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Deutscher Hörfilmpreis 2020 BR-Produktion "Play" ausgezeichnet

Die beim BR produzierte Audiodeskription des Films "Play" ist am Freitagabend mit dem Deutschen Hörfilmpreis in der Kategorie TV ausgezeichnet worden. Erstmals fand die Verleihung nicht im Rahmen einer großen Gala in Berlin statt, sondern corona-bedingt online.

Von: Bernd Benecke, Barrierefreie Angebote: Hörfilm/Audiodeskription

Stand: 17.06.2020

Die ganze Preisverleihung ist weiter auf der Webseite des deutschen Hörfilmpreises abrufbar – die Danksagungen vom Team der Audiodeskription, von Hauptdarstellerin Emma Bading sowie von Regie und Produktion sehen Sie oben.

Laudatio

In der Laudatio zum Hörfilmpreis wird vor allem die hervorragende Umsetzung der zwei Erzählebenen "reale Welt" und "virtuelle" Welt in der Audiodeskription von "Play" betont, u. a. durch den Einsatz von zwei unterschiedlichen Stimmen für jede der Welten. "Ein Experiment", so heißt es in der Laudatio, "das insbesondere am Ende des Films an die Grenze des Möglichen geht, ohne zu scheitern."

"Play" ist in der Hörfassung noch bis Ende Juni in der BR Mediathek zu sehen.

Audiodeskription beim BR

Der Bayerische Rundfunk war 1997 der erste ARD-Sender, der ein regelmäßiges Angebot von Sendungen mit Audiodeskription etablierte. Seit 2013 erstellt der BR für alle seine Neuproduktionen im Hauptabendprogramm des Ersten sowie für die Natur- und Tierdokus am Sonntag eine Hörfilmfassung.

Im BR Fernsehen werden neben "Dahoam is Dahoam" Serien wie "Hubert ohne Staller", "Hindafing", "Servus Baby" und Fernsehfilme mit Audiodeskription versehen. Außerdem gibt es Live-Audiodeskription für die Faschingssendungen und die Starkbierprobe vom Nockherberg.

Inhalt "Play"

Jennifer, 17 (Emma Bading), für die Gaming zum Teenageralltag gehört, fühlt sich unwohl und einsam. Kürzlich mit ihren Eltern Frank (Oliver Masucci) und Ariane (Victoria Mayer) umgezogen, findet sie keinen richtigen Anschluss bei den neuen Mitschülern. Die Schule interessiert sie nicht. Angefixt durch das neue Virtual Reality Game "Avalonia" wird das Spielen allmählich zu ihrem Lebensmittelpunkt. Jennifer vernachlässigt ihre schulischen und familiären Verpflichtungen. Über sämtliche Ermahnungen, Beschränkungen und Verbote setzt sie sich für jede kostbare Spielsekunde hinweg und hintergeht ihre Eltern. Nur das heimliche, exzessive Abtauchen in die virtuelle Fantasy-Welt von "Avalonia" scheint Jennifer glücklich zu machen. Dabei gerät ihr Leben zwischen realer und virtueller Welt vollkommen aus der Balance.

Das "Play"-Team

Regie: Philip Koch
Drehbuch: Philip Koch, Hamid Baroua
Darsteller: Emma Bading, Oliver Masucci, Veronica Mayer, Jonas Hämmerle u. a.
Redaktion: Cornelius Conrad (BR), Claudia Simionescu (BR), Birgit Titze (ARD Degeto)
Produktion: Sappralot (Produzent: Hamid Baroua und Christoph Szonn) und Tellux next (Produzent: Philipp Schall) im Auftrag von BR und ARD Degeto
Audiodeskriptionsteam: Anke Nicolai, Frank Höhle, Roswitha Röding (Text) / Bernd Benecke, Elmar Dosch (Redaktion) / Christoph Niedermeier, Michael Heumann (Aufnahme und Mischung) / Katja Schild, Bernd Benecke (Sprecherin/Sprecher)


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