Unternehmen - Menschen

Deutschland BR-Hauptstadtstudio

Bundespolitik aus und für Bayern – das ist der Auftrag des BR-Hauptstadtstudios in Berlin. Wir arbeiten crossmedial und beliefern alle aktuellen Formate des BR maßgeschneidert.

Stand: 28.02.2019

Kartenausschnitt mit  Pin-Nadeln | Bild: BR / Sylvia Bentele

Unsere Hauptabnehmer sind Rundschau, B5 aktuell, BR24 und Bayern 2. Aber auch die Wellen Bayern 1, Bayern 3, Puls und BR Klassik erhalten von uns ein Rundum-sorglos-Paket zur Bundespolitik. Unsere wichtigsten Produkte sind Nachrichtenstücke, Online-Artikel, Hintergrundbeiträge, Web-Videos, Livegespräche, Kommentare. All das entsteht unter dem Dach des ARD-Hauptstadtstudios, inmitten des Regierungsviertels, direkt gegenüber dem Jakob-Kaiser-Haus, in dem viele Bundestagsabgeordnete ihre Büros haben. Wir sind also mittendrin. Aber wir sind nicht Teil der Politik. Unser Anspruch ist, zuverlässig, schnell, spannend, bayerisch und mit Substanz zu berichten. Wir kennen unsere Verantwortung. Wir sind kritisch. Aber wir wissen auch: Kritisch zu sein, bedeutet nicht, ausschließlich das Negative abzubilden. Politische Berichterstattung ist mehr als die Abbildung von Scheitern und Streit. Wir haben Respekt vor dem Gelingen.

Unsere Korrespondenten BR-HSB:
Dr. Joachim Wendler (Studioleitung), Tobias Betz, Anita Fünffinger, Janina Lückoff, Daniel Pokraka, Birgit Schmeitzner und Sophie von der Tann

Datenschutzrechtliche Hinweise

Ihre Email-Adresse und den Inhalt Ihrer Mail wird der BR nur für die Bearbeitung Ihrer Anfrage verwenden. Ihre Einwilligung in diese Datenvereinbarung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Bitte verwenden Sie für Ihren Widerruf dieselbe Email-Adresse des BR.

Informationen nach Art. 13 der EU-Datenschutz-Grundverordnung

Wilhelmstraße 67a
10117 Berlin
Tel.: 030 / 22 88 31 00
Fax: 030 / 22 88 31 09

Dr. Joachim Wendler

Kanzlerin, CDU, CSU, Koalition – das sind meine Schwerpunkte. Als BR-Hauptstadtstudio versuchen wir, jeden Tag die Kernfragen des Journalismus zu beantworten: Was ist neu? Was ist wichtig? Was läuft schief? Wo ist die Lösung? Was verbindet uns? Von Frage zu Frage wird es schwieriger. Was neu ist, lässt sich noch vergleichsweise einfach herausfinden. Und es wird leicht sein, dazu einen öffentlichen Konsens zu erzielen. Aber bei der Frage, was uns verbindet, gelingt das immer seltener. Die Antwort ist nicht irgendeine Partei oder irgendein Wahlprogramm. Sondern es geht um Demokratie, Freiheit, die Grundwerte der Gesellschaft, Wohlstand. Wenn wir Journalisten gut sind, bieten wir die Informationen an, die es jedem ermöglichen, am Meinungsbildungsprozess mitzuwirken. Anders gesagt: Wenn jemand aus Bayern irgendwo in Deutschland zu Besuch ist, mit Freunden über Bundespolitik diskutiert und besser informiert ist, dann haben wir im BR-Hauptstadtstudio ordentlich gearbeitet. Und wenn der Gastgeber genauso gut informiert ist, nutzt er zweifellos die App BR24.
Dr. Joachim Wendler bei Twitter: https://twitter.com/AchWendler

Tobias Betz

Berlin. Da wollte ich immer hin. 2008 war ich schon einmal beim Bayerischen Rundfunk in der Hauptstadt, als Praktikant. "Mach das Volontariat – das ist der perfekte Einstieg beim BR", sagte ein Kollege. Er hatte recht, ich hatte Glück. 2014 begann ich das trimediale Volontariat beim BR in München. Zuvor hatte ich in München Politikwissenschaften und Volkswirtschaftslehre studiert, in Mainz hatte ich das Journalistische Seminar der Johannes Gutenberg Universität besucht. Neben dem Studium: Praktika, Hospitanzen und freie Mitarbeit bei Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Radiosendern und TV-Sendern. Nach dem Volontariat ging ich als trimedialer Korrespondent nach Ingolstadt. Dort ging es vor allem um Audi und den Abgasskandal. Aber nicht nur: Bei vielen spannenden Geschichten vor Ort lag die Ursache oder auch die Lösung oft in München, in Berlin oder sogar Brüssel. Deshalb ist es jetzt für mich wichtig, diese Geschichten von Berlin aus im Auge zu behalten. Also: Was passiert hier in Berlin und wie wirkt sich das auf Bayern aus? Meine Themen sind u.a.: Finanzen, Wirtschaft und die FDP.
Tobias Betz bei Twitter: https://twitter.com/BetzTobias

Anita Fünffinger

"Politiker haben keine Ahnung vom normalen Leben." – "Wählen gehen bringt nichts." – "Die da oben arbeiten nur für sich selbst." Solche Sätze höre ich mitunter, wenn ich von meinem Job als Korrespondentin in Berlin erzähle. Ich mag diese Sätze nicht. Weil sie falsch sind. Ich halte die deutsche Demokratie (gerade in diesen Zeiten!) für eine sehr lebendige. Und ich darf Zeuge sein,  dass in unserem Parlament leidenschaftlich diskutiert, gestritten und gearbeitet wird. Offensichtlich glauben das aber nicht mehr viele Menschen. Oder es interessiert sie nicht. Genau hier sehe ich die Aufgabe der Journalisten: Politik für den Alltag zu übersetzen, in klaren Worten, verständlich formuliert. Was heißt das, was in Berlin entschieden wird, für die Menschen? Wieso verhält sich ein Kabinettsmitglied so und nicht anders? Was treibt diesen oder jenen Politiker eigentlich an? Und wer war für dieses Gesetz wirklich verantwortlich? Ich finde solche Fragen hochspannend. Weil sie jeden Tag neu und anders gestellt werden. Seit wir im Hauptstadtstudio des Bayerischen Rundfunks darüber trimedial berichten, ist es für mich als gelernte Hörfunkerin noch interessanter geworden, hier zu arbeiten: fürs Radio, fürs Fernsehen und für Online.  
Anita Fünffinger auf Twitter: @AFuenffinger

Janina Lückoff

Die Frage, was ich mal werden will, hat sich mir nie gestellt; für mich stand schon immer fest: Ich will Journalistin werden. Nachrichten machen. Über das berichten, was "da draußen" passiert. Ein "News-Junkie" war ich schon in meiner frühen Jugend, da war das Journalistik-Studium in meiner Heimatstadt München nur konsequent. Als ich nach zahlreichen Hospitanzen und freien Mitarbeiten während des Studiums – u.a. im ZDF-Landesstudio Bayern, bei der Süddeutschen Zeitung in Dachau, der BILD-Zeitung in Hamburg und im dpa-Studio Washington, D.C. – bei B5 aktuell landete, dem Nachrichtenradio des Bayerischen Rundfunks, ging für mich ein Traum in Erfüllung. Der zweite tat es, als ich als Korrespondentin nach Berlin durfte. Noch näher dran sind wir hier an dem, worüber wir berichten. In meinem Fall sind das die Schwerpunktbereiche Innen- und Entwicklungspolitik, Bildung und Forschung sowie Bündnis 90/ Die Grünen. Wenn es mir gelingt, meine Informationen, Eindrücke und Einschätzungen so zu vermitteln, dass Sie gerne zuhören (oder es gerne auf br.de und in der BR24-App lesen) – und hinterher sagen: "Das war interessant!" – dann habe ich einen guten Job gemacht.
Janina Lückoff bei Twitter: https://twitter.com/JaninaLueckoff

Daniel Pokraka

Es gibt von mir ein Foto, das zeigt mich als Knirps. Zwei Jahre alt bin ich da vielleicht. Ich knie vor dem Radio meiner Eltern und drehe an den Knöpfen. Um „Rrradui“ zu hören, wie ich damals gekräht habe, sagt meine Mutter. Vielleicht fing ja damals schon alles an. Spätestens allerdings, als ich erfuhr, dass ich samstags gar nicht auf die Sportschau warten muss, um die Fußball-Ergebnisse mitzubekommen. Sondern dass die Spiele samstags live im Radio übertragen werden, in den letzten 20 Minuten sogar in der legendären Schlusskonferenz. Kein Zweifel: Ich wollte zum Radio. Erstes Praktikum mit 18, die ersten Sportnachrichten, später sogar tatsächlich ein paar Fußballspiele kommentiert. Gut, nicht vom FC Bayern oder vom Club – aber Oberliga-Spiele, immerhin. Parallel hatte ich aber schon festgestellt, dass es im Radio etwas gab, das ich noch spannender fand als Fußball: Nachrichten. Einmal in der Stunde live ins Studio. Kurz und knackig präsentieren, was gerade am Wichtigsten ist. Und so landete ich in der Nachrichtenredaktion des BR, schrieb Nachrichten für Bayern 1, Bayern 2, Bayern 3 und BR-Klassik, später dann auch für B5 aktuell. Ein Leben im Schichtbetrieb. Mal mitten in der Nacht aufstehen, um um vier Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Mal bis Mitternacht auf B5 aktuell moderieren. Mal die Nacht im Funkhaus verbringen, damit andere Nachtarbeiter wie Krankenschwestern und Sicherheitsmänner auch dann gut informiert sind, wenn fast alle anderen schlafen. Das war manchmal anstrengend – aber immer interessant. Noch interessanter wurde aber schnell die Frage, wo all das passiert, was ich im Funkhaus zur Nachricht machte. Und ob es dort nicht noch spannender ist. Und so ließ ich mich im Herbst 2010 zum ersten Mal für einige Wochen ins Berliner Hauptstadtstudio schicken – was mir so gut gefiel, dass ich immer wieder anbot, für einige Zeit dorthin zu gehen. Bevor es soweit war, ging es aber in eine andere Hauptstadt: Nach Brüssel, in die Hauptstadt Europas. Im Winter 2013/14. Vier Monate mit (gar nicht so langweiligen) Brüsseler Bürokraten, mit der Euro-Krise und dem beginnenden Ukraine-Konflikt, mit Schengen-Grenzen und Dublin-Verordnungen. Spätestens danach war klar: Ich will Korrespondent werden. In Berlin wurde eine Stelle frei. Und so zog ich vier Jahre nach meinem ersten Intermezzo "richtig" ins Hauptstadtstudio. Büro mit Spreeblick. Und spannende Themen: Außenpolitik, Gesundheitspolitik, Umwelt und die SPD. Also: Kampf gegen den IS, die Zukunft der deutschen Krankenversicherung, Klimawandel und vieles, vieles mehr. All diese Themen spannend zu erzählen, Konsequenzen aufzuzeigen, Widersprüche aufzudecken – das ist meine Aufgabe in den nächsten Jahren, auf die ich mich freue.

Birgit Schmeitzner

Meine ersten journalistischen Schritte führten mich zur Süddeutschen Zeitung. Doch dann: Praktikum bei einem Privatradio in München. "Ich bin angekommen," dachte ich, und das setzte so viel Energie frei, dass ich das Volontariat parallel zum Studium durchzog. Von da an ging es Schlag auf Schlag: Anfang 1998 Nachrichtenredakteurin beim BR, Moderatorin, schließlich stellvertretende Nachrichten-Chefin. Korrespondenten-Luft schnupperte ich zunächst als Vertretung in Wien, 2009 ging ich nach Brüssel und berichtete von dort aus vier Jahre lang über EU, NATO und die BeNeLux-Länder. Nach drei weiteren Jahren in Moskau zog es mich dann aber doch zurück nach Deutschland, ins Hauptstadtstudio in Berlin: ein willkommener Wechsel der Perspektive, nach so viel Ausland darf ich wieder über die spannende Innenpolitik berichten. Dazu hat sich auch der Fokus der Arbeit leicht verschoben, Online wird wichtiger und hat das Radio als schnellstes Medium abgelöst. Das fordert und macht zugleich viel Spaß. Aber meine erste Liebe ist und bleibt das Radio.
Birgit Schmeitzner bei Twitter: https://twitter.com/BSchmeitzner