit, sehr wohl differenziert und jede Gefühlslage, auch zarteste Regungen ausdrückt.“ So wird der Sprachkurs "Auf gut bayrisch" im Pressetext 1968 angekündigt. Der liegt neben Originalmanuskript und Zuschauerpost im Historischen Archiv und gibt einen Einblick in die Bemühungen um das richtige „Bairisch“.

In insgesamt 13 Folgen erklärte Wolf Euba 1969 nach einem Text des Schriftstellers Josef Martin Bauer die Besonder- und Feinheiten der bayerischen Sprache und der bayerischen Seele anhand von literarischen Beispielen. „Denn das Bayerische ist nicht nur eine schöne Sprache, sondern eine in genauer Wissenschaftlichkeit fixierbare Sprache, die dem Sprechenden und Kenner erst dann ganz ihre Schönheit auftut, wenn ihm ihre innere Struktur offenkundig wird.“ So heißt es im Pressetext zur Sendereihe. Ausgestrahlt wurde die Reihe im damaligen Studienprogramm und wird seither regelmäßig in BR-alpha wiederholt. In Lektion elf geht es um den „bairischen Sprachraum (…) der sich über sieben Staaten erstreckt“.


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