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Geschichte des Bayerischen Rundfunks Rundfunk im Dritten Reich - 1933 bis 1944

Stand: 22.01.2009

Volksempfänger | Bild: picture-alliance/dpa

"Der Rundfunk ist das modernste Massenbeeinflussungsmittel." Mit diesen Worten verkündet Propagandaminister Joseph Goebbels im April 1933 im Münchner Funkhaus den neuen Kurs der Rundfunkpolitik. Einen Monat zuvor haben die Nationalsozialisten das Funkhaus besetzt und die Hakenkreuzfahne gehisst.

Wagners Parsifal im Reichssender

Die Bayerische Rundfunk GmbH (wie der Sender ab 1931 heißt) gerät von 1932 an in den Sog der staatlichen Zentralisierung. 1934 wird der Reichssender München Teil des Einheitsrundfunks. Als Pausenzeichen sind nun die Gralsglocken aus "Parsifal" zu hören. Jazzmusik ist verboten.

Propagandaprogramm im Volksempfänger

Rundfunk für alle und in jedes Haus, damit wollen das Goebbelsche Propagandaministerium die Menschen jederzeit und überall erreichen. Empfangsgeräte, die so genannten Volksempfänger, werden zu erschwinglichen Preisen angeboten. Das Abhören von sogenannten Feindsendern steht mit Kriegsbeginn 1939 unter Strafe. Ab Juni 1940 sendet der Reichssender München wie alle anderen das Einheitsprogramm des Großdeutschen Rundfunks.

Rundfunk im Dritten Reich: 1933 - 1944


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