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filmtonart – Talent Award Wer komponiert die beste Sequenz zu „Above and Below“?

filmtonart, eine der wichtigsten Plattformen für Filmmusik in Deutschland, rief 2015 zum siebten Mal zu dem beliebten Kompositionswettbewerb auf. Interessenten konnten sich bis zum 18. Juni 2015 bewerben. In diesem Jahr wird der Gewinner nach Berlin zu den Moët & Chandon Grand Scores, einer Gala im Zeichen internationaler Filmmusik, eingeladen.

Stand: 07.07.2015

Above and Below | Bild: Above and Below

Neuerungen 2015

Das Konzept zum Wettbewerb wurde verändert. In diesem Jahr gab es drei Gewinner. Die Kompositionen, die von der Jury als die besten drei Vertonungen der vorgegebenen Sequenz von "Above und Below" gewählt wurden, wurden live auf die Bühne gebracht. Den Gewinner erwartet eine exklusive Einladung nach Berlin zu den Moët & Chandon Grand Scores 2016 am Vorabend der Berlinale, inklusive Anreise und Übernachtung. Das Champagnerhaus fühlt sich der Welt des Films historisch verbunden und hat die Moët & Chandon Grand Scores ins Leben gerufen, um große Filmmusikkomponisten zu ehren. Das Event 2016 bietet für den Gewinner des filmtonart–Talent Awards Gelegenheit, außergewöhnliche persönliche Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auf internationalem Niveau zu sammeln. Die Plätze 2 und 3 dürfen sich über ein Filmmusik-Paket, bestehend aus Sibelius 8 und Pro Tools 12 Software bzw. Pro Tools 12 Software, freuen.

Gewinner 2015

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern am filmtonart – Talent Award. In einer interessanten und spannenden Jurysitzung wurden die Plätze 1 bis 3 wie folgt festgelegt:

Platz 1: Hans Christian Petzoldt

Platz 2: Bartosch McCarthy

Platz 3: Georg-Christoph Schlee

Bartosch McCarthy und Georg-Christoph können sich über ein Softwarepaket von Avid freuen. Hans Christian Petzoldt wünschen wir einen schönen Abend bei den Moët & Chandon Grand Scores 2016 in Berlin. Herzlichen Glückwunsch!

Inspiration durch Dokumentarfilm "Above und Below"

Ungewöhnlich der Film, außergewöhnlich die Musik. Der in Las Vegas, der kalifornischen Wüste und in Utah gedrehte Dokumentarfilm des Schweizer Allrounders Nicolas Steiner wurde beim diesjährigen DOK.fest München mit dem Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis ausgezeichnet (Musik von Paradox Paradise - John Gürtler, Jan Miserre und Lars Voges). „Sie ist vielseitig, innovativ und modern, unaufdringlich und beeindruckend produziert“, begründete die Jury. Eine Sequenz aus diesem Film wird den Teilnehmern für die eigene musikalische Bearbeitung angeboten. Die Instrumentierung ist erstmals festgelegt und umfasst Klavier, Saxophon, Kontrabass und Schlagzeug.

Die Jury aus Gerd Baumann (Komponist und Dozent der Hochschule für Musik und Theater München) sowie dem Regisseur Nicolas Steiner, dem Musiker John Gürtler und einem Vertreter von filmtonart wird die drei Top-Beiträge auswählen, die am 26. Juni live auf der Bühne zu einer Projektion des Filmausschnitts gespielt werden. Dann wird auch die überzeugendste Komposition des Wettbewerbs 2015 für den ersten Preis bekannt gegeben. Hautnah erlebt der Zuschauer, wie sehr unterschiedliche Musik die Stimmung einer Filmszene beeinflussen kann. Der Vergleich zur Originalmusik darf natürlich nicht fehlen, über deren Entstehung Nicolas Steiner und John Gürtler so einiges im Talk verrät.

Nicolas Steiner: Auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen

Außergewöhnliche Filmthemen reizen ihn, nach dem Motto: je skurriler desto besser. Und ein Augenzwinkern fehlt auch nicht. In der Dokumentation „Kampf der Königinnen“ fing der Schweizer Regisseur und Drehbuchautor Nicolas Steiner die Emotionen beim traditionellen Kuhkampf in seinem Heimat-Kanton Wallis ein, sein preisgekrönter Kurzfilm „Ich bin’s Helmut“ ist eine Ode an die Absurditäten des Lebens, und sein Animationsfilm „Eiskarl“ handelt von einer vereisten Schrottwerkstatt, die zum Leben erweckt werden soll. Nicolas Steiner gilt als einer der besten Kurzfilmer seiner Heimat. Auch sein Lebensweg ist ungewöhnlich. Er arbeitete zunächst als Schlagzeuger, Schauspieler („Achtung, fertig, Charly“) und Totengräber – und wurde schließlich Filmemacher. Nach dem Besuch des European Film College in Dänemark studierte er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg und erhielt in Fulbright Stipendium am San Francisco Art Institute. „Above and Below“ ist Nicolas Steiners Abschlussfilm an der Filmakademie und lief auf dem Max-Ophüls-Festival im Wettbewerb. 

John Gürtlers Spezialität: Authentische Soundtracks

Authentische Soundtracks und Songs sind sein Markenzeichen. Und das mit großen Erfolg – schließlich gewann seine Filmmusik zu „Above und Below“ (zusammen mit Jan Miserre und Lars Voges) den Deutschen Dokumentarfilmmusikpreis 2015 wegen ihrer „dramaturgischen Stärke“. Schon zuvor hatte John Gürtler mit Nicolas Steiner zusammengearbeitet: bei dessen Dokumentation „Kampf der Königinnen“. John Gürtler gehört zum Komponisten-Kollektiv Paradox Paradise und ist ein echter Weltenbummler: Als Sohn portugiesisch-deutscher Eltern in London aufgewachsen, verbrachte er einige Zeit in den USA und Portugal und kam mit 13 Jahren nach Deutschland. Hier erhielt er Saxophon- und Klavierunterricht und studierte schließlich an der Universität der Künste in Berlin Saxophon. Genauso abwechslungsreich wie seine Jugend sind auch seine musikalischen Vorlieben. Vom Jazz wechselte er zu klassischen Werken à la Gustav Mahler und konzentrierte sich schließlich auf eigene Kompositionen. Er entdeckte die Filmmusik für sich und studierte Filmmusik an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 ist John Gürtler dort selber Gastdozent für Musik und Sounddesign.

Andrej Melita: Spezialist für Film- und Werbemusik

Der Münchner Andrej Melita gehört zu den produktivsten deutschen Filmkomponisten. Und er beherrscht das Gesamtpaket: Egal, ob Komödie, Krimi, Dokumentarfilm, Image- oder Werbefilm – Andrej Melita fühlt sich musikalisch in allen Genres zu Hause und trägt mit seinen Kompositionen zum Erfolg der Produktionen bei. Die Komödien „Irre sind männlich“, „Schlussmacher“, „What a Man“ mit Matthias Schweighöfer und „Friendship“ sowie der Kultfilm „Die wilden Kerle“ und der Thriller „Die Tote im Moorwald“ sind nur einige Highlights in seiner langen Soundtrack-Liste für Kino und Fernsehen. Zuletzt schrieb er die Musik zur Doku-Reihe „Bergwelten – Der Grenzgänger. Reinhold Messner“. Seit 1998 arbeitet er als freier Komponist, Musikproduzent und Mixing Engineer. Im Oktober 2014 übernahm er eine Lehrtätigkeit und arbeitet seitdem als Dozent für Filmmusik an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Katja Wunderlich: Moderatorin, Sängerin, Stadionsprecherin

Nach einem einjährigen Aufenthalt in den USA begann Katja Wunderlich ihre Karriere als Volontärin beim Nürnberger Privatradio Radio Gong 97,1, dort arbeitete sie  als Moderatorin, Nachrichtensprecherin und stellvertretende Programmchefin. Für den Bayerischen Rundfunk ist sie seit 1998 tätig, wo sie u. a die Morningshow, ihre eigene Katja Wunderlich-Show und jetzt auch den Hit-Mix-Nachmittag in Bayern 3 moderiert.

Auch im Fernsehen ist Katja Wunderlich häufiger zu sehen. Gemeinsam mit Thomas Anders übernahm sie 2009 die Moderation der Sendung „Countdown für Moskau“ im Ersten, und 2010 moderierte sie an der Seite von Christoph Süß die Verleihung des Bayerischen Filmpreises. Seit 2012 zeigt Katja Wunderlich ihre sportliche Seite zeigt Katja Wunderlich: Sie präsentiert den Sport bei den Tagesthemen im Ersten.

Panel

filmtonart – Talent Award
Wer komponiert die beste Sequenz zu „Above and Below“
Studio 1, 17.30 Uhr

Gäste
Gerd Baumann | Filmkomponist • Professor an der Hochschule für Musik und Theater, München
John Gürtler | Komponist
Nicolas Steiner | Regisseur • Drehbuchautor

Moderation
Katja Wunderlich | Moderatorin Bayern 3


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