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Naturvision Filmfestival Filmpreis Bayern für Doku übers Ampermoos

Auf dem internationalen Naturvision Filmfestival in Füssen wurde vergangene Woche die Auszeichnung Filmpreis Bayern vergeben. Der FilmFernsehFonds Bayern unterstützt seit Jahren diesen Preis. Filmemacher Florian Guthknecht, Kameramann Moritz Kipphard und Redakteur Bernd Strobel nahmen die Auszeichnung entgegen.

Von: Bernd Strobel

Stand: 22.11.2018 | Archiv

Naturvision Filmpreis für "Bayern erleben - Zuflucht Ampermoos" | Bild: BR / Moritz Kipphard

Dort, wo die Amper aus dem Ammersee fließt, liegt eines der größten zusammenhängenden Niedermoore in Deutschland. Das ist die eine Wahrheit. Die andere ist: Das Ampermoos ist kaum sechs Kilometer lang und nur noch ein paar hundert Meter breit. Nach jahrhundertelangen Eingriffen des Menschen ist es auf die Hälfte seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Torfabbau, Überdüngung und der sinkende Grundwasserspiegel sorgen für große Probleme.

Heimat für zahlreiche Tierarten

Moritz Kipphard, Florian Guthknecht und Bernd Strobel (v.l.) bei der Preisverleihung

Doch trotzdem ist das "Moos" eine wichtige Zuflucht für seltene Tier und Pflanzenarten geblieben. Biber sind hier zu Hause. Im hohen Gras werden im Frühjahr die Rehkitze geboren und weiden schon bald in den für den Menschen schwer zugänglichen Amperauen, in die sich kaum einer verirrt. Über 60 Brutvogelarten, zahlreiche Schneckenarten, Libellen und Muscheln hat Christian Niederbichler inzwischen kartiert, darunter 21 vom Aussterben bedrohte Arten. Um sie zu schützen, greifen der Biologe und seine Helfer zu ungewöhnlichen Methoden und schmieden Allianzen mit den Anwohnern.

Der Brachvogel ist zurück im Ampermoos

Dank der Arbeit der Naturschützer ist das Ampermoos zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Das schützenswerteste Tier, der vom Aussterben bedrohte Große Brachvogel, brütet hier wieder. Noch vor 15 Jahren gab es hier kein einziges Brutpaar mehr.

"Es ist nur ein kleines, unscheinbares Naturschutzgebiet südwestlich von München – übrig geblieben von einem einstmals riesigen Niedermoorgebiet und jetzt eingeklemmt zwischen Autobahn und Bundesstraßen. Gerade mal ein paar Hektar nasse Wiesen sind es, die für Brachvogel, Rohrammer & Co zur letzten Zuflucht geworden sind. Aber auch sie sind es wert, dass Naturschützer ihnen all ihre Kraft widmen, immer nach dem Motto: Wer die kleinen Probleme nicht anpackt, wird an den großen erst recht scheitern. Liebevoll zeichnet der Autor ein Porträt der Landschaft und ihrer Beschützer, begleitet sie über das Jahr und erlebt mit ihnen Höhen und Tiefen."

Jurybegründung NaturVision Filmpreis Bayern

"Die Redaktion Tiere und Natur aus dem Programmbereich Wissen und Bildung steht für hervorragende Tierdokumentationen und sehr einfühlsame, atmosphärische Naturfilme, die seit jeher vor allem von unserem Publikum und auch jüngeren Nutzerinnen und Nutzern sehr geschätzt werden. Diese repertoirefähigen Filme sind Schmuckstücke unseres Programms und schaffen zudem immer wieder Aufmerksamkeit, Verständnis und Sensibilität für Tier und Umwelt."

Werner Reuß, Programmbereichsleiter Wissen und Bildung

Stabliste  
Buch und RegieFlorian Guthknecht  
KameraMoritz Kipphard
KameraassistenzOdwin v. Wurmb
MusikDominik Pobot
SchnittXenia Kupin
MischungAdrian Hartmann
BildbearbeitungSebastian Giertz     
SprecherGerd Heidenreich
RedaktionBernd Strobel
LeitungChristine Peters

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