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Meine Musik Daniel Pemberton

Jede Nummer des Soundtracks soll das Zeug zum Hit haben. Und trotzdem zu Film und Schnitt passen – anspruchsvolle Vorgaben von Regisseur Guy Ritchie zu seiner Agentenkomödie „Codename U.N.C.L.E.“ – genau die richtige Herausforderung für Musiker und Komponist Daniel Pemberton. Zweieinhalb Wochen verschanzte er sich mit erstklassigen Musikern in den Abbey Road Studios in London und schuf zu Ritchies Remake einer Sixties-Serie einen Score in eigenwilliger Retro-Ästhetik. Im Gespräch mit Ben Alber stellt der Filmkomponist sowohl seine Arbeiten vor als auch Musik, die ihn inspiriert hat.

Stand: 15.06.2016

Daniel Pemberton bei den 73rd Golden Globe Awards | Bild: picture-alliance/dpa

Schon als 10-jähriger begeistert sich Daniel Pemberton für die Synthesizer-Klänge, die er bei einer Laser Show hört: Musik von Vangelis und Jean Michel Jarre. Daraufhin beginnt er, selbst zu experimentieren und schreibt bereits als Schüler erste Kompositionen für TV-Dokumentationen. Eigentlich will er zur Universität - doch die Aufträge reißen nicht ab. Daniel Pemberton entscheidet sich fürs klassische „Learning by Doing“.

Seit den 90er-Jahren komponiert er Musik für zahlreiche britische TV-Serien und Dokumentationen. Sein Score zur historischen BBC-Serie „Desperate Romantics“ erhält 2010 den Ivor Novello Award als „Best Television Soundtrack“.

Der Ruf nach Hollywood

Richtig in Schwung kommt Pembertons Karriere ein Jahr später: Er schreibt den Soundtrack zum preisgekrönten Horrorfilm „The Awakening“ – sein Debüt als Komponist für einen Kinofilm. Die ungewöhnliche Filmmusik, eine Mischung aus Orchester, Chor und Elektronik, macht auch in Hollywood von sich reden: Star-Regisseur Ridley Scott wird auf den jungen Briten aufmerksam und engagiert ihn für die Musik zu seinem Thriller „The Counselor“ mit Brad Pitt und Penélope Cruz. Pemberton nimmt diesen Soundtrack mit einem kompletten Orchester in den Abbey Road Studios auf – Luxus, auch für Hollywood-Verhältnisse. Die Zusammenarbeit verläuft so erfolgreich, das Ridley Scott ihn für einen weiteren Film engagiert: den Pilotfilm zur TV-Serie „The Vatican“. Anschließend komponiert Daniel Pemberton die Musik zur britischen Salsa-Comedy „Cuban Fury – Echte Männer tanzen“ (2014). Für beide Scores wird Pemberton von der World Soundtrack Academy als „Entdeckung des Jahres“ gefeiert.

Das „Geheimnis“ von Daniel Pembertons Musik

Daniel Pemberton zeigt in seinen Scores Kreativität in der Auswahl besonderer Sounds und Instrumente, Flexibilität in der Kombination von elektronischen und orchestralen Klängen bis hin zur „ganz großen Oper“, zum Beispiel für
Danny Boyles Biopic „Steve Jobs“ mit Michael Fassbender in der Hauptrolle. Zuletzt komponierte Pemberton die Musik zum französischen Liebesdrama „Mal De Pierres“ („Die Frau im Mond“) unter der Regie von Nicole Garcia. Der Film basiert auf dem gleichnamige Bestseller von Milena Agus und lief in diesem Jahr auf den Filmfestspielen in Cannes. Oscar-Preisträgerin Marion Cottilard spielt darin die weibliche Hauptrolle.

Moderator Ben Alber: Kino für die Ohren

Ben Alber moderiert regelmäßig die sonntägliche Filmmusiksendung „Cinema – Kino für die Ohren“ auf BR-KLASSIK.
Für das trimediale Format „U21- Vernetzt“ kocht er improvisierte Gerichte zu aktuellen CDs. Die Sendung wird zugleich als Videostream im Internet und auf BR-KLASSIK im Hörfunk ausgestrahlt, sowie zeitversetzt auf BR-alpha und einsfestival. Auf der Bühne präsentiert Ben Alber Veranstaltungen und Konzerte u.a. für den Bayerischen Rundfunk, Sony Music und die Audi AG.

Außerdem engagiert er sich in der Ausbildung von Nachwuchsjournalisten und wurde von renommierten Institutionen zu Vorträgen und Workshops eingeladen, darunter die Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Jugendpresse Deutschland und das Goethe Institut Moskau.

Panel

Meine Musik – Daniel Pemberton
Studio 2, 17.30 Uhr

Gast
Daniel Pemberton | Komponist

Moderation
Ben Alber | Moderator BR-KLASSIK

Mit Unterstützung von BR-KLASSIK


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